Hallo Blackfarah,
ich kenne das auch, dass verschiedene Ärzte verschiedene Diagnosen stellen … z.T. auch, obwohl sie nicht die entsprechende Facharztausbildung haben (so hat z.B. mal ein Urologe eine psychiatrische Diagnose in einen Entlassungsbericht geschrieben - der von einer Reha-Einrichtung kritiklos übernommen wurde). Durch meine Ausbildung zur Ergotherapeutin - wo man auch Unterricht in Psychiatrie hat - habe ich festgestellt, das manche Diagnosen als „Arbeitsdiagnosen“ benutzt werden … d.h. die Diagnose wird gestellt und dann erst geschaut, ob man sie bestätigen oder widerlegen bzw. korrigieren kann. Das ist natürlich für einen Laien mitunter heftig - und ich befürworte diese Art der Vorgehensweise auch nicht … aber es hat mir geholfen die „Halbgötter in Weis“ besser verstehen zu lernen.
Als ehemalige Psychiatriepatientin bin ich - über die Jahre - zu folgender Einstellung gekommen: Mir ist es egal, wie die Ärzte meine Krankheit/Störung benennen … Hauptsache die Behandlung ist die richtige. Von mir aus können sie das „indische Nüggelsfüße“ nennen - so lange die Behandlung korrekt und angemessen ist.
Ich habe inzwischen das Glück eine „vernünftige“ Psychiaterin gefunden zu haben, die mich in meiner Heilung unterstützt. Gib’ nicht auf!
LG Aggie