Dickblattgewächse

haben im Deutschen so verheißungsvolle Namen wie Geldbaum, Talerbaum oder Pfennigbaum. Doch wie nennt man die Arten auf Lateinisch? Im Internet geht es mit den Namen bunt durcheinander. Ist Crassula arborescens nun der Pfennigbaum oder etwa C. portulacea oder vielleicht C. lactea? Wer kann weiterhelfen?

Hallo N8mahl,

eine ziemlich umfangreiche Sammlung von kurzen Beschreibungen der Crassula-Arten (einschließlich Synonyme) findet man bei

http://www.desert-tropicals.com/Plants/Crassulaceae/…

Die verschiedenen populären Bezeichnungen im Deutschen gehen ziemlich durcheinander, da können schon einmal mehrere Arten in einem Begriff zusammengefasst sein.

Schöne Grüße

MM

Zusatzfrage - wenn’s denn erlaubt ist
Hi ihr Pflanzler,
Ich habe drei wirklich dicke fette gutgenährte Pfennigbäume aus Platzmangel außen aufs Fensterbrett stellen müssen! (Gleich wegschmeissen wäre die Alternative gewesen). Jetzt sind sie kältebedingt tatsächlich eher am verrecken (Zweige und Blätter hängen, erbärmlicher Zustand). Kann ich hoffen, sie im Frühjahr wieder aufpäppeln zu können? Brutal kappen? Oder soll ich mich schon mal innerlich verabschieden?
Freue mich auf optimistisch stimmende Anleitungen,
Anja

Hallo Anja,

erfreulicherweise ist - meine ich - jeder Umgang mit Pflanzen ein Anlass zum Optimismus: Fast jede Gattung hat einzelne Arten von Spezialisten für die seltsamsten Bedingungen. Wenn ich jetzt grade in den Garten komme, freue ich mich nicht nur an den treibenden Schneeglöckchen, Winterlingen, Osterglocken, sondern auch an den Wintererbsen, die dastehen, als sei es März…

Ob es grade bei den Crassulaceen welche gibt, die den Gefrierpunkt in ihrem Gewebe durch entsprechende Zutaten herabsetzen können, weiß ich nicht. Immerhin halten die (nicht verwandten) Sedum-Arten auch eine Menge aus, obwohl sie im Sommer fast nur aus Wasser bestehen.

Zum Abschiednehmen ists noch früh genug, wenn sie im März ohne jeden Tonus herumhängen. Weil Erfrorenes gerne fault, täte ich den Pflanzen im Frühjahr (nicht vorher, Wunden müssen heilen können) alles abnehmen, was sichtlich erfroren ist, und dem Rest etwa zwei bis drei Wochen Zeit geben und schauen, was passiert.

Schöne Grüße

MM

Optimismus…
Lieber Martin

erfreulicherweise ist - meine ich - jeder Umgang mit Pflanzen
ein Anlass zum Optimismus:

So halte ich es eigentlich immer: im absoluten Urvertrauen in die Selbstheilungskräfte meiner Pflanzen. Gut, dass Du mich daran erinnerst! :smile:)

Zum Abschiednehmen ists noch früh genug, wenn sie im März ohne
jeden Tonus herumhängen. Weil Erfrorenes gerne fault, täte ich
den Pflanzen im Frühjahr (nicht vorher, Wunden müssen heilen
können) alles abnehmen, was sichtlich erfroren ist, und dem
Rest etwa zwei bis drei Wochen Zeit geben und schauen, was
passiert.

Genau so hatte ich es vor…
Dir einen schönen Tach,
Anja

eine ziemlich umfangreiche Sammlung von kurzen Beschreibungen
der Crassula-Arten (einschließlich Synonyme) findet man bei

http://www.desert-tropicals.com/Plants/Crassulaceae/…

Danke für den Tipp - wirklich eine Fundgrube (doch leider nur auf Englisch). Kein Wunder, dass es mit den deutschen Namen so durcheinander geht. Sehen sich ja wirklich alle sehr ähnlich, die Crassulaceen.
Gruß: n8mahl

Solange noch ein paar Zweige oder Blaetter im Saft stehen, gibt’s noch Hoffnung (ich wuerde alles faule schnellstmoeglich abschneiden). Fuers naechste mal: der Pfennigbaum vertraegt Frost, wenn er vorher langsam abgehaertet wurde. Hier in Rom wo ich zur Zeit bin, stehen die Dinger ueberall im freien und nehemen keinen Schaden, obwohl die Temperaturen nachts haeufiger mal auf -3° sinken und die Pflanzen morgens manchmal von Raureif bedeckt sind.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

HI
Übrigens wächst aus jedem einzelnen Blatt, wenn du es in Erde steckst und etwas leicht feucht hältst, wieder eine ganze Pflanze heran, und auch aus Stammteilen (vorher ruhig ein paar Wochen trocken rumliegenlassen)
Gruß Axel