Deutscher Sprak schwerer Sprak

Meine Lieben
Ich muss das einmal los werden und hoffe auf gescheite Antworten!
Für mich als Schweizer ist Schriftdeutsch eine Fremdsprache, die ich in der Schule erlernen muss/darf. Das ist absolut zwingend, da wir wohl immer und überall unsere Dialekte sprechen, aber deutsch schreiben (mit kleinen Eigenheiten).
Bis tief in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts war es bei uns keine Frage, dass alle öffentlichen Aeusserungen in den Medien in deutsch gehalten waren. Das hat sich seither leider verändert: Im Fernsehen hört man bald mehr Dialekt als Schriftsprache … Dazu natürlich alle Entgleisungen eines verballhornten Englisch.
Ich bedaure diese Entwicklung sehr, da sie uns über kurz oder lang „hollandisieren“ könnte. Ausser einer „Elite“ ist unsere Jugend fast nicht mehr imstande, einen deutschen Text zu schreiben/lesen/verstehen.
Ich habe mir nun aber immer vorgestellt, dass eine ähnliche Verwilderung in Deutschland nicht eintritt. Im „Land der Dichter und Denker“ lernt doch jedes Kind als Muttersprache ein gutes deutsch, oder?
Nun stelle ich aber fest, dass in den w-w-w-Foren, welche ich besuche (vor allem Themenkreis Computer), eine grenzenlose Sprachverwilderung statt findet. Es sind nicht nur Tippfehler, weil die falsche Taste erwischt wurde (und auch das könnte man beim nachmaligen Durchlesen korrgieren), sondern sprachliche Unfähigkeit. Es wimmelt fast in jedem Beitrag von Syntax- und Orthographiefehlern und oft wird die Frage so lausig formuliert, dass man ohne Rückfrage nicht herausbekommt, was gefragt ist.
Wenn ich dann einen sachlichen/unlehrerhaften Kommentar dazu abgebe, werde ich regelmässig als kleinlich gescholten (Interessant ist, dass man auf solche Postings meist eine Antwort bekommt, auf themenspezifische eher weniger).
Was findet ihr? Sehe ich die Sache zu schwarz? Falls nicht, was/wer/wie könnte etwas dagegen unternehmen? Oder sollten wir alle ein bisschen Englisch und dazu perfekt Chinesisch lernen?
Also wer spendet Trost einem zweifelnden
Erich ?

PS Ich weiss, dass ich mit dem neuen Duden und mit den Interpunktionsregeln … auf Kriegsfuss stehe!

Bravo! Bravo! Bravo!

Ich habe vor wenigen Minuten erst auf eine kaum lesbare Anfrage im Rechtsbrett mit ebensolchem Buchstabengewirr geantwortet, weil ich es einfach nicht mehr ertragen kann. Es ist eine derbe Unhöflichkeit, sich selbst zuzugestehen, nicht genügend Zeit für eine geschliffene Ausdrucksweise aufbringen zu können, den anderen aber zuzumuten, die dreifache Zeit zur Interpretation des eigenen Geschreibs aufzuwenden.

hi,

Ich muss das einmal los werden und hoffe auf gescheite
Antworten!
Für mich als Schweizer ist Schriftdeutsch eine
Fremdsprache, die ich in der Schule erlernen
muss/darf. Das ist absolut zwingend, da wir wohl immer und
überall unsere Dialekte sprechen, aber deutsch schreiben (mit
kleinen Eigenheiten).
Bis tief in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts war es
bei uns keine Frage, dass alle öffentlichen Aeusserungen in
den Medien in deutsch gehalten waren. Das hat sich seither
leider verändert: Im Fernsehen hört man bald mehr Dialekt als
Schriftsprache … Dazu natürlich alle Entgleisungen eines
verballhornten Englisch.

sorry: auch eure dialekte sind „deutsch“ - halt nicht standarddeutsch.

Ich bedaure diese Entwicklung sehr, da sie uns über kurz oder
lang „hollandisieren“ könnte. Ausser einer „Elite“ ist unsere
Jugend fast nicht mehr imstande, einen deutschen Text zu
schreiben/lesen/verstehen.

ich meine, „eure“ hollandisierung (im sinne der sprachlichen separierung) ist sowieso nicht mehr aufzuhalten. nur ist die situation heute etwas anders. ihr werdet eure dialekte und englisch sprechen.

Ich habe mir nun aber immer vorgestellt, dass eine ähnliche
Verwilderung in Deutschland nicht eintritt. Im „Land
der Dichter und Denker“ lernt doch jedes Kind als
Muttersprache ein gutes deutsch, oder?

nanana!

Nun stelle ich aber fest, dass in den w-w-w-Foren, welche ich
besuche (vor allem Themenkreis Computer), eine
grenzenlose Sprachverwilderung statt findet.
Es sind nicht nur Tippfehler, weil die falsche Taste erwischt
wurde (und auch das könnte man beim nachmaligen Durchlesen
korrgieren), sondern sprachliche Unfähigkeit. Es wimmelt fast

auch bei dir. sieh dir mal das erste wort in der zeile darüber an.

in jedem Beitrag von Syntax- und
Orthographiefehlern und oft wird die Frage so lausig
formuliert, dass man ohne Rückfrage nicht herausbekommt, was
gefragt ist.

du hast da recht, meine ich. mir gehen da z.b. auch (wenigstens minimale) begrüßungsfloskeln u.ä. ab.

Wenn ich dann einen sachlichen/unlehrerhaften Kommentar dazu
abgebe, werde ich regelmässig als kleinlich gescholten
(Interessant ist, dass man auf solche Postings meist eine
Antwort bekommt, auf themenspezifische eher weniger).
Was findet ihr? Sehe ich die Sache zu schwarz? Falls nicht,
was/wer/wie könnte etwas dagegen unternehmen? Oder sollten wir
alle ein bisschen Englisch und dazu perfekt Chinesisch lernen?
Also wer spendet Trost einem zweifelnden
Erich ?

nicht „zu schwarz“, sondern „nicht schwarz genug“. :wink:

hth - ich glaubs aber nicht.
michael