Diabetes

Hallo,
wenn man in der Familien fast alle Familienmitglieder mit Diabetes hat, hat man ja vermutlich die „große Chance“ auch Diabetes zu bekommen. Seit etlichen Wochen trinke ich große Mengen von Wasser und habe trotzdem immer noch Durst. Habe mir jetzt in der Apotheke den Accu-Check Aviva gekauft und mal gemessen.
Zunächst hatte ich auf nüchternen Magen 79 Zucker. Dann am Nachmittag ca. 2 Stunden nach dem Mittagessen 159 Zucker.
Ist das nun Diabetes oder nicht = ist es normal, dass man morgens 79 und Nachmittags 159 hat = muß ich evtl. zum Arzt oder aber länger beobachten, also öfters messen.

Da ich die ganze Bandbreite der Sympthome „aus nächster Nähe“ kenne, machte mich der Dauer-Durst stutzig.

Wenn man keinen Diabetes hat, so ist der Wert von 80-120 normal oder?
Wenn er jetzt 159 ist = Diabetes, oder einmaliger Ausrutscher und ZWEI Stunden nach dem Mittagessen normal?

DANKE

Grüße
Marie

Hallo
Wenn Du ganz sicher gehen möchtest, gehst Du einfach mal zum Arzt.
Familie ist ein guter Grund.
Das liest sich noch nicht so schlimm, wobei es 2 verschiedene Einheiten für den Meßwert verwendet wird und wir auch nicht wissen können, ob ein Meßfehler vorliegt. Bei einem Meßfehler ist der Wert fehlerhafterweise niedriger.
Bei Wikipedia gibts einen Artikel zu Diabetes.
Zur Zeit ist es ja auch schön warm und trocken, vielleicht kommts daher.
MfG
Matthias

Hallo,
danke für die Antwort.

Familie ist ein guter Grund.

Denke ich auch - zumal ALLE Verwandten Diabetes haben…

Das liest sich noch nicht so schlimm, wobei es 2 verschiedene
Einheiten für den Meßwert verwendet wird und wir auch nicht
wissen können, ob ein Meßfehler vorliegt.

Deshalb hatte ich das Gerät dazu geschrieben, ich dachte, vllt. könnte man dann wissen wie der Meßwert in Einheiten ist.

Bei einem Meßfehler

ist der Wert fehlerhafterweise niedriger.

Angeblich gibt es bei diesem Gerät keinen Meßfehler, weil es
„intelligent“ ist und alles erkennen soll…

Zur Zeit ist es ja auch schön warm und trocken, vielleicht
kommts daher.

Oh - hier ist es weder warm (z.Zt. 14°) noch trocken…

Grüße
Marie

Was ich mich frage - unabhängig vom Wert:

Wenn in meiner Familie ALLE Diabetes hätten (Typ 2?), dann hätte ich vielleicht sehr früh angefangen, auf meinen Lebensstil (Ernährung und Bewegung) zu achten um alles in meiner Macht stehende zu tun, das nicht zu bekommen.

Hast du das - und es ggf. trotzdem bekommen? Oder es einfach drauf ankommen lassen?

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Hallo,
danke für die Antwort.

Wenn in meiner Familie ALLE Diabetes hätten (Typ 2?), dann
hätte ich vielleicht sehr früh angefangen, auf meinen
Lebensstil (Ernährung und Bewegung) zu achten um alles in
meiner Macht stehende zu tun, das nicht zu bekommen.

O. k. DAS habe ich ganz sicher. Ich bin seit „ewig“ Vegetarier und esse keinen Zucker, zuckerhaltige Sachen/Getränke o.ä. Auch bei Fetten bin ich überaus sparsam, extra Töpfe und Pfannen gekauft, wo man eben kein/sehr wenig Fett benötigt. Auch achte ich darauf WAS ich esse und WO es herkommt, möglichst auf dem Markt oder im Reformhaus oder im Bioladen (oder im Supermarkt Bioprodukte) kaufe. Hatte bis vor kurzem noch einen größeren Bio-Garten mit eigener Gemüseproduktion - geht aus Zeitgründen nicht mehr…

Bewegung ist ein kleines (Zeit-)Problem, nehme möglichst immer Treppen-statt Aufzug, habe einen Hund und sparziere meistens tgl. 1-2 Stunden mit ihm. Aber ansonsten keinen Sport…

Hast du das - und es ggf. trotzdem bekommen?

Die Frage hier war ja: HABE ich es bereits oder nicht und woran merke ich es bezüglich der Werte die ich schriebe.

Oder es einfach drauf ankommen lassen?
Nein - ganz bestimmt NICHT - dafür habe ich in meiner nahen und weiteren Verwandtschaft schon ZUVIEL gesehen an Folgeerkrankungen.

Aber: Kann man es über eine gesunde Lebensführung wirklich vermeiden, Diabetes zu bekommen, wenn man SO erblich vorbelastet ist…

Grüße
Marie

Hallo,
wenn du nüchtern einen so normalen Wert hast, dann ist es kein manifester Diabetes.
Auch der Wert nach einer Mahlzeit deutet höchstens auf eine sogenannte gestörte Glukosetoleranz hin. Das müsst aber in einem speziellen Test beim Arzt überprüft werden. Eine Normale Mahlzeit hat da zuviele Unwägbarkeiten, um eine sichere Aussage zuzulassen und es können auch andere Faktoren einen kurzfristigen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.

Wenn eine Glukoseintoleranz vorliegt, dann sollte dies Anlass sein, konkrete Schritte in der Lebensführung zu unternehmen. Das wird dir dann aber der Arzt näherbringen. Damit ließe sich ein drohender Diabetes mindestens noch hinauszögern, wenn nicht sogar ganz verhindern.

Wenn du nicht über längere Zeit Werte von deutlich über 160 mg/dl erreichst, kann dein gesteigerter Durst nicht auf einen eventuellen Diabetes zurückzuführen sein, der dann auch gar nicht vorläge.

Gruß
Werner

PS:
Ich bin immer wieder irritiert darüber, dass Leute konkrete Hinweise auf Krankheiten haben, wie etwa familiäre Häufung genetisch disponierter Krankheiten und auch über das Krankheitsbild anscheinend grundlegend orientiert sind, sich dann sogar Messgeräte kaufen, die dann im Grunde Lehrbuchwerte ausspucken, um dann damit in einem Forum aufzuschlagen, anstatt sich entsprechende Infos aus massenhaft vorhandenen Websites zu ziehen (Wikipedia hätte sofort alles dazu nötige geliefert), oder eigentlich noch normaler, einen Arzt aufzusuchen. Bin ich der Einzige der das seltsam findet?
Es mag sein, dass ich unter Forenparanoia leide, aber irgendwie kann ich an solche „Sachen“ nicht recht glauben.

Hallo,

wenn du nüchtern einen so normalen Wert hast, dann ist es kein
manifester Diabetes.

O. k. klingt schon gut…

Auch der Wert nach einer Mahlzeit deutet höchstens auf eine
sogenannte gestörte Glukosetoleranz hin. Das müsst aber in
einem speziellen Test beim Arzt überprüft werden. Eine Normale
Mahlzeit hat da zuviele Unwägbarkeiten, um eine sichere
Aussage zuzulassen und es können auch andere Faktoren einen
kurzfristigen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.

Du meinst, Mahlzeiten bei denen Zucker/Fett eine große Rolle spielen.
Ich habe weiter unten schon erwähnt, dass ich Vetetarier bin (aber auch bei Käseprodukten vorsichtig bin) und auch sonst SEHR auf Ernährung achte, keinen Zucker, sehr sehr wenig Fett usw.

Wenn eine Glukoseintoleranz vorliegt, dann sollte dies Anlass
sein, konkrete Schritte in der Lebensführung zu unternehmen.

WELCHE genau meinst Du, ich gehe mit meinem Hund auch tgl. sparzieren usw.

Das wird dir dann aber der Arzt näherbringen. Damit ließe sich
ein drohender Diabetes mindestens noch hinauszögern, wenn
nicht sogar ganz verhindern.

Genau DAS will ich eben haben.

Wenn du nicht über längere Zeit Werte von deutlich über 160
mg/dl erreichst, kann dein gesteigerter Durst nicht auf einen
eventuellen Diabetes zurückzuführen sein, der dann auch gar
nicht vorläge.

Woher sonst könnte dieser Durst kommen…(bin ratlos)

PS:
Ich bin immer wieder irritiert darüber, dass Leute konkrete
Hinweise auf Krankheiten haben, wie etwa familiäre Häufung
genetisch disponierter Krankheiten und auch über das
Krankheitsbild anscheinend grundlegend orientiert sind, sich
dann sogar Messgeräte kaufen, die dann im Grunde Lehrbuchwerte
ausspucken, um dann damit in einem Forum aufzuschlagen,

tja - das liegt vllt. daran, dass man nicht wirklich GERNE zu Arzt geht (vllt. hat man Angst vor dem Ergebnis…)

anstatt sich entsprechende Infos aus massenhaft vorhandenen
Websites zu ziehen (Wikipedia hätte sofort alles dazu nötige
geliefert),

man möchte vllt. lieber von Betroffenen oder Angehörigen oder Wissenden Ratschläge/Tipps haben, weil die eben „näher“ dran sind als Ärzte

oder eigentlich noch normaler, einen Arzt

aufzusuchen. Bin ich der Einzige der das seltsam findet?

Keine Ahnung… im Ernst ich finde es auch gut, wenn man vom „ganz normalen Menschen“ eine Meinung bekommt…

Ich danke Dir sehr für Deine Meinung.

Grüße
Marie

Diabetes - Gen-Test?
Hallo,
Zusatzfrage, gibt es evtl. aussagekräftige Gen-Test o. ä. damit man
weiß ob die Gefahr besteht eine Diabetes zu entwickeln und mit
welcher %-Sicherheit das zutrifft.
Bezahlt durch die Krankenkasse?

Grüße
Marie

Hallo,

das mit dem Gemüse und „kein Zucker“ ist ja schon mal gut.

Aber was hast du gegen Fett? Fett ist - wie eiweiß - ein lebensnotwendiger Nährstoff - und keineswegs der Grund für Diabetes. Auch ist der Satz „Fett macht fett“ nicht korrekt.

Ob bei deiner familiären Belastung Diabetes zu vermeiden ist, kann ich nicht sagen. Aber vielleicht hast du es ja gar nicht.

Allerdings gibt es eine Studie die belegt, dass Diabetiker mit der Ernährung zum teil vollkommen von ihren Medis wegkamen - bzw. deutlich reduzieren konnten:

http://www.prologi.org/_data/Heilmeyer-Studie.pdf

Gruß Maren

Hallo,

das mit dem Gemüse und „kein Zucker“ ist ja schon mal gut.

Aber was hast du gegen Fett?

Wegen evtl. Gewichtszunahme - weil das fördert ja (glaube ich) das Diabetes-Risiko.

Fett ist - wie eiweiß - ein

lebensnotwendiger Nährstoff - und keineswegs der Grund für
Diabetes. Auch ist der Satz „Fett macht fett“ nicht korrekt.

Ich neige SEHR zur Gewichtszunahme…

Ob bei deiner familiären Belastung Diabetes zu vermeiden ist,
kann ich nicht sagen. Aber vielleicht hast du es ja gar nicht.

Wäre gut, habe auch noch o. a. die Frage im Nachgang gestellt, ob es so Gen-Tests gibt dafür.

DANKE Dir sehr.

Grüße
Marie

Hallo,

… es können auch andere Faktoren einen
kurzfristigen Anstieg des Blutzuckerspiegels verursachen.

Du meinst, Mahlzeiten bei denen Zucker/Fett eine große Rolle
spielen.

Die Zusammensetzung der Nahrungsmittel spielt natürlich eine Rolle. Tatsächlich sind es aber vor allem pflanzliche Nahrungsmittel die Glukose enthalten. So wirkt etwa Kartoffelbrei viel stärker BZ-steigernd als Haushaltszucker. Nebenbei bemerkt auch der von gesundheitsbewussten gerne als Ersatz für Zucker genommene Honig schlägt schneller auf den BZ durch.
Daneben können aber z.B. auch Infektionen, Stress und Medikamentennebenwirkungen den BZ steigen lassen.

Das wird dir dann aber der Arzt näherbringen. Damit ließe sich
ein drohender Diabetes mindestens noch hinauszögern, wenn
nicht sogar ganz verhindern.

Genau DAS will ich eben haben.

Dann solltes du eine Abneigung gegen Ärzte überwinden und am besten gezielt einen Diabetologen aufsuchen. Bei deiner familiären Vorbelastung ist das sicher angemessen.
Da du weiter unten angegeben hast du neigtest sehr zum Übergewicht, drängt sich der Verdacht auf, dass ein metabolisches Syndrom vorliegen könnte. Das liegt bei Diabetes Typ II sehr häufig auch vor, bzw. geht diesem lange voraus. Auch unabhängig vom Diabetes wäre darum ein Arztbesuch sehr zu empfehlen.

Woher sonst könnte dieser Durst kommen…(bin ratlos)

Das weiss ich auch nicht. Das Durstempfinden kann vielleicht auch psychisch, durch deine Angst/Erwartung verstärkt werden.

Gruß
Werner

Hallo,

wenn du nüchtern einen so normalen Wert hast, dann ist es kein
manifester Diabetes.

Diese Aussage würde ich sooo nicht ganz stehen lassen. Es kann bei einem Nüchternwert von 78mg/dl auch ein manifester Diabetes mellitus vorliegen. Das ist durch übersteuerte, verspätete Gegenregulation zu erklären. Diabetes mellitus heisst ja nicht, immer erhöhte Bluckzuckerwerte zu haben.

Liebe Grüsse

Anja

Hallo Marie,

Zusatzfrage, gibt es evtl. aussagekräftige Gen-Test o. ä.
damit man
weiß ob die Gefahr besteht eine Diabetes zu entwickeln und mit
welcher %-Sicherheit das zutrifft.
Bezahlt durch die Krankenkasse?

bekannt ist mir keiner.

Leicht offtopic:
Ich halte einen solchen Gen-Test, egal wie aussagekräftig, nicht für sinnvoll.

Sagt einem der Gen-Test, die Wahrscheinlichkeit dafür, später (wann?) Diabetes zu bekommen, wäre hoch - was tun? Ein vorbeugendes Medikament gibt es nicht, und sich entsprechend gesund zu verhalten, um Diabetes nicht zu „provozieren“, sollte man ohnehin - egal, ob eine besondere genetische Disposition besteht oder nicht.

Sagt einem der Test, die Wahrscheinlichkeit sei gering, so missachtet man mitunter Hinweise auf einen möglichen Diabetes.

Anders sieht es bei Gen-Tests bzgl. Erkrankungen aus, die vorhanden sein können, aber zunächst (während schon „Schaden angerichtet wird“) symptomfrei sind/wirken und die von Anfang an behandelt werden müssen
(z.B. angeborene Stoffwechselstörungen wie MCAD).

Viele Grüße,
Nina

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Hallo,
danke für die Antwort.
Wäre für mich aber doch gut die Wahrscheinlichkeit auf
Diabetes zu kennen…

DANKE

Grüße
Marie

Hallo,
danke für die Info.
Werde es auf jeden Fall „im Auge“ behalten.

Grüße
Marie

Hallo,

Nebenbei bemerkt auch der von gesundheitsbewussten gerne als
Ersatz für Zucker genommene Honig schlägt schneller auf den BZ
durch.

Ich habe -leider- eine Allergie auf Honig…

Daneben können aber z.B. auch Infektionen, Stress und
Medikamentennebenwirkungen den BZ steigen lassen.

Medikamentennebenwirkungen könnten evtl. sein…

Dann solltes du eine Abneigung gegen Ärzte überwinden

-man kann sagen, die habe ich-

Da du weiter unten angegeben hast du neigtest sehr zum
Übergewicht, drängt sich der Verdacht auf, dass ein
metabolisches Syndrom vorliegen könnte. Das liegt bei Diabetes
Typ II sehr häufig auch vor, bzw. geht diesem lange voraus.
Auch unabhängig vom Diabetes wäre darum ein Arztbesuch sehr zu
empfehlen.

Nach meiner Beurteilung HABE ich dieses metabolische Syndrom schon, weil auch starker Bluthochdruck vorhanden ist (Medis dagegen), in letzter Zeit eine starke Sehminderung eingetreten ist, ich sehr auf Gewicht achten muß, tja und der dritte Punkt steht wohl jetzt irgendwie an…

Danke Dir sehr.

Grüße
Marie

Mit den Zahlen bei Diabetes kenne ich mich zwar nicht aus, aber das mit dem Wassertrinken solltest Du UNBEDINGT so beibehalten !! Mein Tip lautet: trinke zu jeder vollen Stunde ein Glas Wasser, egal ob Du Durst hast oder nicht. Wenn dem Körper Wasser fehlt, nimmt er Dir das sehr übel !! Also; probiers aus. Die Art des Wassers ist ganz egal, es geht auch mit Leitungswasser ! Und nochwas : Cola, Limo, Kaffee, Bier, Wein, oder Sportdrinks sind kein Ersatz für Wasser !! Gruss Joe

Mache ganz normal einen Termin beim Hausarzt und spreche ihn darauf an.
Zwei Tests würde ich (bin kein Arzt) machen lassen:

HBA1C und Glukosetoleranz.

Der eine gibt Aufschluss, wie hoch im Mittel der letzten Monate der Blutzucker war, der andere Test zeigt, wie Dein Körper auf eine hohe Traubenzuckerbelastung reagiert (der Gesunde hat 2h nach der Einnahme einen BZ

Hallo,
danke für die Antwort.
Ich denke ich werde das auch mal machen dann.

Danke nochmals.

Grüße
Marie