habe eine leider dringende Frage. Warum wird bei Verdacht auf Nieren - CA eine triphasische CT vorgeschlagen, obwohl ein MRT mit KM den gleichen Aussagewert besitzt. Laut Urologe wäre der Aussagewert der CT besser. Immerhin ist es die 3fache Strahlenbelastung statt 1 CT und Risiko Jodallergie.
Das ist so vollkommen richtig. Es braucht erst einmal ein Phase ohne Kontrastmittel und dann mindestens eine nach Kontrastmittel. Standars sind aber zwei Phasen nach Kontrastmittelgabe, eine in einer früheren, arteriell dominierten Phase und einer späteren „Auswaschphase“. In der nativen CT lassen sich Dichtemessungen vornehmen, die man mit den Dichtewerten der KM-Phasen vergleichen kann. Nimmt die Dichte nach KM deutlich zu, bedeutet das, daß der Prozeß durchblutet ist. Bleibt die Dichte nahezu unverändert, ist es vermutlich nur eine eingeblutete gutartige Flüssigkeitsansammlung (z.B., oder etwas anderes gutartiges). Ein Nierenzellkarzinom ist häufig stark von arteriellen Gefäßen durchsetzt, deshalb gibt die frühe Phase durchaus hilfreiche Zusatzinformationen.
MRT geht prinzipiell auch, kann man nur nicht richtig messen, manchmal gibt es Probleme mit der Atmung und - nicht zu vernachlässigen - ist teurer!
Meistens sind Patienten mit dem Verdacht auf einen Nierentumor nicht mehr richtig jung (ok, ist schwer zu definieren…). Die Strahlung des CT ist dann sicher von untergeordneter Rolle. Nur mal so am Rande: Niemand (!!) auf dieser unserer Welt, hat irgendeine Ahnung, was im Dosisbereich der medizinischen Untersuchungen überhaupt passiert. Die ganze Strahlenhysterie basiert auf völlig unbewiesenen Mutmaßungen, die aus den Hochdosisdaten der Atombombenabwürfe stammen.
Trotzdem gilt immer und zurecht ALARA - as low as reasonalble possible oder auch „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“.
Klare Empfehlung: Wenn ein begründeter Verdacht auf eine Nierenraumforderung vorliegt und der Patient nicht gerade 19 Jahre jung ist: 3-Phasen CT!!
Bei solchen Fragestellungen wie Karzinome der großen Abdominalorgane (Leber, Pankreas, Nieren) ist eine dreiphasige Untersuchung leider notwendig, allerdings ist das EINE Untersuchung. 1.Phase ist nativ ohne KM in der Regel über den Oberbauch bis unterhalb der Nieren, 2.Phase ist die arterielle Darstellung des Oberbauches bzw. speziell der Nieren und die dritte Phase ist venös über das gesamte Abdomen, also vom Zwerchfell bis unterhalb der Blase. Bei einer solchen Fragestellung wird die MRT nicht als erste Untersuchung durchgeführt, falls bei der CT Fragen offen bleiben sollten, käme eine zusätzliche MRT in Frage. Die KM-CT bietet gerade im Abdomen den Vorteil einer schnellen und sehr aussagekräftigen, weil sehr übersichtlichen Untersuchung mit großem Untersuchungsbereich. Eine MRT ist wesentlich aufwendiger und teurer und liefert nicht unbedingt die gleichen Informationen. Wegen der Strahlenbelastung sind die Einwände grundsätzlich berechtigt, diese ist recht hoch bei dieser Untersuchung. Moderne CT-Scanner besitzen aber eine automatische Funktion zur optimalen Strahlungsanpassung. Die exponierte Strahlung muss heutzutage dokumentiert werden, sodass nachvollziehbar ist, wie hoch die Dosis der Untersuchung war.
Wie gehabt, die CT ist zur Erstdiagnostik Untersuchungsmethode der Wahl - trotz der Dosis! Wegen des Risikos einer Jodallergie würde ich mir keine Gedanken machen, die KM wurden in den letzten Jahren so verbessert, dass Reaktionen sehr, sehr selten sind, schwere Reaktionen treten fast garnicht mehr auf. Dann Gute Besserung bzw. hoffentlich bewahrheitet sich der Vardacht nicht!
Hallo,
die frage ist erst mal wie alt sind Sie . Ct ist schneller und kann aussage treffen ob schon metastasen da sind . ein punkt ist noch es ist kostengünstiger .
bei dem verdacht so schnell wie möglich ct machen verlaufskontrollen dann mit mrt anstreben .
stefan