Liebe/-r Experte/-in,
Hallo,
mein Mann hat eine COPD IIII.
Es geht ihm sehr schlecht. Vor ca. 14 Tagen hat er auf ein mal ganz dicke Füße bekommen. Es ist Wasser.
Mein Mann ist sehr dünn (40kg) und der Arzt hat davon ab geraten, Wassertabletten zu nehmen, weil er dann noch mehr abnimmt. Ich hab gedacht, das Wasser kommt vielleicht vom Cortison, aber der Arzt meinte es kommt vom Herz.
Meine Frage : Soll man die geschwollenen Füße so lassen, oder kann da was passieren ?
Viele Grüße
Viktoria
Hallo,
ich habe auch COPD (IV) und dezent dicke Füße - hauptsächlich Abends - obwohl ich nur noch die Minimalmenge Cortison einnehme. Tabletten dagegen nehme ich wg. der Nebenwirkungen allerdings auch nicht.
Es ist sicherlich ein Problem des Herzens, hier sollte Ihr Mann dringend einen Kardiologen konsultieren.
Gute Besserung an Ihren Mann
mit freundlichen Grüßen
Peter
Hallo Viktoria,
Ihr Arzt hat Recht, was die Wassereinlagerung durch das Herz betrifft.
Leider ist das sogenannte Cor pulmonale eine Folgeerkrankung durch COPD. Allerdings sollte man das Herz immer auch entlasten, d.h. durch geeignete Medikamente unterstützen.
Meines Erachtens nimmt man Ihrem Mann kein Gewicht, wenn er z.B. durch Torasemid ausschwemmt, sondern entlastet das Herz und damit auch die Lunge. Denn die Gefahr, dass sich auch Wasser in der Lunge sammelt, ist immer gegeben. Und damit verkleinert sich die Fläche des Gasaustausches drastisch.
Ihr Arzt kennt Ihren Mann natürlich schon lange und wird wissen, welche die beste Therapie für ihn darstellt.
Alles Gute für Sie und Ihren Mann
Susanne_3008
Hallo Viktoria,
hier ist es grundsätzlich enorm wichtig, die Ursache der Ödembildung abzuklären: bei (vermuteter) kardialer Ursache (Schwäche vor allem der rechten Herzseite) empfiehlt sich möglicherweise eine Sauerstoff-Langzeittherapie, ggf. vorsichtige (!) Gabe von entwäsernden Mitteln; vielleicht Diät (salzarme Ernährung).
Sollte das Ödem - wie bei einem erheblichen Anteil der Patienten mit weit fortgeschrittener COPD - aufgrund eines plötzlichen Krankheitsschubs („Exazerbation“) aufgetreten sein (erkennbar an zusätzlich plötzlich aufgetretener Blaufärbung von Haut und Lippen, vermehrter Atemnot), ist vorauss. eine Krankenhaus-Einweisung notwendig.
In jedem Fall sollte mindestens ein Pneumologe zu Rate gezogen werden, evtl. ist sogar eine Vorstellung im Krankenhaus empfehlenswert.
Viele Grüße und gute Besserung für Deinen Mann!
litterae
Hallo Viktoria,
vielleicht solltet ihr das mit der Herzbelastung mit dem Doc abklären. Dafür gibt es Medikamente.
Gott sei Dank hatte ich keine Herzkrankheit und bin seit Dezember 2011 transplantiert.
Alles Gute und
liebe Grüße
Karin.