Diabetes, Wasser, Herz-schlecht Luft

Hallo,
es wurde Diabetes festgestellt - Blutabnahme beim Arzt und nüchtern 141, seit ein paar Wochen erhöhter Durst. Derjenige will zunächst einmal selber alleine versuchen das in den Griff zu bekommen, mit Ernährung, er ist Vegetarier. Er nimmt z. B. Sauerkrautsaft, Grapefruit mag er absolut nicht…

Die Leberwerte sind auch SEHR schlecht (von der Einnahme einiger Medis im Vorfeld) - er trinkt KEINEN Alkohol! Der Wert ist DREIMAL so hoch wie normal.

Weiterhin wurden Wassereinlagerungen festgestellt, er bekommt SEHR schlecht Luft, deshalb kann er gegen die Diabetes nicht viel Sport usw. machen, was bleibt sind kleine -langsame- Sparziergänge. Mit Medis hat er innerhalb von
1 1/2 Wochen 7 Pfund abgenommen - vermutlich alles Wasser (oder?), weil die Ernährung gleich geblieben ist.

Der Hausarzt hat ein normales Ruhe-EKG gemacht und einen viel zu hohen Ruhepuls festgestellt (120), sonst war das RUHE-EKG in Ordnung.
Er schrieb eine Überweisung zum Kardiologen aus, Termin aber erst am 08.12.

Der Blutfettwert ist viel zu hoch (254).

Irgendwie ist GANZ PLÖTZLICH alles gleichzeitig aufgetreten.

Gibt es Zusammenhänge untereinander.

WAS kann er SELBER tun, damit es ihm besser geht.

Was könnte die Ursache für all das sein, hat hier jemand vllt.
eine Ahnung oder so. Bitte alles schreiben, was euch einfällt.

Würde mich sehr freuen Antworten zu erhalten, auch sehr gerne mit (alten)
Hausmittelchen gegen -auch einzelne- o. a. Erkrankungen.

DANKE

Grüße
Marie

Hallo,

wenn er will, dass es ihm bald besser geht, sollte er genau das

Derjenige
will zunächst einmal selber alleine versuchen das in den Griff
zu bekommen, mit Ernährung, er ist Vegetarier.

sein lassen und das Problem mit professioneller Hilfe angehen.
Diabetes ist nichts, wogegen Hausmittelchen allein helfen, sonst würden die Leute alle Sauerkrautsaft trinken, statt sich Insulin zu spritzen.
Klar ist es hilfreich, wenn er selbst Initiative zeigen will, es ist sogar absolut notwendig, aber die diabetische Ernährung und weitere Therapiemaßnahmen sollte mit Betroffenen exakt besprochen werden.

Diabetes ist nicht einfach nur ein unschöner Laborwert des Blutzuckers; das weiß dein Bekannter hoffentlich.
Diese Verschiebung des inneren Milieus wirkt sich auf viele Organsysteme aus, darunter natürlich auch die Leber, Blutgefäße, Nerven uvm.

Mit diuretischen („Wasser ausschleusenden“) Medikamenten lässt sich in der Tat recht viel Gewicht innerhalb kurzer Zeit verlieren, wenn sich vorher viele Ödeme angelagert hatten. Ob der Gewichtsverlust allein dadurch kommt, kann ich nicht sagen, weil man die Ödeme gesehen haben und wisen müsste, wie schwer er zu Beginn war (neben ein paar anderen wichtigen Parametern).

An der Stelle deines Bekannten würde ich mich vertrauensvoll an den Hausarzt wenden, wenn der sich mit Diabetes auskennt oder einen Diabetologen konsultieren.

Grüße
Liete

Hallo,
zunächst vielen Dank für die Antwort.

sein lassen und das Problem mit professioneller Hilfe angehen.
Diabetes ist nichts, wogegen Hausmittelchen allein helfen,
sonst würden die Leute alle Sauerkrautsaft trinken, statt sich
Insulin zu spritzen.

O. k. also doch wohl besser die Medis vom Arzt einnehmen.

Klar ist es hilfreich, wenn er selbst Initiative zeigen will,
es ist sogar absolut notwendig, aber die diabetische Ernährung
und weitere Therapiemaßnahmen sollte mit Betroffenen exakt
besprochen werden.

Tja wenn DAS mal gemacht würde… ist wahrscheinlich keine Zeit
im Etat/Budget mehr für vorgesehen…

weil man die Ödeme gesehen haben und wisen müsste, wie

schwer er zu Beginn war (neben ein paar anderen wichtigen
Parametern).

Also im wesentlichen sichtbar waren wohl DICKE angeschwollene Beine.
Er berichtete auch über ein sehr seltsames „Glucksen“, was so
klang (ich habe es selber gehört) wie „Wasser im Bauch“. Ein Ultraschall
beim Hausarzt zeigte aber wohl angeblich kein Wasser im Bauch.

An der Stelle deines Bekannten würde ich mich vertrauensvoll
an den Hausarzt wenden, wenn der sich mit Diabetes auskennt
oder einen Diabetologen konsultieren.

Der Hausarzt trägt den Zusatztitel: „Diabetologisch geschulter
Hausarzt“…

Es wurde gesagt, er soll sich in ein Diabetes-Programm bei der
Krankenkasse (BARMER) aufnehmen lassen, hat er auch beim
Arzt sofort unterschrieben. Er soll im Januar 2011 -und nachfolgend
alle Vierteljahre- wiederkommen. Es wird dann der Langzeitblutwert
ermittelt und die Füße würden begutachtet und einmal jährlich
müsse er zum Augenarzt.
Ist das so o. k. oder zu wenig? Er hat ein vierseitiges Formular
mitbekommen, da steht auch allerlei über die Datenweitergabe drin,
klingt nicht sehr vertrauen erweckend.
Auch steht darin, dass er AKTIV an diesem Programm teilnehmen
MUSS und der Hausarzt immer der Koordinator sei.
Klingt so ein wenig nach „Knebel-Vertrag“…

Kann er jetzt wohl selbständig -ohne Hausarzt-Überweisung- nicht
mehr zu einem Facharzt gehen, z. B. eine zweite Meinung einholen?

DANKE

Grüße
Marie

1 „Gefällt mir“

Hallo,

O. k. also doch wohl besser die Medis vom Arzt einnehmen.

Der verschreibt sie nicht, weil sie so hübsch im Regal aussehen.

Also im wesentlichen sichtbar waren wohl DICKE angeschwollene
Beine.
Er berichtete auch über ein sehr seltsames „Glucksen“, was so
klang (ich habe es selber gehört) wie „Wasser im Bauch“. Ein
Ultraschall
beim Hausarzt zeigte aber wohl angeblich kein Wasser im Bauch.

Glucksen entsteht nur, wenn neben dem Wasser auch Luft da ist. Wenn du eine Wasserflasche bis zum Anschlag voll mit Wasser machst und dann schließt, wird beim Schütteln auch nichts gluckern können.
Ebenso gibt es im menschlichen Gewebe (mit Ausnahme einiger glücklicherweise seltener Krankheitsbilder und Verletzungsmuster) keine Lufteinschlüsse.
Was er an Glucksen gehört hat, muss irgendwo im Gastrointestinaltrakt gegluckst haben, Wassereinlagerungen sind daran aber nicht schuld.

Es wurde gesagt, er soll sich in ein Diabetes-Programm bei der
Krankenkasse (BARMER) aufnehmen lassen, hat er auch beim
Arzt sofort unterschrieben. Er soll im Januar 2011 -und
nachfolgend
alle Vierteljahre- wiederkommen. Es wird dann der
Langzeitblutwert
ermittelt und die Füße würden begutachtet und einmal jährlich
müsse er zum Augenarzt.
Ist das so o. k. oder zu wenig?

Das kann ich dir nicht sagen. Wichtig ist wirklich, dass darauf Acht gegeben wird. An seiner Stelle würde ich mir auch einen speziell geschulten Fußpfleger zulegen. Verletzungen an den Füßen (wie beispielsweise durch falsche Nagelpfeilen oder -scheren) können bei Diabetikern schlimme Folgen haben.

Er hat ein vierseitiges
Formular
mitbekommen, da steht auch allerlei über die Datenweitergabe
drin,
klingt nicht sehr vertrauen erweckend.

Häufig erfolgt eine solche Datenweitergabe aus Forschungszwecken. Es sollte aber in den Formularen explizit erwähnt sein, was aus welchen Gründen an wen weitergegeben wird (Datenschutzgesetz).

Auch steht darin, dass er AKTIV an diesem Programm teilnehmen
MUSS und der Hausarzt immer der Koordinator sei.
Klingt so ein wenig nach „Knebel-Vertrag“…

Die wollen ihm doch nichts Böses. Ich weiß leider nicht genau, worum es in diesem Programm geht, aber es dient ja sicherlich zur Vermeidung von Schäden durch den Diabetes, was durchaus seine Berechtigung hat - sowohl für deinen Bekannten, der sicher gern intakte Füße, funktionierende Augen und Nerven, sowie ein gutes Allgemeinbefinden hat, als auch für die Krankenkasse, die die Operationen durch den diabetischen Fuß, die Therapien des Gefäßkrankheiten etc. bezahlen müsste.

Kann er jetzt wohl selbständig -ohne Hausarzt-Überweisung-
nicht
mehr zu einem Facharzt gehen, z. B. eine zweite Meinung
einholen?

Meines Wissens sollte das möglich sein. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Da müsste man bei den entsprechenden Praxen nachfragen. Sinnvoll ist allerdings eine koordinierte Zusammenarbeit aller behandelnden Institutionen.
Er sollte jedoch keinen Tag zuviel mit erhöhtem Zucker herumlaufen.

Grüße
Liete

1 „Gefällt mir“

Es wurde gesagt, er soll sich in ein Diabetes-Programm bei der
Krankenkasse (BARMER) aufnehmen lassen, hat er auch beim
Arzt sofort unterschrieben. Er soll im Januar 2011 -und
nachfolgend
alle Vierteljahre- wiederkommen. Es wird dann der
Langzeitblutwert
ermittelt und die Füße würden begutachtet und einmal jährlich
müsse er zum Augenarzt.
Ist das so o. k. oder zu wenig? Er hat ein vierseitiges
Formular
mitbekommen, da steht auch allerlei über die Datenweitergabe
drin,
klingt nicht sehr vertrauen erweckend.
Auch steht darin, dass er AKTIV an diesem Programm teilnehmen
MUSS und der Hausarzt immer der Koordinator sei.
Klingt so ein wenig nach „Knebel-Vertrag“…

Hallo,

das „DMP“ (=Diabetes Management Programm) bieten - soweit ich weiß - fast alle Krankenkassen an.
Meiner Meinung nach ist es vorteilhaft. Bei manchen Kassen bekommt man Z.B. am Jahresende die 10.- pro Quartal zurück, andere senden kostenlos superteuere Bücher über Diabetes die sehr gut und informativ sind, etc.

Was ich auch gut finde: man wird alle 3 Monate an die fällige Vorsorgeuntersuchung erinnert, und das ist prima, denn vergessen sollte man die besser nicht.
Das ganze ist also ziemlich nützlich und kein „Knebelvertrag“. Die Kassen möchten einfach vermeiden dass man die befürchteten Folgeschäden (Augen, Herz, Niere, Nerven usw.) bekommt.

Gruß DM

Hallo,
lieben Dank für die Antwort.

Beim momentanen „Krankenkassen-Durcheinander“ weiß man na
nie so wirklich, was die einem noch unterjubeln damit
sie unser Geld bekommen…

Bis jetzt habe ich von meiner Krankenkasse noch nichts
gehört - bin mal gespannt ob da was kommt an Büchern oder so.

DANKE

Grüße
Marie

Hallo,
danke für die Antwort - dafür ein Sternchen.

Grüße
Marie