Diabetes 2

Moin moin,

wie sieht der „typische“ Verlauf einer Diabetes 2 Erkrankung aus ?
Stellt euch folgenden, wenn auch theoretischen, Fall vor.
Der Patient ist Anfang 30, übergewichtig, hat Probleme mit dem Herzen, schwarze Zehen, und aktuell wird er im KH an einer beidseitigen schwehren Netzhautablösung behandelt und gelasert. der Augeninnendruck ist 4 x über Normal. Die Sehleistung sehr stark eingeschränkt.
5 x pro Tag spritzt unser theoretischer Fall.
Wie gehts wohl weiter ?
In der Bild war ein Bericht über eine neue Pille die das Spritzen reduziert oder gar ganz ersetzen soll. Weis jemand etwas darüber ?
t.

[MOD]: Ganzkörperzitat entfernt. Bitte beachtet die Netiquette,Satz 3 Pkt.7: http://www.wer-weiss-was.de/content/netiquette.shtml Danke!

Hallo
Ich glaube, du bringst da was durcheinander.
Soweit ich zufällig weiß (bin kein Arzt), wurde zuerst Diabetes 1 erforscht und mit Insulin-Spritzen(Hormone) erfolgreich behandelbar gemacht.
Danach kam man darauf, das bereits ein hoher Blutzuckerwert, ohne die sehr gefährlichen Diabetes 1 Erscheinungen, auch ungünstig ist, weil zumindest die Lebenserwartung gesenkt wird.
Diabetes 2 ist nicht so gefährlich wie Diabetes 1 und der erkrankte enthält weniger Blutzucker.
Wenn sich also jemand 5 mal am Tag anzunehmenderweise mit der richtigen Menge Insulin spritzt, liegt ein anderer Fehler vor als ‚nur‘ Diabetes 1 oder 2.
Die ganzen Krankheiten um den Blutzucker kenne ich jedoch nicht.
Das man die Menge an Spritzen oder anderen Medikamenten reduzieren kann, wenn man durch geringeres Gewicht oder weniger Aufnahme von Nahrungszucker den Blutzucker vermindert, ist bekannt.
Ein Diabetiker 2 braucht noch keine Spritzen und ist mit Diät und Tabletten ganz zufrieden und erreicht auch ein normales Lebensalter.

Dann könnte ich noch erwähnen, das es Seiten von und für Diabetiker gibt, auf denen auch neueste Medikamente beschrieben sind.

MfG

Hallo Matthias!

Ich möchte Dich ein wenig korrigieren, nimm es mir bitte nicht übel! :smile:

Diabetes 2 ist nicht so gefährlich wie Diabetes 1 und der
erkrankte enthält weniger Blutzucker.

Der Blutzuckerwert wird unter anderem durch das Insulin beeinflusst, nicht durch den Diabetestyp. „Gefährlich“ sind beide Krankheiten, wenn sie nicht ausreichend behandelt werden.

Wenn sich also jemand 5 mal am Tag anzunehmenderweise mit der
richtigen Menge Insulin spritzt, liegt ein anderer Fehler vor
als ‚nur‘ Diabetes 1 oder 2.

Diabetes ist kein Fehler :wink:
Die Häufigkeit des Spritzens hat mit der Art des Diabetes wenig zu tun. Die Therapieform mit den häufigen Injektionen nennt man „intensiviert“. Sie ist näher am natürlichen Verlauf der Insulinausschüttung als andere Therapieformen. Deswegen ist sie zwar vor allem bei Typ1 Mittel der Wahl, ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass in Fällen wie dem genannten eine Therapie mit zwei Injektionen pro Tag die Blutzuckerwerte nicht ausreichend im Zaun halten kann.

Das man die Menge an Spritzen oder anderen Medikamenten
reduzieren kann, wenn man durch geringeres Gewicht oder
weniger Aufnahme von Nahrungszucker den Blutzucker vermindert,
ist bekannt.

Jein. Die Aussage ist etwas zu pauschal. An sich stimmt es schon, dass, je niedriger die Aufnahme von Kohlenhydraten, desto weniger Insulin wird benötigt. ABER, der Körper hat auch ohne jegliche Nahrungsaufnahme einen gewissen Grundbedarf an Insulin. Zudem ist die körperliche Verfassung mit entscheidend. D.h. bei Krankheit, Stress und ähnlichem ist der Insulinbedarf normalerweise erhöht.

Ein Diabetiker 2 braucht noch keine Spritzen und ist mit Diät
und Tabletten ganz zufrieden und erreicht auch ein normales
Lebensalter.

Hier ein ganz klares nein. Auch Typ2-Diabetiker können Spritzen brauchen, es kommt ganz einfach auf die „Ausprägung“ der Krankheit an!
Nicht bei jedem reichen Diät und Tabletten aus, und die Lebensqualität und damit auch die Lebenserwartung können durch Spritzen ganz erheblich erhöht werden!

Dann könnte ich noch erwähnen, das es Seiten von und für
Diabetiker gibt, auf denen auch neueste Medikamente
beschrieben sind.

Wobei man bei Informationen aus dem Internet sehr kritisch prüfen muss, aus welcher Quelle der Autor sein Wissen hat, und für wen es geschrieben ist. Es hilft ja nichts, alle Medikamente im Zusammenhang mit Diabetes zu kennen, aber nicht zu wissen, welches für genau das gefragte Krankheitsgeschehen das richtig ist. Aber genau dafür gibt es verschiedenste Therapieformen und zig verschiedene Medikamente.
Richtig beraten und einstellen kann da nur ein Diabetologe, den ich sowieso jedem empfehlen würde, der Diabetes oder auch nur Diabetesverdacht hat.

Liebe Grüsse
Bine

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Hallo!

wie sieht der „typische“ Verlauf einer Diabetes 2 Erkrankung
aus ?

An sich sieht der Verlauf so aus, dass der Betroffene jedes Quartal zu seinem Diabetologen geht, dort seine gemessenen Werte vorlegt, untersucht wird und zusammen mit dem Arzt das Ziel fürs nächste Quartal festlegt :wink:

Der Patient ist Anfang 30, übergewichtig, hat Probleme mit dem
Herzen, schwarze Zehen, und aktuell wird er im KH an einer
beidseitigen schwehren Netzhautablösung behandelt und
gelasert. der Augeninnendruck ist 4 x über Normal. Die
Sehleistung sehr stark eingeschränkt.
5 x pro Tag spritzt unser theoretischer Fall.
Wie gehts wohl weiter ?

Ich würde sagen, dass es sehr darauf ankommt, wie derjenige mit seinem Diabetes umgeht. Es sind ja schon erhebliche Schädigungen vorhanden. Die erschweren eine gute Behandlung, machen sie aber nicht unmöglich. Ausserdem sind sie wirklich ein riesengrosser Warnschuss, wenn jetzt nicht alles dafür getan wird, die Werte auf lange Sicht zu verbessern, wird es noch mehr Probleme geben.

In der Bild war ein Bericht über eine neue Pille die das
Spritzen reduziert oder gar ganz ersetzen soll. Weis jemand
etwas darüber ?

Das Spritzen an sich ist nicht das Problem. Das Problem ist der Umgang mit dem Diabetes. Das beste Medikament nutzt nichts, wenn ich mich nicht an die Lebensgewohnheiten halte, die mir die Krankheit auferlegt. Sprich, ich kann spritzen so oft ich will, wenn ich vorher die Höhe des Blutzuckers nicht weiss, nicht berechne, wieviele Kohlenhydrate ich zu mir nehmen, und daran die Insulindosis anpassen, ist alles für die Katz.
Das A und O ist die eigene Grundeinstellung. Wenn da alles klar ist, der Betroffene gut geschult ist und gute Ärzte an der Hand hat, ist das Medikament an sich fast nebensächlich.
Dinge, die in der Bildzeitung stehen, sehe ich generell kritisch, weil die Berichterstattung nicht auf wissenschaftliche Hintergründe ausgelegt ist, sondern auf das, was der Leser gerne lesen möchte.
Für Informationen über so ein Medikament würde ich z.B. den Hersteller anschreiben und um Informationen bitten. Desweiteren ist der behandelnde Arzt ein Ansprechpartner, kein normaler Arzt wird Informationen zurückhalten oder ein Medikament verweigern, wenn der Patient damit besser behandelt werden kann. Dafür ist es aber immens wichtig, einen Diabetologen an der Hand zu haben, Hausärzte sind so gut wie immer überfordert mit der Diabetesbehandlung.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig weiterhelfen!

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Liebe Loussie

Jetzt muß ich aber leider Dich kritisieren.
Ich habe extra noch mal eine kleine Recherche gemacht, um festzustellen, ob ich wohl so falsch liege:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/diabetes_2…
http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Ursachen

Ich möchte Dich ein wenig korrigieren, nimm es mir bitte nicht
übel! :smile:

Kannst Du ja machen, aber der Fragesteller ist eindeutig keine qualifizierte Diabetes-Fachkraft. Und den Fragesteller wollte ich darauf hinweisen, das er anscheinend einem Irrtum unterlaufen ist.
Seine Diabetes 2 Diagnose und das Krankheitsbild unterscheiden sich zu stark.

Diabetes 2 ist nicht so gefährlich wie Diabetes 1 und der
erkrankte enthält weniger Blutzucker.

Der Blutzuckerwert wird unter anderem durch das Insulin
beeinflusst, nicht durch den Diabetestyp. „Gefährlich“ sind
beide Krankheiten, wenn sie nicht ausreichend behandelt
werden.

Gemeint ist natürlich eine unbehandelte Diabetes.
Bei Diabetes 1 ist der unbehandelte Zuckerwert höher. Da gibts kein Drumherum.
Diabetes 1 ist auch bei weitem gefährlicher. Man lese einmal beide Artikel durch. Da stehen auch Details zwischen Diabetes 1 + 2 beschrieben.
Eine gefährlich behandelte Krankheit ist bei immer noch gefährlich, ganz gleich ob behandelt oder nicht.
Was Du schreibts soll wohl eine Pointe sein.

Wenn sich also jemand 5 mal am Tag anzunehmenderweise mit der
richtigen Menge Insulin spritzt, liegt ein anderer Fehler vor
als ‚nur‘ Diabetes 1 oder 2.

Diabetes ist kein Fehler :wink:

Natürlich ist das ein Fehler. Stellt eine Bauchspeicheldrüse zuwenig Insulin her, oder jemand z.B. eine Hand verloren, kann er nicht gut leben. Wo ist das wohl kein Fehler??? In diesem Punkt ärgert es mich besonders, das Du einen Punkt erhalten hast. Besonders hier im Medizinbrett wird vieles zum Witzeforum misbraucht, habe ich den Eindruck.

Die Häufigkeit des Spritzens hat mit der Art des Diabetes
wenig zu tun. Die Therapieform mit den häufigen Injektionen
nennt man „intensiviert“. Sie ist näher am natürlichen Verlauf
der Insulinausschüttung als andere Therapieformen. Deswegen
ist sie zwar vor allem bei Typ1 Mittel der Wahl, ich kann mir
aber durchaus vorstellen, dass in Fällen wie dem genannten
eine Therapie mit zwei Injektionen pro Tag die Blutzuckerwerte
nicht ausreichend im Zaun halten kann.

Kann sein das Du dabei recht hast. Aber es entspräche nicht dem, ich nenne es das primäre Krankheitsbild, wie es auch auf den Internetseiten ausgeschrieben wurde,

Das man die Menge an Spritzen oder anderen Medikamenten
reduzieren kann, wenn man durch geringeres Gewicht oder
weniger Aufnahme von Nahrungszucker den Blutzucker vermindert,
ist bekannt.

Jein. Die Aussage ist etwas zu pauschal. An sich stimmt es
schon, dass, je niedriger die Aufnahme von Kohlenhydraten,
desto weniger Insulin wird benötigt. ABER, der Körper hat auch
ohne jegliche Nahrungsaufnahme einen gewissen Grundbedarf an
Insulin. Zudem ist die körperliche Verfassung mit
entscheidend. D.h. bei Krankheit, Stress und ähnlichem ist der
Insulinbedarf normalerweise erhöht.

Meine Aussage ist eben pauschal und von anderer Krankheit oder Stress war nicht die Rede.

Ein Diabetiker 2 braucht noch keine Spritzen und ist mit Diät
und Tabletten ganz zufrieden und erreicht auch ein normales
Lebensalter.

Hier ein ganz klares nein. Auch Typ2-Diabetiker können
Spritzen brauchen, es kommt ganz einfach auf die „Ausprägung“
der Krankheit an!
Nicht bei jedem reichen Diät und Tabletten aus, und die
Lebensqualität und damit auch die Lebenserwartung können durch
Spritzen ganz erheblich erhöht werden!

Also ich entnehme den von mir genannten Artikeln, vereinfacht gesagt, mit Spritze ist Diabetes1. 5 mal spritzen find ich übrigens Scheiße.

Dann könnte ich noch erwähnen, das es Seiten von und für
Diabetiker gibt, auf denen auch neueste Medikamente
beschrieben sind.

Wobei man bei Informationen aus dem Internet sehr kritisch
prüfen muss, aus welcher Quelle der Autor sein Wissen hat, und
für wen es geschrieben ist. Es hilft ja nichts, alle
Medikamente im Zusammenhang mit Diabetes zu kennen, aber nicht
zu wissen, welches für genau das gefragte Krankheitsgeschehen
das richtig ist. Aber genau dafür gibt es verschiedenste
Therapieformen und zig verschiedene Medikamente.
Richtig beraten und einstellen kann da nur ein Diabetologe,
den ich sowieso jedem empfehlen würde, der Diabetes oder auch
nur Diabetesverdacht hat.

Naja, da hast Du natürlich recht. Aber zum einen, einen Diabetologen gibts wohl nur in großen Städten glaub ich.
Außerdem sind diese Seiten trotzdem interessant für Diabetiker. Jedem sei es freigestellt, seinen Arzt zu fragen, was wovon zu halten ist.

Übrigens weiß ich auch, das ansonsten kerngesunde Hunde bei ungesunder Haltung besonders leicht Diabetes erleiden.

MfG
Matthias

Mir ist anscheinend ein kleiner Fehler unterlaufen:

Eine gefährlich behandelte Krankheit ist bei immer noch

Sollte so da stehen:

Eine gefährliche behandelte Krankheit ist bei mir immer noch

MfG

Hallo Matthias!

Kannst Du ja machen, aber der Fragesteller ist eindeutig keine
qualifizierte Diabetes-Fachkraft. Und den Fragesteller wollte
ich darauf hinweisen, das er anscheinend einem Irrtum
unterlaufen ist.

Ja, aber nur weil jemand eine Frage stellt, hat er doch trotzdem das Recht, eine Antwort zu bekommen, die stimmt?

Seine Diabetes 2 Diagnose und das Krankheitsbild unterscheiden
sich zu stark.

Das tun sie ganz und gar nicht! Das, was der Fragesteller geschildert hat, sind ganz eindeutige Folgeschäden eines schlecht eingestellten oder lange Zeit unbehandelten Diabetes.

Gemeint ist natürlich eine unbehandelte Diabetes.

Davon stand da aber nichts, und gerade bei jemandem, der sich Deiner Meinung nach nicht mit Diabetes auskennt, musst Du sowas schon dazuschreiben.

Bei Diabetes 1 ist der unbehandelte Zuckerwert höher. Da gibts
kein Drumherum.

Es gibt nicht DEN unbehandelten Zuckerwert. Der Wert schwankt grundsätzlich, auch wenn er natürlich wesentlich höher ist, wenn ein Diabetes nicht behandelt wird.
Meistens ist er bei einem Typ1-Diabetiker bei Feststellung der Krankheit in der Tat höher, was aber nichts über die Gefährlichkeit oder „Schwere“ der Krankheit aussagt.

Diabetes 1 ist auch bei weitem gefährlicher. Man lese einmal
beide Artikel durch. Da stehen auch Details zwischen Diabetes
1 + 2 beschrieben.

Ja, aber da steht doch keine Gewichtung einer Gefährlichkeit! Zumal ich mich frage, wieviel Du in Deinen Links gelesen hast. Einfach irgendwelche Seiten aus dem Netz ziehen ist leicht, den Inhalt aber verstehen und auf eine konkrete Fragestellung beziehen ist etwas ganz anderes.

Eine gefährlich behandelte Krankheit ist bei immer noch
gefährlich, ganz gleich ob behandelt oder nicht.

Selbstverständlich bleibt die Krankheit gefährlich, WENN…und da geht es eben los.

Was Du schreibts soll wohl eine Pointe sein.

Oh nein. Glaub mir, ich würde nie im Leben auf die Idee kommen, solche Scherze über Krankheiten zu machen. Zumal ich ich wirklich frage, wie Du darauf kommst!

Natürlich ist das ein Fehler. Stellt eine Bauchspeicheldrüse
zuwenig Insulin her, oder jemand z.B. eine Hand verloren, kann
er nicht gut leben. Wo ist das wohl kein Fehler??? In diesem
Punkt ärgert es mich besonders, das Du einen Punkt erhalten
hast. Besonders hier im Medizinbrett wird vieles zum
Witzeforum misbraucht, habe ich den Eindruck.

Besonders im Medizinbrett kann jeder schreiben, der will. Es findet höchstens durch andere User eine Prüfung auf den Wahrheitsgehalt des Postings statt.
Es steht auch nirgends, dass das Sternchen, das ich bekommen habe, genau auf diese Aussage von mir bezogen ist. Ob das der Fall ist, könnte höchstens derjenige sagen, der mir den Stern gegeben hat.
Ich habe einfach Deine Aussage, dass eine Krankheit ein Fehler ist, aus meiner Sicht beurteilt. Das ist aber eine persönliche Sicht, die man teilen kann oder nicht.

Kann sein das Du dabei recht hast. Aber es entspräche nicht
dem, ich nenne es das primäre Krankheitsbild, wie es auch auf
den Internetseiten ausgeschrieben wurde,

Wenn Du noch nichtmal weisst, ob ich recht habe, wie willst Du dann beurteilen, was ich geschrieben habe?

Meine Aussage ist eben pauschal und von anderer Krankheit oder
Stress war nicht die Rede.

Bitte!? Es ist sehr wohl von zusätzlichen Krankheiten ab, wie eine Therapie aussieht, GERADE auch DAVON.
Und dass es einem Stress bereitet, wenn es einem nicht gut geht, ist doch normal und „üblich“.

Also ich entnehme den von mir genannten Artikeln, vereinfacht
gesagt, mit Spritze ist Diabetes1.

Dann lies sie Dir nochmal durch.
Ganz abgesehen davon bedeutet noch nichtmal Typ 2 unbedingt Spritze.

5 mal spritzen find ich
übrigens Scheiße.

Ich find es auch scheisse, das glaub mir mal. Ich find es auch scheisse, dass ich seit über 20 Jahre Diabetes habe. Ich find es scheisse, dass ich jeden Tag damit umgehen muss. Ich find es scheisse, dass es mein Leben ständig beeinflusst. Ich finde die ganze verdammte Krankheit scheisse!
Aber was hilft es mir? Gar nichts *seufz* Ich muss trotzdem damit umgehen, und wenn das bedeutet, zu spritzen, dann kann ich das noch so scheisse finden, es wird mich aber meine Gesundheit und womöglich mein Leben kosten, es nicht zu tun.
Aber bringt das den Fragesteller weiter?

Naja, da hast Du natürlich recht. Aber zum einen, einen
Diabetologen gibts wohl nur in großen Städten glaub ich.

Kommt drauf an, wann „gross“ anfängt. In der Kleinstadt, in der ich wohne, gibt es auch keinen. Ich fahre gut 40km nach Münster zu meinem Arzt. Das ist super aufwändig und oft zeitlich nicht ganz einfach hinzukriegen, aber es lohnt sich.
Es gibt gar nicht so wenige Diabetologen, wenn man sich mal umsieht. Viele arbeiten in Ambulanzen der Krankenhäuser, viele haben ihre Praxen in der Nähe von grösseren Krankenhäusern oder Schwerpunktzentren. Bei der Suche kann einem das Internet helfen, oder auch einfach der Deutsche Diabtikerbund DDB.

Grüsse,
Bine

Hallo,

Habe mit Interesse die reichhaltigen und gut fundierten Angaben zum Thema Diabethes gelesen.

Ein Diabetiker 2 braucht noch keine Spritzen und ist mit Diät
und Tabletten ganz zufrieden und erreicht auch ein normales
Lebensalter.

Hier ein ganz klares nein. Auch Typ2-Diabetiker können
Spritzen brauchen, es kommt ganz einfach auf die „Ausprägung“
der Krankheit an!

Genau!
Es kommt darauf an, wieviel Insulin vom Körper noch selbst zur Verfügung gestellt werden kann bzw. reicht die vorhandene körpereigene Insulinproduktion aus für die Körpermasse und wenn die Insulinproduktion beim Typ 2 eben nicht mehr ausreichend ist, dann muss auch Typ 2 täglich meist mehrmals injezieren.

Nicht bei jedem reichen Diät und Tabletten aus, und die
Lebensqualität und damit auch die Lebenserwartung können durch
Spritzen ganz erheblich erhöht werden!

Die Injektionen werden nicht vordergründig verordnet, um Lebensquali und -erwartung zu steigern, sondern wie oben schon genannt, wenn die körpereigene Insulinproduktion nachweislich, messbar zu gering ist.
Die Lebenqualität und somit -erwartung wird durch eine ganze Palette anderer Maßnahmen gefördert (Bewegung, Ernährung, Gefäßpflege- und Training, nicht rauchen, regelmäßige ärztliche Kontrollen, Augen, Füße, Fußpflege …)

Also ich entnehme den von mir genannten Artikeln, vereinfacht
gesagt, mit Spritze ist Diabetes 1.

Diese Logik verstehe ich nicht.
Deshalb noch mal:
ob mit oder ohne Injektion, sei es mit Spritze oder Pumpe hat nichts mit dem Typ des Diabetes zu tun.

MfG
Sophia

Ergänzung:

Also ich entnehme den von mir genannten Artikeln, vereinfacht
gesagt, mit Spritze ist Diabetes 1.

ob mit oder ohne Injektion, sei es mit Spritze oder Pumpe hat
nichts mit dem Typ des Diabetes zu tun,

sondern mit dem messbaren Wert der Insulinproduktion.

MfG
Sophia

Hallo Sophia!

Die Injektionen werden nicht vordergründig verordnet, um
Lebensquali und -erwartung zu steigern, sondern wie oben schon
genannt, wenn die körpereigene Insulinproduktion nachweislich,
messbar zu gering ist.

Ich habe es vielleicht etwas blöd ausgedrückt…ich meinte damit, dass durch das Spritzen die Lebensqualität gesteigert wird, weil es einem ganz einfach besser geht. Hohe Zuckerwerte verursachen Unwohlsein bis hin zu deutlichen Krankheitsgefühlen, ein entgleister Diabetes noch viel schlimmeres.
Die Lebenserwartung wird im Fall von notwendigem Spritzen ja allein direkt durch die Spritzen gesteigert (Verhinderung von Entgleisung), zusätzlich aber auch dadurch, dass Folgeschäden verhindert, verzögert oder gemildert werden können. Die wenigsten Diabetiker sterben ja am Diabetes selbst, sondern an den Krankheiten, die damit einhergehen können.

Liebe Grüsse
Bine :smile:

Liebe Loussie

Jetzt muß ich aber leider Dich kritisieren.
Ich habe extra noch mal eine kleine Recherche gemacht, um
festzustellen, ob ich wohl so falsch liege:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/diabetes_2…

Ist extrem…ich nenn es mal „sparsam“, völlig veraltet und etwa auf Bild-Zeitungsniveau…

Guckst du besser hier http://flexikon.doccheck.com/Diabetes_mellitus#Typ_2…

dort findest du vier verschiedene Insulintherapieschemata allein für Typ 2

http://de.wikipedia.org/wiki/Diabetes_mellitus#Ursachen

und selbst hier findet sich bei der alten Einteilung bis 1997 (die eben noch unter Insulinabhängig Typ1 und nichtInsulinabhängig Typ 2 unterscheidet) auch den Typ: (Zitat)
"IRS: (insulin requiring for survival) Externe Insulinzufuhr wird zum Überleben benötigt. Dabei handelt es sich nach der alten Einteilung um Typ-1-Diabetes und um Typ-2-Diabetes mit stark reduzierter oder eingestellter eigener Insulinproduktion. "

Sprich egal ob 1 oder 2, es kommt immer darauf an, wieviel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch selbst schafft, bzw. ob sie es schafft ein ausgewogenes Tagesprofil zu erhalten bzw. ob sie die Nachricht „erhöhter Bedarf wegen akuter Zuckerzufuhr“ überhaupt verarbeiten kann.

Drum gibt es gar nicht so selten Typ2 Diabetiker, die spritzen und wenn die nicht gut geschult sind (Dosis abhängig vom Zuckerwert und immer schön regelmässig, eben auch 5x am Tag, schließlich besteht fast jede Diät aus 5 Mahlzeitenterminen, die möglichst auch einzuhalten sind), dann wiegen die sich in ungünstiger Sicherheit…
O-Ton aus dem entfernteren Bekanntenkreis: „Och, das Stück Torte schaff ich noch, das kann ich mir dann ja wieder wegspritzen…“ Die Folgen sehen ähnlich aus, wie beim Fall des Fragestellers, irgendwann macht der Körper nicht mehr mit und dann kann es in ziemlich schneller Folge heißen: erst ein Bein ab, dann blind, dann noch ein Bein,… (ab diesem Punkt kam dann die Erkenntnis, ausserdem musste das testen und Spritzen jetzt jemand anderes übernehmen, vielleicht liegt es auch daran, dass es nun besser klappt?)

Gruß Susanne

Hallo Susanne,

ganz meine Meinung, die ich im gestrigen Artikel schon benannte.

Sprich egal ob 1 oder 2, es kommt immer darauf an, wieviel
Insulin die Bauchspeicheldrüse noch selbst schafft, bzw. ob
sie es schafft ein ausgewogenes Tagesprofil zu erhalten bzw.
ob sie die Nachricht „erhöhter Bedarf wegen akuter
Zuckerzufuhr“ überhaupt verarbeiten kann.

Gruß
das Ökotantchen