Dicke Autoreifen!?

Hi!

Hab eine Frage.Warum haben Sportwagen meistens dicke Autoreifen?Neben dem Aussehen muss es doch noch ein anderes Nutzen geben?!

mfg

Hallo Pandemic,

Hab eine Frage.Warum haben Sportwagen meistens dicke
Autoreifen?

Was um alles in der Welt sind „dicke“ Autoreifen?

Solltest Du „Breitreifen“ meine, bliebe noch die Frage „was ist breit“

Grundsätzlich gilt:
Je breiter der Reifen, desto größer auch die Auflagefläche des Reifens auf der Fahrbahn. Mehr Auflagefläche = bessere Bodenhaftung = höhere Kurvengeschwindigkeit.

Dabei gilt die Faustformel: normaler 175 er Reifen hat pro Rad die Auflagefläche auf der Fahrbahn von ca. 1/2 Postkarte.

Es gilt jetzt noch zu beachten:
Moderne Reifen haben z. Bsp. nur noch 75 % der Höhe im Verhältnis zur Breite. Vorteil: Mit einer geringeren Höhe lassen sich größere Felgen benutzen (17 Zoll anstatt 15 Zoll). Dies bietet mehr „Innenraum“ in der Felge wodurch es möglich ist größere Bremsen am Rad einzubauen.

Versändlich wird dies vielleicht bei einem 35er Reifen. Dadurch lassen sich anstatt 17 Zoll Felgen 21 Zoll Felgen im Radhaus unterbringen .

222kpl

Hallo ,

Grundsätzlich gilt:
Je breiter der Reifen, desto größer auch die Auflagefläche des
Reifens auf der Fahrbahn. Mehr Auflagefläche = bessere
Bodenhaftung = höhere Kurvengeschwindigkeit.

  • kürzere Bremswege.
    Aber das gilt nicht grundsätzlich, sondern es setzt eine genügend weiche Gummimischung des Reifens voraus. Damit der Verzahnungseffekt zwischen Reifen und Fahrbahn stärker zum Tragen kommt.
    Bei Nässe sind Breitreifen von Nachteil, sie schwimmen eher auf (Aquaplaning).
    Auch ist der Rollwiderstand der Breireifen gößer (höherer Spritverbrauch).
    Weiter verlangt ein Breitreifen eine präzisere Radführung, damit die Lauffläche unter allen Bedingungen (Beladung, Kurvenneigung) möglichst parallel zur Fahrbahn ist. Andernfalls gibt’s Kantenlauf mit ungleichmäßigem Verschleiss.
    Und die erforderlichen Lenkkräfte (Rangieren) sind höher.
    Eigentlich überwiegen die Nachteile im Fahrbetrieb von Otto Normalfahrer. Verbleibt nur die Optik, und die lassen sich die Hersteller bezahlen.
    Gruß
    Karl

Hi,

Auch ist der Rollwiderstand der Breireifen gößer (höherer
Spritverbrauch).

Ganz sicher bin ich nicht, aber ist der Rollwiderstand von Autoreifen nicht weitgehend gleich, unabhängig von der Reifenbreite?
Größeren Einfluss sollte der Luftdruck haben.

Was aber bei Breitreifen größer ist, ist der Luftwiderstand und der sollte sich verbrauchsmäßig niederschlagen ebenso wie das höhere Gewicht größerer Rad-Reifenkombinationen.

WoDi

Hallo wodi,

Was aber bei Breitreifen größer ist, ist der Luftwiderstand
und der sollte sich verbrauchsmäßig niederschlagen ebenso wie
das höhere Gewicht größerer Rad-Reifenkombinationen.

Halte ich für eine sehr gewagte Theorie. Vorallem, weil die Luftumströmung und damit die „Windschleppen“ bei der Rad-Felge-Kombination eine wesentlich entscheiderndere Rolle spielen dürfte.

Außerdem, wird durch den Reifen die Stirnfläche des Autos nur unwesentlich (+ 2 %??) vergrößert.

Ich konnte noch nie Topspeed Einflüsse einer neuen breiteren Reifenmischung auf meinem Fahrzeug am Tacho beobachten, wenns nur geradeaus geht.

222kpl

Hallo Wodi,

Auch ist der Rollwiderstand der Breireifen gößer (höherer
Spritverbrauch).

Ganz sicher bin ich nicht, aber ist der Rollwiderstand von
Autoreifen nicht weitgehend gleich, unabhängig von der
Reifenbreite?
Größeren Einfluss sollte der Luftdruck haben.

Schau dir mal Fahrzeuge an, wie den (ausgelaufenen) 3-Ltr-Lupo, die Blue-Motion-Typen von VW etc : die haben alle schmale Reifen.
Geringerer Rollwiderstand und Luftwiderstandsfläche.
Natürlich reduziert auch ein höherer Luftdruck im Reifen dessen Rollwiderstand. Je härter ein Reifen ist, desto weniger Rollwiderstand. Siehe das Stahlrad beim Schienenverkehr …
Gruß
Karl

Hallo Karl-H.Schönfeld,

Schau dir mal Fahrzeuge an, wie den (ausgelaufenen)
3-Ltr-Lupo, die Blue-Motion-Typen von VW etc : die haben alle
schmale Reifen.
Geringerer Rollwiderstand und
Luftwiderstandsfläche.
Natürlich reduziert auch ein höherer Luftdruck im Reifen
dessen Rollwiderstand. Je härter ein Reifen ist, desto weniger
Rollwiderstand. Siehe das Stahlrad beim Schienenverkehr …

nanana, ganz so wollen wir das mal nicht stehenlassen:

Rollwiderstand
Der Rollwiderstand ist jene Kraft, die wir aufbringen müssen um die Walkarbeit der Reifen und die Verformungsarbeit des Untergrundes zu überwinden. Letzteres spielt allerdings nur im Gelände eine Rolle. Bei weichem Boden beträgt er bis zu 15% des Fahrzeuggewichtes. Auf Asphalt allerdings ist er vernachlässigbar klein, da das Fahrzeuggewicht eines Motorrades den Asphalt nur im µ-Bereich verformt.
Entscheidend beim Rollwiderstand sind dabei folgende Größen: Walkamplitude, bestimmt durch Einfederung, Radlast, Reifen-Innendruck
Walkfrequenz, bestimmt durch Fahrgeschwindigkeit sowie Lagerreibung und schleifende Bremsen (können enorm den Fahrwiderstand erhöhen).

Als Faustregel kann man den Rollwiderstand mit
Rollwiderstand FR = 0,015 x Masse x Erdbeschleunigung [N]
bestimmen.

Kurz und schmerzlos im Internet geklaut.

222kpl

Mehr Auflagefläche = bessere Bodenhaftung = höhere Kurvengeschwindigkeit

Einspruch
Die Reibung ist unabhaengig von der Flaeche, es steht dasselbe Gewicht auf mehr oder weniger Flaeche.
Praktisch
macht man den Gummi weicher, so dass der breitere Reifen auch nicht laenger haelt, so kommt die bessere Haftung zustande.
Gruss Helmut

Hallo 222kpl,

Natürlich reduziert auch ein höherer Luftdruck im Reifen
dessen Rollwiderstand. Je härter ein Reifen ist, desto weniger
Rollwiderstand. Siehe das Stahlrad beim Schienenverkehr …

nanana, ganz so wollen wir das mal nicht stehenlassen:

Rollwiderstand: Entscheidend beim Rollwiderstand sind dabei folgende Größen:
Walkamplitude, bestimmt durch Einfederung,

Also ist die Weichheit von Reifen/Gummimischung doch von Relevanz. Und damit ein (Breit)-Reifen für bessere Seitenhaftung einen besseren Verzahnungseffekt ausbildet, wählt man dafür vorteilhafterweise eine weichere Gummimischung.
Stellen wir uns nun mal vor, der Reifen sei extrem weich. Dann müssen wir im Abrollbetrieb entsprechend mehr an Walkarbeit verrichten.
Das erklärt, warum ein Schienenfahrzeug einen (meiner Erinnerung nach um den Faktor 10) geringeren Rollwiderstandsbeiwert hat, als den von dir richtig mit 1,5% zitierten für einen normalen Gummireifen.

Radlast, Reifen-Innendruck
Walkfrequenz, bestimmt durch Fahrgeschwindigkeit sowie
Lagerreibung und schleifende Bremsen (können enorm den
Fahrwiderstand erhöhen).
Als Faustregel kann man den Rollwiderstand mit
Rollwiderstand FR = 0,015 x Masse x Erdbeschleunigung [N]
bestimmen.
Kurz und schmerzlos im Internet geklaut.

Dafür musste nicht erst das Internet erfunden werden. Der Sachverhalt ist - zumindestens in der Fachliteratur - rund ein Jahrhundert bekannt. Damals erreichten Reifen jedoch nur Werte von 2-3%. Heute laufen die leichter ab, deswegen 1,5%.
Gruß
Karl