Deutsche verantw. für das Leid der Palästinenser ?

Hallo,

Gaza (südlich von Palästina) war jahrhundertelang eine blühende Stadt.

Nach dem UN-Teilungsplan veränderte sich die Situation drastisch ? Juden aus aller Welt strömmten ins Land. Hätte es keine Judenverfolgung und Massenmord an Juden gegeben, wäre dann Palästina nicht wohlhabender heute ?

Gruß
Balthasar

Hallo,

Nach dem UN-Teilungsplan veränderte sich die Situation
drastisch ? Juden aus aller Welt strömmten ins Land. Hätte es
keine Judenverfolgung und Massenmord an Juden gegeben, wäre
dann Palästina nicht wohlhabender heute ?

Kann man so nicht sehen. Laut Siedlungsplan der SS
waren für Juden mehrere Siedlungsgebiete vorgesehen.
keines davon liegt in Palästina.

Es ist auch anzunehmen, dass deutsche Truppen
bei der endgültigen Räumung Palästinas
„geholfen“ hätten.

vgl.http://www.shoa.de/madagaskar_plan.html

Aber wenn man es so sehen will: „Adolf Hitler als
Messisa und Gründer des jüdischen Staates“, das
ist Deine Sache :wink:

Grüße

CMБ

Nein, denn…
Hallo Balthasar,

eine Kausalkette ist in der Geschichtswissenschaft nicht statthaft unf führt auch politishc nicht weiter, da es nur um Sündenbocksuche geht. Auch für Kollektive gilt, dass sie für sich selbst verantwortlich sind, und nicht andere - zumal für mittelbare Ereignisse - in Verantwortung nehmen sollen.

Im konkreten Fall übersiehst Du, dass die jüdische Einwanderung nach Palästina zwar durch die Verfolgung verstärkt wurde, aber schon wesentlich vorher begonnen hatte.

Ich finde, die Paläastinenser sollten sich ein Beispiel an den Juden nehmen, die ihren Wohlstand auf sehr dürftigen Grundlagen aufbauten. Dazu gehört (siehe auch Nachkriegsdeutschland), dass man sich von gewissen Träumen verabschiedet und Realitäten zur Kenntnis nimmt.

Andreas

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Ich finde, die Paläastinenser sollten sich ein Beispiel an den
Juden nehmen, die ihren Wohlstand auf sehr dürftigen
Grundlagen aufbauten. Dazu gehört (siehe auch
Nachkriegsdeutschland), dass man sich von gewissen Träumen
verabschiedet und Realitäten zur Kenntnis nimmt.

Guter Plan…müssen nur noch die USA und Exilpalestinenser so viel Geld reinbuttern wie es damals bei Israel war…

Deutschland hat sich auch nicht von selber aufgebaut sondern hatte große (finanzielle) Hilfe von außen.

Gruß

Christoph

Würden die Palestinenser nicht alle paar Wochen irgendwas in Israel in die Luft jagen und hätten sie die Kriege von 1967 und 1973 nicht gestartet, könnten sie wohl auch vom israelischen Wohlstand profitieren und daran teilhaben. Das Einzige was ihnen dabei im Weg steht ist ihre Religion, die sie dazu aufruft, „die Leute des Buches zu bekämpfen“ (Oroginalzitat Koran), also die Christen und Juden. Außerdem kriegen sie jetzt schon seit Jahrzehnten unermessliche finanzielle Hilfen aus anderen arabischen Ländern und der UN. Aber wo fließt das Geld hin? In Waffen, Sprengstoff, in die Taschen von Arafat und seinen Kumpanen an der Macht sowie in die Bezahlung von Selbstmordattentätern. Wo fließen all die Spenden hin, die (auch aus Deutschland) jährlich Millionenfach gespendet werden? Hat das schon mal jemand kontrolliert? Nicht wirklich. Palestina könnte man nicht mal aufbauen, wenn man alles Geld der Welt hinschicken würde, die einzige Antwort wäre: „Schickt mehr, oder wir sprengen dies und das in die Luft!“

Guter Plan…müssen nur noch die USA und Exilpalestinenser so
viel Geld reinbuttern wie es damals bei Israel war…

Deutschland hat sich auch nicht von selber aufgebaut sondern
hatte große (finanzielle) Hilfe von außen.

Gruß

Christoph

Kann man so nicht sehen. Laut Siedlungsplan der SS
waren für Juden mehrere Siedlungsgebiete vorgesehen.
keines davon liegt in Palästina.

Sondern in Auschwitz und Co, es waren ja keine Siedlungsgebiete für jemand notwendig, den es ja gar nicht geben sollte.

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Hallo Balthasar.

wäre dann Palästina nicht wohlhabender heute ?

Du übersiehst hier verschiedene Faktoren, welche alle auch mit eine Rolle spielten. So wurden u.a. die Juden massiv daran gehindert, nach Palästina einzureisen, es gab die Einreise schon lange vor dem Nationalsozialismus, es gab dort auch ohne Einreise schon lange jüdische Gemeinden, es gab auch eine arabische Einreise grossen Umfangs (die meisten Palästinenser lebten vor hundert Jahren in ganz anderen Gebieten/Ländern), es gab zahlreiche Kriege von arabischer Seite, es wurde politisch Flüchtlinge missbraucht und zuletzt ist Palästina immer noch wohlhabend. In der Zeit der zweiten Intifada gab es zwar eine massive Verarmung, aber das Prokopfeinkommen liegt immer noch über dem anderer arabischer Staaten, was mit auch an der weltweiten Unterstützung durch Flüchtlingsgelder liegt, welche pro Kopf mit die höchste ist.

Gruß,
Eli

wäre dann Palästina nicht wohlhabender heute ?

meinst du das wäre so? warum? welches arabische land ist denn wohlhabend (ohne öl)? die straßen, schulen und krankenhäuser, die natürlich auch von arabern benutzt werden, haben die israelis gebaut.

datafox

hallo opa!

du hast sicher nicht unrecht bei dem was du sagst und die mittel deren sich die palestinenser bedienen sind natuerlich daneben… aber bitte vergiss nicht, dass es ihnen auch nicht gerade einfach gemacht wird, friedlich mit den juden nebeneinander zu leben… was letzt endlich vermutlich nur im juedischen staat wirklich moeglich waere, dem land, das nun einmal die heimat der araber war. es geht immer wieder auf die „staat-werdung“ israels zurueck und auf die tatsache, dass die eine seite nie wirklich mit der anderen seite wollte. weder die araber wollten die juden in ihrem land noch wollten die juden die araber dort, ganz gleich was juedische politiker zu der zeit behauptet haben, die handlungen haben doch immer eine andere sprache gesprochen. das entschuldigt natuerlich die vorgehensweise der palestinenser und manche… viele, ihrer forderungen nicht. wenn ich mir die haltung israels momentan aber anschau’, sorry, da hab ich auch kein verstaendnis fuer. es gibt kein schwarz-weiss in diesem streit und vielleicht hast du das auch gar nicht so gemeint, es klang aber ein bisschen so,

schoene gruesse von kati

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Hi!

Gaza (südlich von Palästina) war jahrhundertelang eine
blühende Stadt.

Nach dem UN-Teilungsplan veränderte sich die Situation
drastisch ? Juden aus aller Welt strömmten ins Land. Hätte es
keine Judenverfolgung und Massenmord an Juden gegeben, wäre
dann Palästina nicht wohlhabender heute ?

Diese Frage ist rein hypothetisch und ich beantworte sie mit einer Gegenfrage:
strebte nicht die Mehrzahl der Juden einen eigenen, unabhängigen Staat an und wären somit ohne die deutsche Judenvernichtung nicht 6 Mio. Juden mehr in der Region?

Die Moral von der Geschicht: die Deutschen sind nicht für alle weltpolitischen Fehlentscheidungen haftbar zu machen.

Grüße,
Mathias

hallo opa!

du hast sicher nicht unrecht bei dem was du sagst und die
mittel deren sich die palestinenser bedienen sind natuerlich
daneben… aber bitte vergiss nicht, dass es ihnen auch nicht
gerade einfach gemacht wird, friedlich mit den juden
nebeneinander zu leben… was letzt endlich vermutlich nur im
juedischen staat wirklich moeglich waere, dem land, das nun
einmal die heimat der araber war. es geht immer wieder auf die
„staat-werdung“ israels zurueck und auf die tatsache, dass die
eine seite nie wirklich mit der anderen seite wollte. weder
die araber wollten die juden in ihrem land

Man kann Palästina (in den Grenzen von 1917-47) nicht als „ihr Land“ bezeichnen.

noch wollten die
juden die araber dort, ganz gleich was juedische politiker zu
der zeit behauptet haben, die handlungen haben doch immer eine
andere sprache gesprochen. das entschuldigt natuerlich die
vorgehensweise der palestinenser und manche… viele, ihrer
forderungen nicht.

Nun, bis zur Jahrhundertwende waren Judsen und Araber (wie fast alle Moslems) auf der ganzen Welt sehr eng befreundet und kamen gut miteinander aus. Erst durch die Zzunehmende Immigration von Diaspora-Juden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und erst recht nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ein Konflikt daraus.

wenn ich mir die haltung israels momentan

aber anschau’, sorry, da hab ich auch kein verstaendnis fuer.

Nun, die heutige Politik Israels ist wirklich nicht schlecht, denn der Abzug aus dem Gazastreifen (wenn er denn zustandekommt) würde wohl ziemlich zum Friedensprozess beitragen. Der Bau der Mauer schützt einigermaßen vor Terrorakten und verringert das Risiko deutlich.

es gibt kein schwarz-weiss in diesem streit und vielleicht
hast du das auch gar nicht so gemeint, es klang aber ein
bisschen so,

schoene gruesse von kati

Nun, ich hab das genau so gemeint wie ich es geschrieben habe, nur das ich hier wohl doch der objektivere bin und nicht auf die deutsche Berichterstattung vertraue, sondern mich nicht voreinnehmen lasse von der antisemitischen Haltung der meisten Europäer.