ich bin ja nicht ganz so auf dem Laufenden, was im Moment gedaddelt wird und vielleicht ist es auch schon bekannt, aber Datenschutz sollte eigentlich immer ein Thema sein:
Wahrlich Teuflisches hat der Spielehersteller Blizzard vor: Er hat das Spiel Diablo 2 mit einem Patch versehen. Wer das gepatchte Spiel im Internet (Battlenet) spielt, wird rücksichtslos ausspioniert. Dies geht aus einem Bericht des Online-Angebots Tecchannel hervor.
Die Änderungen werden offenbar durch den neuesten Diablo-2-Patch (v1.06) aktiv. Wer sich mit dem vor einigen Tagen veröffentlichten Patch ins das Onlinesystem des Spiels namens Battlenet einloggt, erlaubt über zweifelhafte Lizenzbedingungen dem Betreiber Blizzard, die IP-Adresse und weitere persönliche Daten auszuspionieren. Der Verzicht auf den Patch dürfte Onlinespielern wiederum schwer fallen. Er wird zwingend benötigt, um weiterhin im Battlenet spielen zu können.
EINWILLIGUNG ZUM DATENKLAU
Die Einwilligung zum Datenklau gibt, wer im Internetmenü von Diablo 2 auf „Login“ klickt - eine kleine Warnmeldung weist daraufhin, dass man vorher die geänderten Benutzerregeln lesen sollte. Ein Auszug aus dieser haarsträubenden Vereinbarung: „Blizzard hat das Recht, Identifizierungsinformationen bezüglich der Hardware und des Betriebssystems, einschließlich der Identifikationsnummern der Festplatten, CPU, IP-Adressen zu erhalten, ohne dass Sie darüber informiert werden.“ Und weiter: „Es gehört zur Politik von Blizzard, bei strafrechtlichen Nachforschungen mit den entsprechenden Institutionen in vollem Umfang zu kooperieren, IP-Adressen und damit verbundene persönliche Informationen zu verfolgen sowie alle zur Verfügung stehenden Benutzer-Informationen bereitzustellen.“
Mit diesen Daten lassen sich bequem Benutzerprofile erstellen, denen es an nichts mangelt. Blizzard behält sich außerdem vor, den CD-Key zu sperren. Damit könnten Benutzer, obwohl Sie die Battlenet-Option von Diablo 2 beim Kauf bezahlt haben, nicht mehr im Battlenet spielen.
Dazu mal ein Thread aus dem Forum der Gilde der Lästerer, welche im Mai 1997 gegründet wurde und viel in Spielen wie Diablo 1 und 2 aktiv war bzw. ist.
Hier der Link: http://www.gilden-web.de/foren/ubb/Forum3/HTML/00087…
Um es kurz zu machen: Der Aufwand den Blizzard betreiben müßte, um den User auszuspionieren wäre mit soviel Verwaltungskram verbunden, so das die ganze Sache am Ende unbezahlbar wäre. Und Profit würde Blizzard damit auch keinen machen und den wollen Firmen ja in erster Linie erzielen. Was das Sperren von CD Keys für das Battle.Net betrifft, so gibt es immer wieder Hacker welche die Battle.Net Server hacken. Und das ist eine strafbare Handlung, gegen welche sich Blizzard mit den neuen TOS auch schützen will. Sollte Blizzard also einen Hacker aufspüren, dann werden sie ihn haftbar machen und sein CD Key wird für ungültig erklärt. Es sind also in erster Linie Hacker (welche die Bnet Server hacken) von einer CD Key Sperrung betroffen, sowie Leute mit Accountnamen oder Charnamen wie z.B. Judenschlächter und ähnliches. Ansonsten will ich nur noch anmerken das die Aussagen im neuen TOS von Blizzard halt sehr schwammig sind und viele Deutungsmöglichkeiten enthalten. Warum Blizzard so lange mit einer offiziellen Verlautbarung zu ihren neuen TOS gewartet hat, weiß nur Blizzard allein.
Hierbei bleibt aber doch immer noch die Möglichkeit trotzdem zu spionieren ; Kosten hin oder her . Deswegen kommt mir Diablo 2 nicht ins Haus (na ja vielleicht auch weils mir nicht gefällt)
Black& White soll ja auch „Informationen“ an Lionhead schicken habe ich gehört .Kann jemand näheres dazu sagen?
Dieser Sachverhalt ist bereits seit Ende April bekannt. Die Seiten [url="[http://www.eurotux.de"]Eurotx/url] und [url="[http://www.diabloitems.net"]DiabloItems/url] haben eine Unterschriftenaktion gestartet, um gegen Blizzard vorzugehen. Außerdem wurden bereits die zuständigen Datenschutzbehörden informiert, die ihrerseits Ermittlungen eingeleitet haben und nach eigenen Aussagen, diese Problematik zur Chefsache erklärt haben.