Diäten für notleidende Politiker

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2003/04/04/diae…

Die Beölkerung hat immer weniger in der Geldbörse, doch die Politiker geben sich eine „Gehaltserhöhung“, die jenseits von gut und böse ist.

Grüße
Raimund

http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2003/04/04/diae…

Hallo Raimund,

gewohnt penetrant lästig tritt die Bild-„Zeitung“ auch im Internet auf: Cookies ohne Ende. Die haben also nicht nur drittklassige Legastheniker in den Redaktionen, sondern auch noch Webmaschterles, die nicht kapiert haben, wie man sowas macht.

Zum Thema: So eine prozentual heftige Erhöhung der Diäten ist natürlich schwer verkäuflich und im Moment wohl auch nicht besonders geschickt. Andererseits hat ein Abgeordneter in Schleswig-Holstein heute keine 4.000 Euro brutto. Nach Abzügen bleibt ein Nettoeinkommen, mit dem Du keinen hinter dem Ofen hervor lockst. Von daher halte ich die Erhöhung für gerechtfertigt. Über den Zeitpunkt kann man sich unterhalten, aber passend ist der Zeitpunkt eigentlich nie.

Gruß
Wolfgang

Öl ins Feuer
Hallo,

Die Beölkerung hat immer weniger in der Geldbörse, doch die
Politiker geben sich eine „Gehaltserhöhung“, die jenseits von
gut und böse ist.

die Aufgaben der Landesparlamente und die Arbeitsbelastungen der Abgeordneten haben sich im Zeitablauf geändert. In einigen Bundesländern war das Amt eines Abgeordneten ein Nebenjob, in einigen Bundesländern ist es m.W. immer noch so. Ohne Zusatzinformationen ist mit dem Artikel nichts anzufangen. Z.B. wann war die letzte Erhöhung, wie hoch ist die Arbeitsbelastung im Schleswig-Holsteinischen Parlament usw.

Insofern hake ich den Artikel als Stimmungsmache ab und gehe zu wichtigeren dingen über: Abendessen.

In diesem Sinne.

Christian

Malzeit! o.w.T.
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http://www.bild.t-online.de/BTO/news/2003/04/04/diae…

Die Beölkerung hat immer weniger in der Geldbörse, doch die
Politiker geben sich eine „Gehaltserhöhung“, die jenseits von
gut und böse ist.

Hi!

Habe mir das ganze mal in anderen Zeitungen angeschaut, die teilweise etwas mehr Text übrig hatten als „Skandal“. Dort wurde das ausmaß der Diätenreform etwas angeschnitten und das war schon kompliziert genug. Angeblich haben selbst die Finanzexperten Schwierigkeiten die Folgen genau zu berechnen. Auf gut deutsch: Da wurden sicherlich Diäten erhöht. Angesichts z.B. der Streichung von Funktionsgeldern und der gleichzeiteigen Umstellung der Pensionszahlungen ist der Wert von 45% ganz sicher falsch und plumpe Stammtischparole.

Ciao
Kaj

wohl kaum noch mehr Geld als bislang verdient. Diese Abgeordneten, eine Gruppe von Absahnern betreibt doch, quer durch alle Parteien, mit Ausnahme einiger Weniger Arbeitsverweigerung. In der Privatwirtschaft hätten wir kaum noch diese Mitarbeiter, denen wäre längst fristlos gekündigt worden und vom Arbeitsamt auch wegen verschuldeter Arbeitslosigkeit die Stütze gestrichen worden. Keinen Pfennig mehr diesem faulen, geldgierigen Haufen.

Grüsse Günter

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Am Maler-Stammtisch wohl…
Ob Oelfarbe für eine Diät taugt? :smile:

P.

Hallo Wofgang,

Zum Thema: So eine prozentual heftige Erhöhung der Diäten ist
natürlich schwer verkäuflich und im Moment wohl auch nicht
besonders geschickt. Andererseits hat ein Abgeordneter in
Schleswig-Holstein heute keine 4.000 Euro brutto. Nach Abzügen
bleibt ein Nettoeinkommen, mit dem Du keinen hinter dem Ofen
hervor lockst.

Und jetzt erzählst mir noch, dass dieses ein Durchschnittsgehalt eines Angestellten in Deutschland ist, bzw. an der unteren Einkommnsgrenze liegt?

Na denn rechnen wir mal:

Monatliches Bruttogehalt :4.000,00

Einkommensteuer : 609,83
Solidaritätszuschlag : 33,54
Kirchensteuer : 54,88
Rentenversicherung : 390,00
Krankenversicherung (14,5%) : 250,13
Arbeitslosenversicherung : 130,00
Pflegeversicherung : 29,33

Steuern gesamt : 698,25
Sozialabgaben gesamt : 799,46

Auszahlungsbetrag :2.502,29
für einen der verheiratet ist und keine Kinder hat.

Das hat er schon mal sicher! Kommen ja noch die kleinen Vergünstigungen dazu wie kostenlosen Dienstwagen in seinem Wahlkreis, Aufwandentschädigungen ohne Ende, vielleicht auch noch einen Aufsichtsratsposten, oder so. Einen schönen Posten in der Gewerkschaft oder bei der Raiffeisenverbank, Sparkasse gibt ja auch noch ein paar Almosen her.

Eines frage ich mich schon lange, warum sind die denn so geil darauf, gewählt zu werden?
Bei diesen miserablen Entschädigungen würde ich niemals so ein Amt annehmen, wenn ich so denken würde wie Du.

In der Industrie sagt man doch heute immer, die Löhne sind zu hoch.
Da Du auch Arbeitgeber bist, hätte ich von Dir niemals erwartet, dass Du für Gehaltserhöhungen bist.

Machst Du etwa auch solch kleine Unterschiede wie die in Berlin?
Arbeitnehmer und Politiker müssen mit zweierlei Mass gemessen werden?

Bekommt ein Arbeitnehmer dieses Gehalt und wird unverschuldet arbeitslos, dann bleiben ihm maximal nur noch 1501,37€.
Die Heizung für den Ofen, vor dem er sitzt, kostet nach wie vor das gleiche an Brennstoff, auch alle anderen notwendigen Ausgaben bleiben in gleicher Höhe erhalten.
Nebeneinkünfte hat er auch nicht, wie oben beschrieben, schade!
Der Gesetzgeber erlaubt keinem Arbeitnehmer so etwas. Politiker?

Eines hat er aber sicher, das Gemeckerei, er soll gefälligst in die Arbeit gehen, auch wenn keine da ist!
Und wie geht es unserem Politiker, wenn er sein Mandat verliert, genauso miserabel?

Nur mal in Erinnerung gebracht.

Gruss

Gerd

Servus Christian!

Dann empfehle ich diese beiden Bücher von Hans Herbert von Arnim zu diesem Thema:

**„Politik Macht Geld“, Knaur-Verlag, 2001

„Das System“, Droemer-Verlag, 2001**

(http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/system.htm)

Marco