Deutsche Staatsangehörigkeit?

Guten Abend!

Als Kind deutscher Staatsangehöriger wurde ich vor dem 2.Weltkrieg in Süddeutschland geboren, Schulen, Berufstätigkeit - alles in Deutschland.
1959 heiratete ich (in St.Gallen) einen Schweizer und musste, um überhaupt heiraten zu können, auf die deutsche Staatsangehörigkeit (zwangsweise) verzichten.
Frage: Kann ich - unter Beibehaltung der CH-Staatsangehörigkeit - die deutsche Staatsangehörigkeit wieder aufleben lassen?
Wenn ja, was muss ich tun?

Danke im voraus für Auskunft.
Arnica

PS: Das deutsche Konsulat in Zürich besteht nicht mehr. Eine hier lebende gehbehinderte Freundin (Deutsche) musste ihren Pass erneuern lassen. Ich half bei den schriftlichen Kontakten und begleitete sie nach Bern zum D-Konsulat. Ich machte grosse Augen, wie patzig und unhöflich die Angestellten dort mit allen Kunden („Bittstellern“??) umgehen!

Ich sags mal so - Rüpel gibt es überall. Interessant wäre zu wissen, ob es deutsche oder schweizer Angestellte waren, die so „freundlich“ waren. Ich pflege in solchen Fällen kurz und knapp nach dem Chef zu fragen bzw. zu fragen „ob das der Stil des Hauses ist…“.

Falls möglich, lasse Deine Frage von einem - hoffentlich - kompetenten Mitarbeiter der etwas größeren Städte in Deutschland (Konstanz, Lörrach, Friedrichshafen usw.) beantworten. In Einzelfällen kann eine Doppelstaatsangehörigkeit von usn anerkannt werden, doch es sind Ausnahmefälle.

Normalerweise ist eine schweizer Staatsbürgerschaft in Deutschland kein Problem, denn Schweizer werden idR den EU-Bürgern gleichgestellt.

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mich bei einem zuständigen Amt in einer grösseren süddeutschen Stadt zu erkundigen. Das werde ich bei nächster Gelegenheit machen.
Übrigens: die patzigen Angestellten bei der D-Botschaft in Bern waren Deutsche. Man sagt zwar, Beamte hätten Höflichkeit nicht nötig, aber sowas wie in Bern ist mir sonst noch nie passiert!

Die gleiche fehlende Kinderstube stelle ich jedes Mal fest, wenn ich bei der Konstanzer Hauptstelle über den Zoll gehe. Grüssen oder einen Gruss erwidern: das käme auf der deutschen Seite niiie in Frage. Letztes Mal habe ich dann sehr freundlich gefragt, ob die Herren gemäss Dienstvorschrift wohl Grussverbot hätten? Auch da keine verbale Reaktion, nur böse Blicke.

Eine Ausnahme muss ich allerdings machen: Es sind derzeit im Publikumsdienst Konstanz zwei junge deutsche Zollbeamte aus Sachsen abwechselnd im Einsatz - die beiden sind jeweils ausgesprochen freundlich!! Dabei bin ich bereits älteren Semesters. Ich hoffe, die freundlichen Sachsen akklimatisieren sich nicht allzu schnell…

Dank und Gruss -
Arnica

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Die gleiche fehlende Kinderstube stelle ich jedes Mal fest,
wenn ich bei der Konstanzer Hauptstelle über den Zoll gehe.
Grüssen oder einen Gruss erwidern: das käme auf der deutschen
Seite niiie in Frage. Letztes Mal habe ich dann sehr
freundlich gefragt, ob die Herren gemäss Dienstvorschrift wohl
Grussverbot hätten? Auch da keine verbale Reaktion, nur böse
Blicke.

O mei Arnica,

über die „etwas zurückhaltende“ Freundlichkeit der deutschen Zöllner in Konstanz oder auch bei Radolfzell wundere ich mich nicht. Du, ich, jeder ist doch ein potentieller Geld- und Schokoladenschmuggler. Manchmal ließ es sich nicht verhindern, daß ich in Berufskleidung (= Anzug) in die Schweiz fahren mußte. Als gelernter Fatalist habe ich mich gleich auf umfangreiche Filzungen eingestellt. Wenn es einer besonders übertrieb, nervte ich ihn mit gerade noch nicht strafrechtlich relevanten bayerischen Kommentaren. Da, nicht nur dort, Bayern irgendwie Narrenfreiheit haben, hatte ich - unter dem Strich betrachtet - keine ernsten Probleme mit den Filzern. Sie konnten sogar - danach - höflich sein.

O mei Klaus

do feit si fei nix mit der „bayrischen Narrenfreiheit“!
Was sogst nocha a so???

(mei, is des schwer zum schreim… - host mi?)

Pfüatdi
Arnica

O mei Arnica,

über die „etwas zurückhaltende“ Freundlichkeit der deutschen
Zöllner in Konstanz oder auch bei Radolfzell wundere ich mich
nicht. Du, ich, jeder ist doch ein potentieller Geld- und
Schokoladenschmuggler. Manchmal ließ es sich nicht verhindern,
daß ich in Berufskleidung (= Anzug) in die Schweiz fahren
mußte. Als gelernter Fatalist habe ich mich gleich auf
umfangreiche Filzungen eingestellt. Wenn es einer besonders
übertrieb, nervte ich ihn mit gerade noch nicht strafrechtlich
relevanten bayerischen Kommentaren. Da, nicht nur dort, Bayern
irgendwie Narrenfreiheit haben, hatte ich - unter dem Strich
betrachtet - keine ernsten Probleme mit den Filzern. Sie
konnten sogar - danach - höflich sein.

Hallo Klaus,
du schreibst:

Normalerweise ist eine schweizer Staatsbürgerschaft in
Deutschland kein Problem, denn Schweizer werden idR den
EU-Bürgern gleichgestellt.

Es stimmt, wir werden „idR den EU-Bürgern gleichgestellt“.
Aber wenn ich z.B. aus einem Nicht-EU-Land auf einem deutschen Flughafen lande, „darf“ ich mich zusammen mit den kunterbunten Reisenden aus fernen Drittweltländern in die lange Schlange vor dem Passbüro stellen.
„Echte“ EU-Bürger werden an einem anderen Schalter blitzschnell durchgeschleusst…

Natürlich kannst du jetzt sagen: Selber schuld - warum seid ihr Schweizer noch nicht… usw. Aber lassen wir das.

Gruss - Arnica