Deutsches Kaiserreich ./. Deutsches Weimarer Reich

Dein Weltbild ist ein bisschen verquer, oder? Du erinnerst stark an die Idioten, die die Gründung der Bundesrepublik für illegal halten - nur noch eine Stufe absurder.

Was wäre denn für dich ein legaler Weg von einem in sich zusammenfallenden Staatsgebilde zu einem neuen?

In der Regel ist es so, dass nach einer Revolution (die, ja, in der Regel gemäß der Gesetze des alten Staates illegal ist) eine neue Staatsordnung aufgebaut und etabliert und anerkannt wird. DAS IST NORMAL. Ansonsten wären wir nämlich noch in der vorrömischen Zeit, weil bei jedem Staatsaufbau irgendjemand etwas auszusetzen hätte.

Bombadil

Hallo!

Zweifellos wurde die Abdankung rechtswidrig herbeigeführt.

Die Geschichte hätte einen anderen Lauf nehmen können, wenngleich mit einem Schwachkopf wie Wilhelm II schwer vorstellbar. So hätte der Monarch, der den Reichskanzler einsetzt und damit über weitreichende Machtbefugnisse verfügte, selbst den Übergang in ein demokratisches Gemeinwesen nach den Ideen der Aufklärung in die Wege leiten können. Aber die damals Herrschenden hielten ihre geerbte Macht und ihre Vorrechte für gottgegeben. Eher brachte man Mäusen die Katzenzucht bei, als die Adelsschicht davon zu überzeugen, freiwillig auf ihre Privilegien zu verzichten.

Mir ist kein Fall gewaltfreien Wandels zu demokratischen Verhältnissen mit freiwilligem Machtverzicht der bis dahin Herrschenden bekannt. Das Ende der DDR verlief zwar gewaltfrei, aber seitens der bis dahin Herrschenden nicht freiwillig. Den Wandel von Francos Diktatur zur parlamentarischen Erbmonarchie initiierte der klug handelnde Juan Carlos, aber gewaltfrei ging es nicht zu. Spaniens alte Machteliten wollten an der Macht bleiben.

Im Dt. Kaiserreich gab es überhaupt keine Chance, dass Fürstenhäuser und Hohenzollern freiwillig oder womöglich aus eigenem Antrieb aufklärerischem Gedankengut folgen. Anders als durch Zwang ließ sich die bestehende Ordnung nicht kippen. Selbstverständlich waren solche Handlungen nach der zum Zeitpunkt der Handlung geltenden Ordnung rechtswidrig.

Solche Vorfälle sind in allen Herrscherdynastien der Normalfall, denn allesamt kamen sie nicht etwa durch Wahlen des gewöhnlichen Volks an die Macht, sondern durch Krieg, Mord und Unterdrückung. Oder sie erbten die durch Krieg, Mord und Unterdrückung erlangte Macht. Die gleichen Mittel musste anwenden, wer sie von der Macht entfernen wollte. Abgesehen vom Vererben der Macht waren andere rechtskonforme Methoden des Machtwechsels gar nicht vorgesehen. So spielte es letztlich kaum noch eine Rolle, ob Wilhelm II irgendwas unterschrieb. Er musste sich vom Acker machen, hatte froh zu sein, die Situation lebend zu überstehen und ein luxuriöses Exil genießen zu dürfen.

Gruß
Wolfgang

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lch nehme an der Kaiser hätte die Erbmonarchie, also sich selbst, abschaffen können.

Durch Zurücktritt unter Waffengewalt ist das nicht getan. Dies hätte man wie Alles Andere auch auf gängigen Wegen verabschieden müssen.

An der Stelle bin ich dann mal raus aus der Diskussion. Wenn Wörter für Dich eine andere Bedeutung haben als für den Rest der Menschen, dann werden wir höchstens durch Zufall mal einer Meinung sein können.

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Ein Reichsbürger. Hättest dich vielleicht ein bisschen eher enttarnen können. Hätte einigen echten Experten hier ein bisschen weniger vertaner Lebenszeit verschafft.

Data

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Hallo!

An dieser Stelle verabschiede ich mich aus der Diskussion, bei der ich von Beginn an das dahinter steckende abstruse Gedankengut hätte erkennen können/müssen.

Wir haben keine Verfassung, es gelten immer noch die Grenzen von 1914 , die Bundesrepublik ist wie Bielefeld gar nicht existent, statt dessen gibt es immer noch das Deutsche Reich natürlich einschl. Kolonien unter der einzig legitimen Herrschaft der Hohenzollern…

Kranke auszulachen, gehört sich nicht, sonst würde ich es in Deinem Fall tun.

Gruß
Wolfgang

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