Di: qäntlo:s-qunze:li:ge räxtcraibuysde:bate hat da:rauf qaufmärkza:m gemaxt, vi: vixtix qin de:r ta:t fü:r qunzer ferhältnis tsu:r cpra:xe di: „craibe“ qist. Co:n de:n kindern bege:gnet qi:re mutercpra:xe qin de:r criftgectalt. Das fü:rt tsu: qainer folgencve:ren qäntqaignuy. Ctat di: cpra:xe tsu: craiben (vi: qes ABC-cütsen qanfays tu:n), gevö:nen vi:r quns, na:x de:r crift tsu: cpräxen. Da:bai qa:ber virkt zix qaus, das qunzere criftkonväntsjo:n qunzerer cpra:xe nixt qangemäsen qist. Qinsbezondere de:r ka:rakteristice väksel de:r kurts- qunt layvo:ka:le komt nu:r qunfolctändix qunt mit falcen miteln tsu:r da:rctäluy. Folgen zint di: qunqärträ:klixen qauscpra:xefe:ler fo:r qalem de:r me:di:encafenden qunt di: mü:za:l de:r cu:lkinder (qunt fi:ler qärvaksener) mit dopelkonzo:nanten, de:nuysbu:xcta:ben qzv. Ve:r das doitce li:ben qunt pfle:gen vil (qunt qaus di:zer pärspäkti:ve qaux främde cpra:xen), mus genauer qauf qes hö:ren, qals qes quns qunzere crift qärlaupt.
Di: hi:r fervändete „gecri:bene cpra:xe“ bi:tet qauf de:r ba:zis des la:tainicen qalfa:be:ts qunt qin tailvaizer qanle:nuy qan di: visencaftlixe lautcrift qain ma:sgecnaidertes klait fü:r das doitce. Gruntla:ge qist di: layza:m qunt doitlix qarti:ku:li:rte ho:xcpra:xe (mit tolerans fü:r ferqainselte re:gjo:na:le zonderlautuyen). De:nuysbu:xcta:ben qunt konzo:nantenferdopeluyen zint qü:berlüsix. Qim konzo:nantenzüste:m cte:en fü:r glaixe laute qimer glaixe tsaixen (qumgeke:rt blaipt fü:r qaini:ge tsaixen qaine begränste lautva:ri:ans).
Ve:r di: laut-tsaixen-koräla:tsjo:n begrifen hat, kan zo:fort lo:scraiben. Vän nict qals qaltärna:ti:ve tsu:r he:rkömlixen qorto:gra:fi:, zo: dox qals qäkspe:ri:mänti:rme:di:um qim qärfa:ruysfält cpra:xe/crift möxte di:zer fo:rcla:k ferctanden ve:rden.
Kü:ril Ge:rman (Pe:ter)
Immerhin habe ich - mit einigem Zeitaufwand - den Artikel Di: cpra:xe craiben lesen und verstehen können. Daß als Grundlage dienende System ist intellektuell nachvollziehbar, doch sehe ich im Anliegen des Autoren vorwiegend eine Beschäftigungstherapie für Linguisten. Natürlich ist das Ansichtssache, doch möchte ich die vielzitierte Lanze für die poetische Schönheit der Sprache brechen, die eben nicht nur möglichst simplifizierter Kommunikationsträger ist. Mich entsetzt der Gedanke an eine mathematisch genaue Sprache, deren Regelwerk allein nach der Einfachheit gebildet ist. Ich liebe Konnotationsfelder und ausschweifende Gedanken in komplexen Sätzen, auch wenn das dem Duktus der schnellen und überwissenschaftlichen Computer-Verdummungszeit überholt klingen mag. Sollte ich in meiner Formulierung zu scharf sein, bitte ich dies zu entschuldigen, aber manchmal schlägt die Belustigung über die Auswüchse des Forschens in Verärgerung um, weil in großen Leucht-Buchstaben das Wort „Selbstzweck“ an ihnen prangt.
O.k.: Selbstzweck
O.k., du hast recht: Selbstzweck; oder, was das gleiche ist: Spiel. Immerhin ein Spiel, das aufmerksam macht und nachher die Sprache ein bisschen anders sehen und verwenden lässt, nämlich die Differenzierungen, die die Rechtschreibung gerade plattbügelt.
(Danke für die Mühe des Entzifferns! Dass die nicht viele auf sich nehmen, ist mir klar.)
Peter
Sehe ich auch so, lieber Raiko,
fonetische Schreibung ist bisweilen hilfreich,
aaaaaaaber …
Fritz Ruppricht
Lieber Peter, du hast dir ja richtig viel Mühe gegeben.
Ich persönlich stimme allerdings eher Raiko zu und möchte vor allem all diese kleinen „Ungreimtheiten“ in unserer Rechtschreibung nicht missen wollen, die sich im Laufe der Jahrhunderte angesammelt haben.
Natürlich ist vieles überflüssig und redundant in unserer Schreibung, ein Lied kann man vom Lid auch durch den Kontext unterscheiden, aber eine Schreibung vom Reißbrett - wir würden uns doch selbst aus der spannenden Entwicklung von Schreibungen herauskatapultieren.
Und denke mal an „gravierende“ Konsequenzen wie ASCII oder HTML *grins* - was müsste man da wieder alles ändern. Wenn schon nicht der Wert der Schreibtradition - vielleicht wäre das ja ein Argument, an der althergebrachten Schreibung festzuhalten.
Belustigte Grüße
Elisabeth
Qunt trotsde:m
Qunt trotsde:m, li:be Qe:li:za:bät - fi:laict finden zix qain pa:r loite mit lust qan de:r qalterna:ti:ve (me:r zol qes ja: ga:r nixt zain).
Cpra:xe(n) qist/zint fü:r mix vi: mu:zi:k - man hö:rt zi:, man cpi:lt zi: qunt hö:rt zi: vi:der qanders. Vän qainer li:ber „qärst“ za:kt ctat „qe:rst“, qist das zaine qinterpre:ta:to:rice fraihait; qa:ber das qär btsv. qe:r qaux märkt, vi: qe:r cprixt, das fände qic co:n vixtix.
Pe:ter
Hallo Peter,
wenn ich das richtig sehe, ist dieser Text nur in einer Variante des API-Zeichensatzes geschrieben, die nicht alle Aussprachenuancen erfaßt, aber dafür ohne Sonderzeichen auskommt.
Ob sich das wohl durchsetzt?
Ansonsten stimme ich meinen Vorrednern zu: Ich finde Sprache ohne Ausnahmen gekünstelt. Darum habe ich auch nie Esperanto gelernt.
Gruß Kubi
anfrage
hallo peter,
handelt es sich bei dem text um die rache eines dialekthassers? *g*
Hallo Kubi,
du hast recht, was den API-Zeichensatz betrifft. Er ist in meinem Entwurf aber hauptsächlich darum reduziert, weil „di: cpra:xe craiben“ sich nur auf deutsche Laut-Oppositionen bezieht.
Dass Ausnahmen die organisch gewachsenen Sprachen interessant und liebenswert machen, ist auch meine Meinung. Aber muss die Rechtschreibung das unbedingt und inkonsequent (nämlich durch Bezug auf ein fremdes - das lateinische - Lautsystem) verdoppeln?
„Durchsetzen“ wird sich eine so radikale Alternative natürlich nicht (ich weiß nicht, ob ich das wollen würde); aber spielerisch durchexerzieren zwecks Sensibilisierung - warum sollten das nicht viele tun, die Spaß daran haben?
Gruß,
Peter
hallo peter,
handelt es sich bei dem text um die rache eines
dialekthassers? *g*
Nein, ganz im Gegenteil. Aber Dialekte haben ja schon immer ihre eigene (stark phonetische) Rechtschreibung entwickelt (sofern sie geschrieben wurden), und „di: cpra:xe craiben“ würde die Mittel dazu sehr verbessern. „Geschneidert“ ist das Kleid aber in der Tat für die Phoneme der weitgehend vereinheitlichten Hochsprache. Wenn ein Bayer dann lieber „häftik“ statt „häftix“ oder „da:s bi:r“ statt „das bi:r“ sprechen und schreiben will, - va:rum nixt?
Peter
Hallo Peter,
da die Rechtschreibreform ja nun in einem ersten Schritt einige Inkonsequenzen ausgebügelt hat (und andere erzeugt…), wird bestimmt bald die nächste Stufe kommen, die erst mal v in w und f teilt, das x durch ks ersetzt und andere „einfache“ Korrekturen durchführt. Und in einigen Jahren werden wir dann wohl eine Schreibe haben, die (fast) absolut logisch ist und simpel genug, daß man sich den Rechtschreib-Unterricht in der Schule weitgehend sparen kann.
Na denn Prost!
Gruß Kubi
Hallo Peter,
Und in einigen Jahren werden wir dann
wohl eine Schreibe haben, die (fast) absolut logisch ist und
simpel genug, daß man sich den Rechtschreib-Unterricht in der
Schule weitgehend sparen kann.Na denn Prost!
Gruß Kubi
Genau, Ku:bi:! Qunt dan kan man zix qauf cpra:xqärtsi:uy ctat qauf craipqärtsi:uy kontsäntri:ren!
Gru:s,
Pe:ter