Hallo Rudi.
Sie haben mich als Expertin für Ihre Frage ausgewählt.
Leider kann ich Ihnen nicht wirklich einen Rat geben, da mein Hauptgebiet der Typ 1 Diabetes ist, nicht der Typ 2 Diabetes.
Grundsätzlich ist es wohl so, dass es auch sehr stark vom allgemeinen Gesundheitszustand abhängig ist, ob man sog. „Spätschäden“ bekommt oder nicht. So ähnlich hat sich meine Ärztin mal ausgedrückt.
Ein ähnliches Beispiel ist das Rauchen: Manche rauchen ein Leben lang und bleiben gesund dabei, andere rauchen nicht oder nur wenig und bekommen Lungenkrebs.
Ihr HbA1c ist nicht so schlecht, als dass Sie hiervon zwangsläufig Neuropathie bekommen müssten. Sie ist aber da und nun suchen Sie einen Ausweg.
Ob und wenn ja welche Medikamente Sie nehmen können bzw. sollten, das kann ich Ihnen nicht sagen. Ich kenne mich mit Typ 2 Medikamenten einfach zu wenig aus.
Das einzige, was ist Ihnen mit Bestimmtheit sagen kann ist folgendes:
Alles, was in so allgmein z.B. in „Fernsehzeitungen“ an Zeugs für Gesundheit bzw. gegen Diabetes angeboten wird, ist völlig nutzlos, kann sogar gefährlich werden.
Eine Zeitlang war in den Medien von „Zimt gegen Diabetes“ gesprochen worden. So etwas ist nur Geldschneiderei. Und ich möchte nicht wissen, wo bzw. wie der Zimt hergestellt wird. Dies geschieht ja meist in der sog. „dritten Welt“ und ist dementsprechend meistens hoch belastet mit Giftstoffen.
Genauso kann man sagen, dass „Knoblauch gegen Neuropathie“ nicht funktionieren wird.
Natürlich ist sinnvoll, eine gesunde Ernährung zu haben, gut auch, wenn hier viel frisches Gemüse zum Einsatz kommt, auch frischer Knoblauch.
Aber getrockneter Knoblauch in Kapselform - was ist daran noch „gesund / mediterran“?
Im Gegenteil: auch hier muss man sich wieder fragen, wo der Knoblauch herkommt, wieviel Pestizide eingesetzt und wieviel Giftstoffe zur Trocknung benutzt wurden. Das alles ist eher schädlich.
Mein Rat an Sie ist:
Sprechen Sie mit Ihrem Diabetologen über Ihre Problematik. Er wird wissen, welche Medikamente jetzt bei Ihnen sinnvoll wären. Ggf. suchen Sie einen weiteren Diabetologen auf, um sich eine zweite Meinung einzuholen.
Ich wünsche Ihnen viel Glück und gute Besserung!
Marion