Hallo Experten,
man redet ja von der Deutschland AG, weil der Staat häufig noch an Wirtschaftsunternehmen maßgeblich beteiligt ist und weil die Wirtschaft viele große Beteiligungen untereinander hält.
Warum führt man dann eigentlich den Staat nicht auch ähnlich einer AG?
Regierung = Vorstand, Opposition = Aufsichtsrat
Vorstand hat einen Sprecher, den Kanzler
In einem großen Unternehmen ist es doch auch nicht üblich, dass 5 Hähne krähen und eigentlich nur einer dieses darf. Da kräht doch auch nur ein Hahn… warum kann man sowas nicht rigoros unter Strafe stellen, wie beim Unternehmen.
Es reicht doch auch, wenn einer spricht. Gut, dieser sollte sprechen. Nur mehr tut es doch nicht Not.
Macht der Vorstand seine Arbeit gut, wird er auch entlastet von der Opposition.
Wie kann man denn die Politiker zu einem solchen Umdenken bewegen? Machen sie ihre Arbeit nicht gut, müssen sie gehen. Wie normale Manager auch.
Gruß
Marco
Weil eine AG mit dieser Lage längsr hätte insolvenz anmelden müssen.
Hi Ivo,
das ist ja wohl wieder ein ziemlich polemischer Schmarrn (sorry), der in seiner Qualität kaum antwortenswert ist…
Trotzdem:
Insolvenz wird dann angemeldet, wenn
- Zahlungsunfähigkeit vorliegt oder droht
-> davon sind wir ja wohl weit entfernt
- Überschuldung voliegt, d.h. die Verbindlichkeiten das Vermögen übersteigt und demnach das Eigenkapital aufgebraucht ist.
-> auch hiervon sind wir weit entfernt
Zur Ausgangsfrage:
Auch in einer dt. AG spricht nicht nur einer. Auch dort ist es, wie der OP schon sagte, eine Verantwortungsteilung zwischen Geschäftsführung, Gesellschafter und Arbeitnehmervertretern. Keiner davon kann alleine wichtige Dinge entscheiden. Davon sind wir also in der Politik nicht allzu weit entfernt. Das was der OP fordert ist klar eine Diktatur, was wohl keiner wünscht.
Ich sehe das derzeitge Problem weniger darin, dass unser Modell generell nicht funktioniert. Meine wiederholt geäußerte Meinung ist, dass derzeit niemand (weder die Geschäftsführung = Regierung, noch die Gesellschafter = Volk, noch die Arbeitnehmervertreter:smile: = Opposition) seiner Verantwortung für unsere Gesellschaft gerecht wird.
Die Geschäftsführung versagt, was die strategische Entwicklung des Konzerns D angeht, die Gesellschafter agieren derzeit rein gewinnorientiert, verweigern notwendige Nachschüsse und die Abnahme von Konzernprodukten und verspielen damit ihre Zukunft und die Arbeitnehmervertreter agieren wie Hardcore-Gewerkschafter, blockieren die wenigen sinnvollen Änderungen und schwenken die schwarz/gelbe Fahne, um den Umsturz zu proben.
Mit einem solchen Haufen würde selbst BMW pleite gehen…
Grüße
Jürgen
Hallo Experten,
man redet ja von der Deutschland AG, weil der Staat häufig
noch an Wirtschaftsunternehmen maßgeblich beteiligt ist und
weil die Wirtschaft viele große Beteiligungen untereinander
hält.
Warum führt man dann eigentlich den Staat nicht auch ähnlich
einer AG?
Regierung = Vorstand, Opposition = Aufsichtsrat
Vorstand hat einen Sprecher, den Kanzler
…und nannte sich DDR. Obwohl - so sehr viel anders sind die zustände heute auch nicht mehr.
Gruß
Frank
Hallo Frank,
…und nannte sich DDR. Obwohl - so sehr viel anders sind die
zustände heute auch nicht mehr.
Ich rede von einem Sprecher und nicht von einem Entscheider. Ist ein kleiner Unterschied. Desweiteren gab es wohl keine funktionierende Opposition.
Zudem nannten sich die Betriebe zwar Volkseigentum, doch sie wurden ja nur zentral gesteuert. Das Eigentum gehörte jedem. Ich kann allerdings nicht zur Post gehen und sagen, gib mir mal den Kugelschreiber, das ist meiner. 
Also die Zustände und vor allem die Ausgangssituation waren schon grundlegend andere, oder hast du nur ein Schild vor dem Kopf, wo DDR draufsteht, damit du es nicht vergisst?
Gruß
Marco
Hallo Juergen,
das ist ja wohl wieder ein ziemlich polemischer Schmarrn
(sorry), der in seiner Qualität kaum antwortenswert ist…
Sehe ich genauso 
Auch in einer dt. AG spricht nicht nur einer. Auch dort ist
es, wie der OP schon sagte, eine Verantwortungsteilung
zwischen Geschäftsführung, Gesellschafter und
Arbeitnehmervertretern.
Wer ist denn der OP? Aber von denen spricht eben jeweils nur einer. Oder sehe ich das falsch? Gut, ich habe in meiner Ausgangsbetrachtung dieses weitere Gremium außer acht gelassen.
Keiner davon kann alleine wichtige
Dinge entscheiden.
Richtig.
Davon sind wir also in der Politik nicht
allzu weit entfernt.
Das wollte ich damit ausdrücken. 
Das was der OP fordert ist klar eine
Diktatur, was wohl keiner wünscht.
Wenn du mich mit OP meinst, dann möchte ich noch klarstellend dazu erwähnen. Ich wollte mehr oder weniger ausdrücken, dass halt pro Lager nur einer redet. Es ist doch Unsinn, wenn zehn Leute aus jedem Lager reden. Die Angestellten aufschrecken, die EK-Geber aufschrecken und dann hinterher sagen: „Meinten wir nicht so.“ oder „Wir brauchen noch mehr xy.“ Und der Sprecher sagt was ganz anderes. Das ist das, was mich zur Zeit nervt. Es heißt doch nicht umsonst: Viele Köche verderben den Brei.
Ich sehe das derzeitge Problem weniger darin, dass unser
Modell generell nicht funktioniert. Meine wiederholt geäußerte
Meinung ist, dass derzeit niemand (weder die Geschäftsführung
= Regierung, noch die Gesellschafter = Volk, noch die
Arbeitnehmervertreter:smile: = Opposition) seiner Verantwortung
für unsere Gesellschaft gerecht wird.
Stimme ich dir voll zu. Alle kneifen den Arsch zusammen, weil sie mit einem Tritt rechnen und der tut halt bei zusammengekniffenem Arsch nicht so weh, als wenn er mich unvorbereitet erwischen würde. Nur dann sollen sie doch gleich den Arsch zusammenkneifen und durchgreifen. Der Tritt kommt doch so oder so.
Mit einem solchen Haufen würde selbst BMW pleite gehen…
Korrekt.
Viele Grüße
Marco
Hi marco,
Wer ist denn der OP?
Hmh, eigentlich Du:smile: (OP=Original-Poster, sorry)
Das was der OP fordert ist klar eine
Diktatur, was wohl keiner wünscht.
Wenn du mich mit OP meinst, dann möchte ich noch klarstellend
dazu erwähnen. Ich wollte mehr oder weniger ausdrücken, dass
halt pro Lager nur einer redet. Es ist doch Unsinn, wenn zehn
Leute aus jedem Lager reden. Die Angestellten aufschrecken,
die EK-Geber aufschrecken und dann hinterher sagen: „Meinten
wir nicht so.“ oder „Wir brauchen noch mehr xy.“ Und der
Sprecher sagt was ganz anderes. Das ist das, was mich zur Zeit
nervt. Es heißt doch nicht umsonst: Viele Köche verderben den
Brei.
Das ist schon richtig, nur, hast Du mal in einer guten, großen deutschen AG gearbeitet? Wenn ja (ich habe…), dann wüßtest Du, dass es da häufig wirklich nicht anders abläuft. Wobei ich Dir zustimme, die Parteien sollten viele Dinge vorher intern klären, dann würde der Wähler vielleicht sogar mal die Chance haben, eine Linie zu erkennen und nicht nur rumgeeiere sehen/hören.
Stimme ich dir voll zu. Alle kneifen den Arsch zusammen, weil
sie mit einem Tritt rechnen und der tut halt bei
zusammengekniffenem Arsch nicht so weh, als wenn er mich
unvorbereitet erwischen würde. Nur dann sollen sie doch gleich
den Arsch zusammenkneifen und durchgreifen. Der Tritt kommt
doch so oder so.
Ich sehe, wir verstehen uns!
Grüße
Jürgen