Liebe Wer Weiss Was User!
Ich bin seit 1992 durch einen Autounfall querschnittgelähmt und sitze im Rollstuhl. Ich bekam seit zwei Jahren eine Diabetes Mellitus II. Meine Zuckerwerte wurden schon mehrfach eingestellt und ich spritze täglich per Flexpen mein Insulin via NovoRapid (ca 2x30 Klicks) und Levimir (ca 2 x 40 Klicks).
Hinzu wird noch das Medikament Metformin Tabletten eingenommen, wobei ich sagen muss dass ich davon Nierenschmerzen und Bauchweh bekomme. Darum nehme ich diese nicht so gerne und nicht so viel wie angeordnet.
Meine Zuckerwert sind nicht vorbildlich und bewegen sich zwischen 150 und 350 Zucker täglich.
Normal muss ich am Tag ca. 10 mal kathetern durch den intermetierten Selbstkatheterismus. Seit einem Jahr aber geht der Urin von selbst ab und das mind. 30 bis 40 mal am Tag in kleinen Mengen (ca 10 bis 50ml). Ich bin dann zum Urologen gegangen und auch er konnte mir nicht weiter helfen. Trotz vermuteter Bakterien in der Prostata, die mit sehr viel Antibiotika (3x Ciprohexal 500mg) behandelt wurden und nach weiteren Tests und Anwendungen half nichts. Auch teilte man mir mit das meine Prostata PSA-Werte recht hoch seien und dass man davon ausgehen sollte, dass ich evtl. Prostatakrebs haben könnte. Zum Glück war dem nicht so, aber trotzdem das häufige Wasser lassen läßt sich bis heute nicht stoppen.
Es ist recht lästig und ich muss nun täglich ca 5 x Tena Men Dreieckswinkel Einlagen und Tena Hosen-Windeln tragen. Selbst die reichen nicht aus, weil sie nach ca. 3 Stunden überlaufen und nichts mehr halten können. Darum habe ich schon 2 Windeln angezogen und kann somit nun 5 Stunden weiterhin im Rollstuhl sitzen bleiben.
Der Urin riecht sehr stark nach Amoniak und selbst ich laufe vor mir davon. Ätzender Geruch sage ich nur! Nun muss ich ständig im Bett sitzen damit ich den recht reizenden Urin gleich weg wischen kann, denn einige offene Hautpartien sind schon angegriffen von dem säurehaltigen Urin. Die offenen Hautstellen bekomme ich kaum noch zu!
Ich habe einen Sanitäsfachhandel und kenne mich relativ gut aus. Jedoch bin ich nun am Ende meines Lateins und weiß nicht mehr was ich machen soll. Ich habe nun eine weitere gute Urologin gefunden die mir Botox in die Blase spritzen will. Das ist ein lähmendes Schlangengift damit die Blase sich beruhigt und nicht mehr von selbst Wasser lässt. Ich glaube schon nicht mehr daran und möchte mich vorab hier in diesem Forum sicherheitshalber erkundigen, ob es evtl. noch andere Möglichkeiten gibt damit ich mein nicht endendes Wasserlassen in den Griff bekomme.
Leider bin ich nicht mehr mobil. Kann kaum noch aus dem Haus gehen bzw. fahren. Kann kaum noch Urlaub machen weil ich längere Flüge kaum noch trocken überstehe. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie für mein Problem eine gute Lösung parat hätten und mir diese mitteilen würden.
Ich freue mich über Ihre geschätzte Mitteilung!
Herzlichen Dank für Ihre konstruktiven Beitrag und Informationen und wünsche Ihnen Allen alles Gute!
Mit besten Grüßen aus Baden-Württemberg
Edgar