Hallo,
und danke für die Antwort. Es geht mir im Grunde nicht darum, meiner Tochter etwas vorenthalten zu wollen. Der Hintergrund ist eher der, dass ich wissen wollte, ob mir/uns dadurch Verpflichtungen entstehen.
Es geht mir gar nicht um eine doppelte Staatsbürgerschaft oder so, im Gegenteil. Ich bin in Spanien integriert. Meine Tochter hat mit Deutschland nur insofern etwas zu tun, dass sie ihre Oma 1x im Jahr sieht.
Jedoch ist Deutschland ja nicht gerade „inoffensiv“, für seine Regulierungswut und Einmischung in alles bekannt. Beispiele?
Später zurückkomende Urlauber mit schulpflichtigen Kindern werden nach Ferienende am Flughafen Nürnberg von der Polizei abgepasst, verhört und mit Geldbußen von bis zu 1000 Euro pro ausgefallenem Schultag bestraft.
Real Madrid wird z.Zt. von der Bezirksregierung Mittelfranken verklagt, weil diese auf ihrer Website (die nicht einmal auf Deutsch erhältlich ist) ihren Sponsor B-Win zeigen und diese Seite auch in Mittelfranken abrufbar ist. Die Erfolgsaussichten der Klage sind gegen 0, es gibt ja das EU-Recht. Aber das eben als Beispielt dafür, dass man unbedarft eine Klage an den Hals bekommen kann.
Hinzu so Sachen, wo ich mir denke, dass es z.B. in Spanien im Sommer völlig normal ist, dass überall(!) die Kinder dabei sind und sei es nachts um 2-3 Uhr in der Strandbar mit meiner Tochter von 2 Jahren. Kinder sind dort der Mittelpunkt der Gesellschaft. In Deutschland würden sie dir für den gleichen „Tatbestand“ wahrscheinlich noch das Sorgerecht entziehen.
Das alles nur deshalb aufgeführt, um meine Beweggründe darzulegen, dass ich mich nun erkundigen will, was ist, wenn meine Tochter formell auch Deutsche ist. Braucht Sie einen deutschen Pass, wenn wir nach Deutschland einreisen, etc. Ich habe keine Lust auf Überraschungen am Flughafen, merke aber an, dass meine Tochter keine Deutsche ist und wir auch nicht daran interessiert sind, auch wenn ihr das ggf. per Gesetz zugesagt wird.