Dichtmasse für Zylinder-Fuß/-Kopfdichtung

Ich werde in meinen Heinkel-Motorroller 103A1 (Bj 1959) einen Tauschzylinder einbauen. Mir wurde empfohlen, zwischen den Dichtungen (Fuß und Kopf) und den Motor- bzw. Zylinderteilen eine dauerplastische, hochtemperaturbeständige Dichtungsmasse aufzubringen (hier:smiley:P 300 von WÜRTH).
Was ist davon zu halten?
Nach der Produktbeschreibung würde die Dichtmasse auch alleine zur Abdichtung genügen, könnte also auch auf die Dichtungen verzichtet werden?

hallöle gerhard,

… also meiner erfahrung nach wird „das zeug“ nur im zusammenhang mit dem dichtungssatz aufgebracht und verbaut.
…das schwarze zeug alleine wird beim zusammenbau so stark zusammengedrückt, daß nur ein „hauchdünner“ film zwischen deinen bauteilen übrig bleibt…
… die dichtung selbst hält größeren druck aus…und die schwarze paste schließt alle feinen unebenheiten und risse sehr gut…
wichtig dabei ist, daß du die flächen auf denen du dichtung und paste aufbringst sehr gut reinigst und mit einem planen ölstein behandelst… saubere vorbereitungen in dieser hinsicht versprechen meistens die besten erfolge in sachen „dicht wie original“
… in der mopedschmiede meiner wahl wird das zeug schon jahrelang mit erfolg benutzt und hält selbst die getunten mopeds auf den rennstrecken dicht.
gruß rüdl
PS:… wenn es nur um das geld für den dicht-satz geht… schneid dir deine dichtungen selbst… bei dem was du vorhast kommt es auf 1 stunde mehr oder weniger eh nicht an… und dichtungspappen sind günstig.

Wenn Du anstelle der Dichtung nur das Mittel verwendest erhöht sich der Kompressionsdruck. Das heißt es entsteht eine größere Belastung für die Lager im Motor.
Das Dichtmittel sollte auch nur relativ dünn aber natürlich gleichmäßig aufgetragen werden. Zumindest hab ich es so gelernt.
Weiterhin viel Spaß beim basteln.