Hallo,
O. k. also doch wohl besser die Medis vom Arzt einnehmen.
Der verschreibt sie nicht, weil sie so hübsch im Regal aussehen.
Also im wesentlichen sichtbar waren wohl DICKE angeschwollene
Beine.
Er berichtete auch über ein sehr seltsames „Glucksen“, was so
klang (ich habe es selber gehört) wie „Wasser im Bauch“. Ein
Ultraschall
beim Hausarzt zeigte aber wohl angeblich kein Wasser im Bauch.
Glucksen entsteht nur, wenn neben dem Wasser auch Luft da ist. Wenn du eine Wasserflasche bis zum Anschlag voll mit Wasser machst und dann schließt, wird beim Schütteln auch nichts gluckern können.
Ebenso gibt es im menschlichen Gewebe (mit Ausnahme einiger glücklicherweise seltener Krankheitsbilder und Verletzungsmuster) keine Lufteinschlüsse.
Was er an Glucksen gehört hat, muss irgendwo im Gastrointestinaltrakt gegluckst haben, Wassereinlagerungen sind daran aber nicht schuld.
Es wurde gesagt, er soll sich in ein Diabetes-Programm bei der
Krankenkasse (BARMER) aufnehmen lassen, hat er auch beim
Arzt sofort unterschrieben. Er soll im Januar 2011 -und
nachfolgend
alle Vierteljahre- wiederkommen. Es wird dann der
Langzeitblutwert
ermittelt und die Füße würden begutachtet und einmal jährlich
müsse er zum Augenarzt.
Ist das so o. k. oder zu wenig?
Das kann ich dir nicht sagen. Wichtig ist wirklich, dass darauf Acht gegeben wird. An seiner Stelle würde ich mir auch einen speziell geschulten Fußpfleger zulegen. Verletzungen an den Füßen (wie beispielsweise durch falsche Nagelpfeilen oder -scheren) können bei Diabetikern schlimme Folgen haben.
Er hat ein vierseitiges
Formular
mitbekommen, da steht auch allerlei über die Datenweitergabe
drin,
klingt nicht sehr vertrauen erweckend.
Häufig erfolgt eine solche Datenweitergabe aus Forschungszwecken. Es sollte aber in den Formularen explizit erwähnt sein, was aus welchen Gründen an wen weitergegeben wird (Datenschutzgesetz).
Auch steht darin, dass er AKTIV an diesem Programm teilnehmen
MUSS und der Hausarzt immer der Koordinator sei.
Klingt so ein wenig nach „Knebel-Vertrag“…
Die wollen ihm doch nichts Böses. Ich weiß leider nicht genau, worum es in diesem Programm geht, aber es dient ja sicherlich zur Vermeidung von Schäden durch den Diabetes, was durchaus seine Berechtigung hat - sowohl für deinen Bekannten, der sicher gern intakte Füße, funktionierende Augen und Nerven, sowie ein gutes Allgemeinbefinden hat, als auch für die Krankenkasse, die die Operationen durch den diabetischen Fuß, die Therapien des Gefäßkrankheiten etc. bezahlen müsste.
Kann er jetzt wohl selbständig -ohne Hausarzt-Überweisung-
nicht
mehr zu einem Facharzt gehen, z. B. eine zweite Meinung
einholen?
Meines Wissens sollte das möglich sein. Sicher bin ich mir allerdings nicht. Da müsste man bei den entsprechenden Praxen nachfragen. Sinnvoll ist allerdings eine koordinierte Zusammenarbeit aller behandelnden Institutionen.
Er sollte jedoch keinen Tag zuviel mit erhöhtem Zucker herumlaufen.
Grüße
Liete