Hallo Gemeinde!
Ich fotografiere mit SONY DSC-F828 und Makro derzeit einige meiner 6600 Kleinbild-Dias ab, um sie ins Internet zu stellen.
Die Schärfe der Makrolinse ist nicht berauschend, vor allem in den Bildecken, aber bei der Verkleinerung der 8-Megapixel-Bilder auf 544 x 816 Pixel ist das nicht so schlimm.
Ich habe aber noch keinen Trick gefunden, den riesigen Kontrast den meine Dias haben (mache sehr viele Gegenlichtaufnahmen) einzufangen.
Der Kontrastumfang meiner Dias ist bis zu 1:1000 schätze ich, die Camera kann aber wohl nur die Hälfte oder noch weniger.
In den Cameraeinstellungen gibt es die Option Kontrast + / - womit ich bisher versucht habe (Kontrast auf -) das Bild „zu retten“, das hilft aber offenbar nicht richtig: Die Bilder werden nur flauer, aber der tatsächlich erfasste Kontrastumfang scheint gleich zu bleiben.
Weiss einer der Experten hier einen Trick / eine Abhilfe?
Michael
Alternative Einscannen
Hallo Michael!
Also ich mache das mit dem Scanner. Da ist das als Option vorgesehen. Die Dias passen in ein speziell dafür vorgesehenes Rähmchen. Ich bin Laie, aber die Ergebnisse sind o.k. finde ich.
Gruß
Forrest
Ich habe aber noch keinen Trick gefunden, den riesigen
Kontrast den meine Dias haben (mache sehr viele
Gegenlichtaufnahmen) einzufangen.
Hi,
Der Kontrastumfang eines herkömmlichen CCD-Sensors ist geringer als ein Dia, nicht viel, aber er ist es. Dafür gibt es halt auch Dia-Negativ-Scanner, aber das willst Du sicherlich bewußt nicht (Preis- + Zeitproblem).
Ersteinmal grundsätzliches. Zum abfotografieren solltest Du Tageslicht verwenden. Einen Leuchttisch oder bewölkter Tageslichthimmel wären dafür ideal. Kunstlicht killt schonmal von sich aus einen Teil. Richtige Belichtung ist auch ganz wichtig, möglichst nicht der Automatik überlassen sondern ausprobieren bzw. Belichtungsreihen. Wenn es um die Schärfe geht gibt es Vorsatzachromaten die sind auch am Rand scharf im Gegensatz zu gewöhnlichen Nahlinsen.
Aber wahrscheinlich ist das noch nicht die Antwort die Du haben wolltest, jetzt kommt die hilfreiche Antwort, ist aber mit Arbeit verbunden. Du machst von jedem Dia 2-3 Aufnahmen mit UNTERSCHIEDLICHEN Belichtungen. Eins zu dunkel, das andere zu hell. 3 Blenden unterschied sind meist ideal. Dann legst Du sie in der Bildbearbeitung z.B. in Photoshop übereinander. Was die beste Art ist die beiden Bilder zu verbinden mußt Du ausprobieren, hab ich selbst noch nicht genutzt oder mal bei digitalkamera.de gucken oder so, irgendwo stand das mal umfangreicher beschrieben.
Gruß
Jeff
Keine bis jetzt erhältliche Digitalkamera - auch die Profimodelle nicht - können einen derartig hohen Kontrastumfang wie ein guter Diafilm aufzeichnen. Ein guter Fotoscanner mit hoher Dichte (die ist hier wichtig, nicht die Auflösung) kommt dem projezierten Dia schon recht nahe.
MFG Peter
Yepp, schwierige Sache, wenn man die Erwartung hat, das der Dynamikumfang von Dias digitalisiert werden soll.
Wenn Dein Anspruch so hoch ist, würde ich dir ein exquisites Labor mit entsprechendem (Fuji) Trommelscanner empfehlen.
Studiere am besten deine hiesigen „Gelben Seiten“.
Kann aber eine richtige Latte Geld aufzehren.
vg Jimmy
Hallo Forrest,
so einen Scanner habe ich auch.
Mit Auf- und Durchlicht, maximale Auflösung sind da aber nur echte 600 dpi, die höheren (19000 dpi max.) sind interpoliert und absolut mies.
Außerdem kann der nur 9 Dias gleichzeitig einscannen, und das Ergebnis ist entsprechend durchschnittlich.
Aber danke für Deinen Tip.
Michael
Hi Jeff,
danke für Deine Hinweise.
Ich habe schon einen APO-Chromatische Vorsatzlinse (+10 Dioptrien, zwei verkittete plus eine extra-Linse), das heisst die Farbränder sind schon mal sehr schwach. Aber die Bildfeldwölbung ist noch bemerkbar, und ich kann die SONY nicht stärker abblenden als auf Blende 8. Nötig wäre aber mindestens 16, besser noch 32. Die notwendige Einstellung des Zooms auf 120 mm (bezogen auf KB-Format) hat außerdem noch etwas Kissenverzerrung zur Folge.
Problem ist aber wirklich der Kontrastumfang.
Dieses Übereinanderlegen zweier identischer Aufnahmen mit -1 EV und +1 EV werde ich aber mal probieren!
Mein Wunsch ist natürlich nicht, den Kontrastumfang eines Dias als JPEG-Bild zu speichern (geht m.E. auch gar nicht), sondern ein Bild zu erhalten, bei dem der Kontrastumfang des Dias so weit zusammengestaucht wird, dass er in das JPEG-Format von 0,0,0 bis 255,255,255 passt. Wie es ja auch gemacht wird bei Dias, die in Illustrierten abgedruckt werden!
Michael
Problem ist aber wirklich der Kontrastumfang.
Dieses Übereinanderlegen zweier identischer Aufnahmen mit -1
EV und +1 EV werde ich aber mal probieren!
Mein Wunsch ist natürlich nicht, den Kontrastumfang eines Dias
als JPEG-Bild zu speichern (geht m.E. auch gar nicht), sondern
ein Bild zu erhalten, bei dem der Kontrastumfang des Dias so
weit zusammengestaucht wird, dass er in das JPEG-Format von
0,0,0 bis 255,255,255 passt. Wie es ja auch gemacht wird bei
Dias, die in Illustrierten abgedruckt werden!
Natürlich. Mehr nimmt das Auge ja auch eh nicht wahr. Eine größere Farbtiefe ist nur zur Bearbeitung hilfreich, danach reichen 24bit auf jedenfall. Ich hatte mal einen Prof. Nikon Scanner, wenn man damit Negative scannt ist man erstaunt was alles im Bild drin ist, was auf dem Papier nicht zu sehen ist. Neg. haben ja einen größeren Kontrastumfang als Dias (im allgemeinen, alleine deshalb, damit die Dias bei der Projektion nicht zu flau wirken) Man neigt sehr dazu dann wirklich jedes Detail deutlich sichtbar zu machen. Aber spätestens bei so einem großen Kontrastumfang sollte man doch lieber den Bereich ein wenig begrenzen, wirkt einfach besser. Deine Sonnenuntergangsbilder sind da mal eine kleine Ausnahme, wobei man auch da natürlich nicht immer alles was im Schatten liegt auch wirklich erkennen muß.
Probier es mal aus mit den 2 Aufnahmen, falls Du Probleme hast, sag nochmal Bescheid, dann spiel ich das selbst nochmal durch und guck wie ich das genau machen würde.
Das ist wirklich noch einer der Punkte an der Digitalfotografie die mich stört. Da ist das Analoge + scannen schon im Vorteil oder man kauft sich die Fuji S3Pro die etwa 2 Blenden mehr Kontrastumfang hat. Aber 1. ist die mir zu teuer und zweitens zu billig (von der Verarbeitung und Kamera her) aber der Sensor ist super klasse! Hab mit der auch mal eine weile fotografiert. Selbst bei um 1-2 Blenden fehlbelichtete Bilder (wie bei Negativfilmen) läßt sich noch verdammt viel herausholen.
Gruß
Jeff
Hallo Jeff,
Du hast die Fuji S3Pro ausprobiert?
Das hätte ich auch mal gerne.
Oder noch besser die neue Nikon 12,4 MPixel?!
Ist halt eine Geldfrage.
Vor 10 Jahren habe ich eine semiprofessionelle Nikon-Ausrüstung (für ca. 30.000 DM gekauft) für 1.500 DM verkaufen müssen, weil ich kein Geld mehr zum Leben hatte.
Von diesem Schock habe ich mich bis heute nicht erholt.
Deshalb versuche ich mit allen möglichen Tricks, möglichst billig meinem Foto-Hobby weiter zu frönen (Die SONY DSC-F828 hat meine Frau gekauft, ich habe noch eine 4 m² große Leinwand und einen Leitz Pradovit 253 für meine 6.600 Dias, von denen die ältesten über 20 Jahre alt sind.
Michael
[leicht off Topic]Dias scannen lassen
Hi,
ich lasse demnächst wahrscheinlich ca. 500 Dias bei http://www.diadoktor.de scannen, Kosten wird es so um die 170 Euro, Auflösung 4000dpi. Das ist billiger und besser als ein Dia Scanner, Arbeit hab ich damit auch keine. Naja bin noch am überlegen ob ich die Dias noch mal kräftig durchsiebe, von den 500 guten nur die 250 besten oder so. Kann ja dann mal einen Bericht abliefern, wie die Qualität ist falls es jemanden interessiert. Eine Alternative zu deinem Arbeitsintensiven Vorgehen ist es auf jeden Fall.
Gruss Jan
Hi Jan,
ich habe den Link besucht und mir Angebote machen lassen.
(…)
[Team] Edit
Hallo Michael,
Das wäre für mich nicht bezahlbar. Dafür könnte ich die Dias
dann doch selber abfotografieren.
Die Frage ist doch, ob du wirklich im Augenblick alle 6600 Dias digital brauchst. Für deine Webseite reichen doch sicher weniger und vielleicht rechnet es sich ja dann. Farbkorrektur halte ich für nicht notwendig, da stand das ist nur für sehr alte Dias sinnvoll.
Ich hab einen Microtek 35 plus Diascanner und einen alten Mac(der hat SCSI und da laufen die Treiber) zum Diascannen. Die Bilder auf http://nahfotografie.de/diaframe.html sind zum grössten Teil mit einem Epson Filmscan 200 gescannt, gibts für einen Apple und ein Ei bei ebay. Problem ist nur das es keine neuen Windows Treiber gibt, dafür hab ich den ollen Mac(hat mich 20 Euro gekostet und hat SCSI eingebaut). Mit dem Microtek bin ich nicht so zufrieden, der Epson war IMHO besser - das Teil ist wunderbar verarbeitet, nur das es keine neuen Treiber gibt. Den Microtek hab ich auch mit SANE unter Linux zum laufen bekommen. Neue gute Diascanner gibts ab 280Euro, von allem wo nicht Nikon, Minolta oder Canon drauf steht solltest du aber die Finger lassen.
Gruss Jan
Hallo Jan,
natürlich BRAUCHE ich nicht alle 6600 Dias für die Homepage eingescannt.
Aber ich würde es natürlich begrüßen, wenn ich alle digitalisiert hätte, dann könnte ich 95 Diakästen, den Projektor und die Leinwand verkaufen und hätte Platz gewonnen. Außerdem sind die Dias zum Teil schon über 20 Jahre alt und bleichen langsam aus.
Ich habe mir schon die Alternative überlegt, eine eigenen Diascanner zu kaufen, so für rund 600 Euro incl. Software, der hätte sich schon nach 2000 Dias rentiert und ich könnte ihn weiter nutzen um auch anderen Leuten Dias zu digitalisieren - für z.B. 20 Cent pro Bild statt für 30 Cent.
Glaubst Du dass daran Interesse bestünde?
Die professionellen Scan-Shops - gibt es ja viele - sind halt vergleichsweise teurer, und wer keine 4000 DPI und Super-Höchst-Qualität braucht wäre mit 3600 DPI und sehr guter Qualität (Reflecta ProScan 4000 mit ICE Staub- und Kratzerkorrektur und SilverFast Ai Version 6 IT-8 Software) wohl auch zufrieden, oder?
Michael
Dia-Qualität nur mit Scanner erfaßbar
Hallo!
Wobei ein guter Scanner alleine nicht reicht. Nur wenn die Bilddateien im 16-Bit TIFF-Format abgelegt sind, bleibt der volle Tonwertumfang erhalten. Allerdings solltest Du Dich Fragen, welcher Beamer Dir das reproduzieren kann - vermutlich keiner. Und die hohe Pixel-Auflösung ebenfalls nicht annähernd. Bei so 2048x1536 ist so ziemlich Schluß und die Geräte liegen im fünfstelligen Euro-Bereich.
Man sollte das aber nicht überbewerten, denn auch niedrigere Auflösungen kommen scheinbar extrem gut raus. Vergleiche mal 1024x768 Beamer-Pixel mit einem normalen Dia-Projektor, projiziere dazu nebeneinander! Die Bildqualität liegt in ähnlichen Regionen - rechnerisch ganz und gar nicht, ich weiß, aber die Praxis ist, was zählt. Höhere Beamer-Auflösungen schlagen Dia-Projektoren daher rasch. Hat nichts mit glauben zu tun, sondern mit selber ausprobieren.
Gruß,
Ralf
Hallo Ralf!
Inzwischen schwanke ich nur noch zwischen dem Abfotografieren und dem selber Einscannen, wozu ich mir einen Reflecta ProScan 4000 SilverFast für 550 Euro kaufen müsste.
Das wäre aber immer noch nur ein Viertel der Kosten wenn ich alle 6600 Dias einscannen liesse, und könnte den Scanner auch weiter nutzen.
Michael