Dicke Rendite (?)

Hallo zusammen!

Mit hat ein Steuer-/Anlageberater ein Angebot unterbreitet, mit dem man eine ausgesprochen gute Rendite erzielen kann. Da es um einen Haufen Geld geht, bin ich jetzt natürlich etwas verunsichert, ob das Angebot bzw. die Idee seriös ist oder ob es da irgendwo einen Haken gibt. Vielleicht gibt es hier ja jemanden, der sich bei solchen Investments auskennt und mir einen Rat geben könnte.

So sieht der Vorschlag aus:

Ich soll 70.000 DM (davon 5.000 DM als Agio) in eine Firma investieren, die sich mit Kapitalanlage befaßt (Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen). Mein Einsatz besteht aus 20.000 DM Eigenkapital und 50.000 DM Bankkredit.

Mit der Vor-Einkommensteuererklärung durch meinen Arbeitgeber würde mir die Hälfte meiner Investition als steuermindernd gutgeschrieben. Ich würde im Januar allein durch die Beteiligung eine Rückzahlung von 15.000 DM bekommen. Die Kosten für den Investitions-Kredit könnte ich auf der Steuerkarte eintragen lassen, was eine monatliche Steuersenkung von 120 DM zur Folge hätte.

Nun kommt der Witz an dem Konstrukt:
Die 50.000 DM Kredit werden in Raten von knapp 1.000 DM inkl. Zinsen getilgt. Gleichzeitig zahlt mir das Unternehmen, in das ich investiert habe, meine Einlage über 10 Jahre in Monatsraten zurück (das sind 6.500 DM p.a., also ca. 550 DM pro Monat). Mein Nettoaufwand wäre etwa 320 DM pro Monat.

Nach 6 Jahren ist der Bankkredit weg, das Unternehmen zahlt mir aber immer noch jährlich 6.500 DM (weitere vier Jahre lang). Nach 10 Jahren ist meine Einlage komplett zurückgezahlt. In der Zwischenzeit wurden mit meiner Einlage Erträge erwirtschaftet, d.h. ich bin durch die Gewinne noch immer Teilhaber der Firma. In gut 20 Jahren (mein Eintritt ins Rentenalter) würden so - laut Beispielrechnung mit durchschnittlicher Gewinnerwartung - mehr als 150.000 DM zusammenkommen.

Rechne ich das alles zusammen, komme ich zu folgendem Ergebnis:

6 Jahre x 12 Monate x 320 DM = 23.040 DM
Einlage durch Eigenkapital = 20.000 DM
=> Eigenfinanzierung = 43.040 DM
abzgl. Steuervorteil 1.Jahr von 15.000 DM
==> Nettoaufwand 28.040 DM (auf 6 Jahre)
Ertrag nach ca. 20 Jahren => mehr als 150.000 DM

Ist diese Rechnung seriös oder gibt es da einen Pferdefuß, den ich nicht sehe? Bei der Firma, an der ich mich beteiligen soll, handelt es sich um eine vor kurzem gegründete deutsche Bank, die sich neben den üblichen Bankgeschäften auf Beteiligungen bei Unternehmensgründungen spezialisiert hat.

Tun oder nicht tun?

Grüße
Heinrich

hi heinrich,

die ersten fragen, die du dir stellen solltest:

was hat das unternehmen von der finanzierungsform?
welchen nutzen hat das ganze denn für die überhaupt?
kenn ich den berater gut oder ist es ein dahergelaufener?

so, nun überlege mal. warum sollte ein unternehmen der besagten branche solche finanzierung für ihr unternehmen wollen? ich erkenne keinen grund. du schreibst die bekommen 70TDM von dir, davon 5TDM agio. das agio entspricht meist der provision des jenigen, dem du auf den besagten leim gehen sollst.
überlege mal weiter: ist es nicht einfacher, wenn sich das unternehmen bei der hausbank einen kredit über 7Mio. holt, statt 100 leute finden zu müssen? selbst der verwaltungsaufwand ist schon enorm. wenn du dann noch deine renditeberechnung zugrundelegst, denke ich, würde jede hausbank selbst zur heutigen zeit einem kreditwürdigen unternehmen besseren kredit geben.

fragt sich: warum machen die das nicht? sicherlich haben sie etwas mit dir vor oder deren kreditwürdigkeit ist so schlimm, das es die letzte möglichkeit ist, geld von aussen in die unternehmung zu holen.

weiterer aspekt: schau mal in die bunten prospekte: steht da ggf. irgendwas von „atypische stille beteiligung“? wenn ja, dann sehe ich da ein typisches geschäft a la http://www.nordleas.de/
welche mir schon mehrmals über den weg liefen.

bei denen funktioniert das in etwa nach dem gleichen schema:

du kaufst dich als atypischer stiller ein (mitunternehmer), man zahlt mtl. 100,- DM ein, bis das einlagekonto 18.000 DM beträgt. ein agio von 3000DM geht an den vertreter. dann bekommt man p.a. einen verlustanteil von ca. 3.000 DM „gutgeschrieben“, der dann bei spitzensteuersatz auch ca. 1500DM steuerersparnis ausmacht. das problem: werden irgendwann gewinne erwirtschaftet, musst du diese versteuern wie den verlust, der gewinn wird aber erst deinem einlagekonto wieder gutgeschrieben (in der höhe in der in vorjahren verluste abgebucht wurden). daraus ergibt sich ggf. nach jahren der schicken steuerersparnis eine steuerbelastung.

abschliessend sage ich dazu: gehe mit dem ganzen zu deinem steuerberater oder lass dich von einem seriösen berater den du kennst beraten und den objektiv darüber urteilen, was es bringt und ggf. wo die risiken sind. denn wenn die unternehmung pleite ist, ist bei einer atypischen stillen beteil. z.b. die einlage futsch (meist)!

also, ggf. steuerberater, anwalt, bankkaufmann etc. fragen.

im übrigen fusst die ganze sache auf erwartungen und versprechungen, der kreditvertrag ist dann aber definitiv, denke daran!!!

trotzdem schoenes wochenende

vom showbee

Hi,

ganz kurz.
Der Kredit sieht sehr teuer aus.
Wer ist der Berater? Mein Steurberater macht meine Steuererklärung und gibt mir Hinweise zur steuerlichen Gestaltung. Für Anlageberatung gehe ich woanders hin.
Wer ist der Anbieter?
Was für eine Bank ist das? Keine normale Bank nimmt auf diese Weise Geld auf.
Wie Showbee schon sagte: Du trägst voll dass unternehmerische Risiko. Wenn Die Bank pleite macht mußt Du den Kredit trotzdem zurückzahlen.
Grundsätzlich: Die meisten Steuersparmodelle lohnen sich nur für Leute, die ein zu versteuerndes Einkommen DEUTLICH über 100000,- DM haben.
Und zwar deshalb, weil der abzusetzende Betrag möglichst hoch sein muß um noch Abzüge der Vertriebskosten verkraften zu können und dann sollte er möglichs ganz im Spitzensteurbereich liegen.
Bei einem zu versteuernden Einkommen von 50000-100000 DM ist dies schlichweg nicht machbar. Dort tummeln sich fast ausschließlich Betrüger.

Max

Das sollte eigentlich die Normalrendite sein
Hallo Showbee,

ich verfolge diese Anlagenform seit kurzem und stoße immer wieder auf zum Teil sehr differenzierte und skurile Rechnungen und Meinungen.

Wenn Du aber kritisierst, dass da 5% Agio anfallen finde ich
solltest Du dich doch im Finanzmarkt Fonds, Kredite, Versicherungen Immobilien usw. umsehen, dann wirst Du
feststellen dass es üblich ist Agio zu zahlen und das diese ja irgendwie gerechtfertigt ist, oder arbeitest DU für umsonst ? ? ?

Ich weiß nun nicht wie weit Du Dich mit dem Thema Verzinsung & Steuern in Deutschland und Europa befasst hast, aber in diesem Land ist es einfach üblich den Leuten mit Bausparverträgen und Lebensversicherungen zu kommen und das Geld aus der Tasche zu ziehen , ohen dabei ein schlechtes Gewissen zu bekommen.
Nur weil es die Sparkasse oder wie sie alle heißen muß es nicht gut sein (siehe. Postbank nepp). Mit Zahlen kann mann sehr schön spielen und da das Steuersystem hier doch recht komplex ist,
entstehen (auch unseriöse) Anbieter mit verschiedenen Anlageformen. Da sage ich „Aber was der Bauer nicht kennt das frißt nicht.“ und jeder ist für sein tun und vor allem Lassen selbst verantwortlich, oder ?

Und wenn es die Politik und die „Klugen“ jahrelang geschafft haben, die Befölkerung so zu verblöden dass alle Bausparen oder sich mit 6 % zufrieden geben oder keine Verzinsung auf Ihr Giro erhalten und das OK finden, muß ich sagen „selbst schuld“.

Wenn Du dich in Europa umsiehst, stellst Du fest hhhmmmm…
warum bekommt man denn in Polen bei jeder Bank auf ein normales GiroKonto eine Verzinsung von 10-12 % (ohne verhandlungen)
(wir wollen ja die Devisevrisiken mal außer Acht lassen, ja) und hier nicht ? ? ? ?

Warum gehört der Allianz usw. halb Deutschland und ein Teil der Welt. Buchwertprinzip und Niederstwertprinzip bei LV & co. und die Gehälter und Paläste der netten Berater) Ansparverlust bei Bausparverträgen usw…

Weil es hier zu viele Bauern gibt (ohne persönlich zu werden) die keine Ahnung haben und mit der Dummheit anderer verdient Geld machen, oder ?

Falls Du tatsächlich glaubst, wenn jemand zu einem Finanzberater geht, oder zu einer Bank dann erhält er eine seriöse Beratung
lebst Du glaube ich auf dem Mond. Die verkaufen ja auch nur das, was sie sollen und wo es die beste „Agio“ gibt, oder sind es Samariter und tun es um Dir was gutes zu tun ??

atypische stiller Teilhaber
Kennst Du überhaupt den rechtlichen Unterschied zwischen einem Beteiligten, einem Aktionär und einem typischen sowie atypischen Teilhaber ???

Weißt Du was ein Ausschluss einer Nachschusspflicht bedeutet ?

Das Wort selbst hat eben durch schwarze Schafe eine sehr schlechtes Image, doch ich persönlich muß sagen man sollte hinterfragen. Wenn das Konzept auf einem soliden Fundament basiert, dann bin ich gerne stiller atypischer Teilhaber für 10 Jahre (haltefrist bei gewerblichen Immobilienanlagen nicht selbst genutzt) und zahle erheblich weniger Steuern und komme aufgrund der Rendite, Wachstum, Steuerersparnis usw. auf eine Gute Rendite und verminderte Auffwendung, dann gehe ich gerne nicht zur DeutschenBank und den tollen Namen sondern zu einem Anbieter, dem ich vertraue.

Schönen Gruß an die Bank-Anlageberater die gesagt haben man sollte als privatman doch in Aktien investieren und nach Jahren wird alles automatisch gut. Siehe Konjunkturflaute und USA + folgen. Dort sollten wirklich Profis und nicht Bankangestellte
mitspielen die day by day up to date sind. Die kleinanleger bekommen es ehe am Ende mit wenn sich was großes tut, was die Kurse beeinflußt und dann ist es schon zu spät.
Wer da ins blaue wettet, der ist ein Spieler und kein rationaler
Geldanleger (als Privatmann).

Es ist eben die „komm das kann nicht sein und da muß was faules dabei sein“ Mentalität in diesem Land die wie ein Lauffeuer
schon manche Anlagenformen ins wanken gebracht hat. Die Konkurrenz also Versicherungen und Banken tun ihren eigenen Teil dazu weil die Menschen ja zu denken beginnen und sich nicht mehr
so einfach das Geld aus der tasche ziehen lassen, weil da plötzlich Beteiligungsanbieter auf dem Markt treten die zwar noch keinen Namen haben aber sich durch Umschichtung
in den Bilanzen der traditionellen Anbieter negativ bemerkbar machen.

Also Augen auf beim Anlagenkauf

P.S. Ein gute Erfahrungen mit atypischen Beteiligungen gemachter

nepper, schlepper, bauernfänger!
hi nip,

mensch, da hast du aber ne masse geschrieben…

ich verfolge diese Anlagenform seit kurzem und stoße immer
wieder auf zum Teil sehr differenzierte und skurile Rechnungen
und Meinungen.

klar, es gibt immer die einen und die anderen, bloss gibt es immer schwarze schafe, die die anderen mit in den dreck ziehen!

Wenn Du aber kritisierst, dass da 5% Agio anfallen finde ich
solltest Du dich doch im Finanzmarkt Fonds, Kredite,
Versicherungen Immobilien usw. umsehen, dann wirst Du
feststellen dass es üblich ist Agio zu zahlen und das diese ja
irgendwie gerechtfertigt ist, oder arbeitest DU für umsonst ?

ja, agio ist schon korrekt, nur ist es nicht korrekt ein agio von 3.000 DM für den vertreter zu vereinbaren bei einem vertragsabschluss von 18.000 DM, oder? aber du hast recht, was manche fondsgesellschaften an aufgeld kassieren ist auch jenseits von gut und böse!

Wenn Du dich in Europa umsiehst, stellst Du fest hhhmmmm…
warum bekommt man denn in Polen bei jeder Bank auf ein
normales GiroKonto eine Verzinsung von 10-12 % (ohne
verhandlungen)
(wir wollen ja die Devisevrisiken mal außer Acht lassen, ja)
und hier nicht ? ? ? ?

das darfst du aber eben hier nicht, denn die 10% bekommt man in polen nur, weil sonst keiner geld in polen belassen würde. die inflation zieht der rendite wieder soviel ab, das ein polnisches sparbuch auch nicht besser ist als ein deutsches! im übrigen ist mein motto beim geldverdiehnen (durch arbeit oder anlage): KEINER HAT WAS ZU VERSCHENKEN!

Falls Du tatsächlich glaubst, wenn jemand zu einem
Finanzberater geht, oder zu einer Bank dann erhält er eine
seriöse Beratung
lebst Du glaube ich auf dem Mond. Die verkaufen ja auch nur
das, was sie sollen und wo es die beste „Agio“ gibt, oder sind
es Samariter und tun es um Dir was gutes zu tun ??

ja, richtig, ich meinte damit, er solle zu einem von ihm bekannten und vertrauenswürdigen berater gehen. eine anlage über eine solche summe würde ich nicht aufgrund schicker prospekte von einem unbekannten kaufen und das auch noch an der haustür. der bauernfänger lässt grüssen :wink:

atypische stiller Teilhaber
Kennst Du überhaupt den rechtlichen Unterschied zwischen einem
Beteiligten, einem Aktionär und einem typischen sowie
atypischen Teilhaber ???

ohhh doch, muss ich dir nun aber nicht beweisen, nein?!

Weißt Du was ein Ausschluss einer Nachschusspflicht bedeutet ?

bei einer mitunternehmerschaftlichen atypisch stillen gesellschaft ist diese m.E. nur im innenverhältnis geregelt. im aussenverhältnis ist man mitunternehmer und muss ggf. zahlen, zumindest kann man alles verlieren! echte nachschusspflicht und befreiung davon gibs wohl nur bei der kap.ges. in deutschland.

[…] dann gehe ich gerne
nicht zur DeutschenBank und den tollen Namen sondern zu einem
Anbieter, dem ich vertraue.

siehste, machst du also auch!

schlussstrich (mit 3 s), der (name vergessen) sollte nur dann die anlageform wählen, wenn er sicher ist, dem mann vertrauen kann und alle risiken kennt und versteht. gerade anlage+rendite durch fremdfinanzierung hat risiken en masse!

schönen sonntag

der showbee

Nur den Überblick bewahren

mensch, da hast du aber ne masse geschrieben…

Soll aber die Ausnahme sein, denn man hat ja nicht immer so viel Zeig *g*

klar, es gibt immer die einen und die anderen, bloss gibt es
immer schwarze schafe, die die anderen mit in den dreck ziehen!

Ich sage dazu ver so dumm ist und sich nicht selbst damit befasst was er da kauft kann entweder nicht lesen oder er sit selbst schuld.

ja, agio ist schon korrekt, nur ist es nicht korrekt ein agio
von 3.000 DM für den vertreter zu vereinbaren bei einem
vertragsabschluss von 18.000 DM, oder? aber du hast recht, was
manche fondsgesellschaften an aufgeld kassieren ist auch
jenseits von gut und böse!

In dem Fall sind 3.000,- schon wirklich sehr viel, zu viel.

das darfst du aber eben hier nicht, denn die 10% bekommt man
in polen nur, weil sonst keiner geld in polen belassen würde.
die inflation zieht der rendite wieder soviel ab, das ein
polnisches sparbuch auch nicht besser ist als ein deutsches!
im übrigen ist mein motto beim geldverdiehnen (durch arbeit
oder anlage): KEINER HAT WAS ZU VERSCHENKEN!

Mein Motte lautet:
Wer die Pflicht hat Steuern zu zahlen hat auch das Recht
Steuern zu sparen und Geldverdienen duch arbeit UND durch eine
sichere Anlage. Zu verschenke habe ich eben auch nichts. Aber wenn DU geld in Polen investierst, hast Du mit der dortigen Inflation nichts zu tun, wenn Du es auch nicht dort ausgibst. Du hast einzig und allein ein Währungsrisiko, welches einigermaßen überschaubar ist (langfristige Beobachtung).

ja, richtig, ich meinte damit, er solle zu einem von ihm
bekannten und vertrauenswürdigen berater gehen. eine anlage
über eine solche summe würde ich nicht aufgrund schicker
prospekte von einem unbekannten kaufen und das auch noch an
der haustür. der bauernfänger lässt grüssen :wink:

Ja nur unabhängige Finanzberater sind rar und wollen für Ihre
Beratung zu recht Geld. Aber da ja die Vertragsbedingungen einzelner Gesallschaften, das Steuersystem und die Vielzahl der Anbieter allein in D unüberschaubar sind muß ich sagen ich persönlich kenne keinen Anlageberater, der echt up to date ist.

atypische stiller Teilhaber
Kennst Du überhaupt den rechtlichen Unterschied zwischen einem
Beteiligten, einem Aktionär und einem typischen sowie
atypischen Teilhaber ???

ohhh doch, muss ich dir nun aber nicht beweisen, nein?!

Weißt Du was ein Ausschluss einer Nachschusspflicht bedeutet ?

bei einer mitunternehmerschaftlichen atypisch stillen
gesellschaft ist diese m.E. nur im innenverhältnis geregelt.
im aussenverhältnis ist man mitunternehmer und muss ggf.
zahlen, zumindest kann man alles verlieren! echte
nachschusspflicht und befreiung davon gibs wohl nur bei der
kap.ges. in deutschland.

Ein typischer stiller Teilhaber trägt ein gewisses Unternehmerisches Risiko (da er ohne dieses kein Unternehmer wäre und auch nicht Steuerabzugsberechtigt wäre) und profitiert von den Gewinnen des Unternehmens an dem er beteiligt ist, aber auch an den Verlusten mit all seinen Hab und Gut (wenn er keine Haftungsgrenze vertraglich vereinbart hat oder eine keine Nachschussausschusserklärung hat)

Ein atypischer stiller Teilhaber „hat alles“ was der typische hat
nur das er zusätzlich auch an den stillen Reserven beteiligt wird.

schlussstrich (mit 3 s), der (name vergessen) sollte nur dann
die anlageform wählen, wenn er sicher ist, dem mann vertrauen
kann und alle risiken kennt und versteht. gerade
anlage+rendite durch fremdfinanzierung hat risiken en masse!

Genau. Mir sind manchmal Dinge lieber, die keine tolle Verpackung ode Werbung haben, dafür der Inhalt besser ist.
siehe Kaffee in deutschland usw…

tschau showbee

Hi!

die ersten fragen, die du dir stellen solltest:

was hat das unternehmen von der finanzierungsform?

Ist 'ne AG

welchen nutzen hat das ganze denn für die überhaupt?

Die sammeln Geld, das sie in die drei Bereiche Aktien, Immobilien und Beteiligungen investieren.

Bekanntlich sind Investments in Sachanlagen rentabler als in Geldanlagen (Sachanlagen = Aktien, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen; Geldanlagen = Lebensversicherungen, Bausparverträge, Sparbuch usw.). Als Beleg hat der Berater die Invest-Politik von Allianz, Deutsche Bank usw. erläutert, die ja bekanntlich selbst aus Verlusten Gewinn machen können (Stichwort Sozialisierung von Verlusten wie jüngst die gigantischen Zahlungen durch den Anschlag auf das World Trade Center: Entweder können bestimmte Verluste jetzt buchhalterisch abgeschrieben werden - was Versicherern bislang von Gesetzesseite verboten war - oder die Versicherer müssen massiv Wertpapiere verkaufen, um weitere Verluste zu verhinder - was die Wirtschaft schwer belasten würde -, so O-Ton des Beraters).

Mit dem Geld erwirtschaftet das Unternehmen Gewinne (sog. stille Reserven), an denen ich beteiligt bin (im Gegensatz z.B. zu Lebensverischerungen oder Fonds). Dadurch errechnet sich der hohe Ertrag bei Renteneintritt, obwohl ich meine Beteiligung binnen 10 Jahren zurückgezahlt bekommen habe.

kenn ich den berater gut oder ist es ein dahergelaufener?

Ich kenne ihn nicht. Ich bin angesprochen worden, nachdem ich bei einer Umfrage Marktanalyse meine Einkommensbereiche genannt habe.

weiterer aspekt: schau mal in die bunten prospekte: steht da
ggf. irgendwas von „atypische stille beteiligung“? wenn ja,
dann sehe ich da ein typisches geschäft a la
http://www.nordleas.de/
welche mir schon mehrmals über den weg liefen.

Ja. Das ist der Begriff, der mehrmals in dem Gespräch fiel. Ist das was Unseriöses?

Grüße
Heinrich

Für mich klingt das ganze hochgradig unseriös. Showbee hat die Gründe ganz gut dargestellt.

Dazuhin kommt noch ,daß hier Rendite und Verzinsung durcheinandergeschmissen werden und Vergleiche mit anderen Unternehmensstrategien unter Nennung deren Namens ist auch nicht sonderlich üblich.

Noch eine Frage… wie heißt diese Bank an der du dich beteiligen sollst, oder ist das nur ein Trick um das ganze seriös erscheinen zu lassen?

Wie du sagst, du kennst den Berater nicht, so würde ich es zumindest durch meine Hausbank oder einen Steuerberater prüfen lassen.

Dazu kommt… kannst du dir eine Kreditrate von 1000 DM eisten, falls die AG Konkurs geht und du von dieser Seite nichts mehr bekommst? Den Kredit hast du auf alle Fälle am Hals. Und dann geht deine Rechnung nicht mehr auf…

Ich würde mich nie an so einem Modell mit geliehenem Geld beteiligen ohne dass ich viele Informationen habe, den Verkäufer kenne und zu Ihm Vertrauen habe. Und ich sollte den Kredit eigentlich gar nicht brauchen um mir das leisten zu können.

Ich würde sagen FINGER weg!

mfg Ivo

Bekanntlich sind Investments in Sachanlagen rentabler als in
Geldanlagen (Sachanlagen = Aktien, Immobilien,
Unternehmensbeteiligungen; Geldanlagen = Lebensversicherungen,
Bausparverträge, Sparbuch usw.). Als Beleg hat der Berater die
Invest-Politik von Allianz, Deutsche Bank usw. erläutert, die
ja bekanntlich selbst aus Verlusten Gewinn machen können
(Stichwort Sozialisierung von Verlusten wie jüngst die
gigantischen Zahlungen durch den Anschlag auf das World Trade
Center: Entweder können bestimmte Verluste jetzt
buchhalterisch abgeschrieben werden - was Versicherern bislang
von Gesetzesseite verboten war - oder die Versicherer müssen
massiv Wertpapiere verkaufen, um weitere Verluste zu verhinder

  • was die Wirtschaft schwer belasten würde -, so O-Ton des
    Beraters).

Also wenn mir ein Berater sowas erzählen würde wäre das Gespräch beendet. Was haben die genannten Großkonzerne mit deiner Anlage zu tun? GAR NICHTS! Die zu erwähnen ist ausschließlich ein Verkaufstrick um dir zu suggerieren du wärst ähnlich clever wie die Großkonzerne. Und mit Leuten die mich mit Tricks bearbeiten mache ich keine Geschäfte.
Mir ist im übrigen ganz neu, daß die Bilanzierungsvorschriften wegen WTC geändert werden sollen. Meinen Konzern (AXA) kostet das WTC etwa 500 Mio. Der Gewinn beträgt 2,5 MRD. Bei der Allianz, der Münchener Rück, der Schweizer Rück und den anderen großen sieht das Verhältnis etwas schlechter, aber immer noch gesund aus. Kein großer Konzern kommt wegen WTC auch nur annähernd in Schwierigkeiten. Was der Dir erzählt hat ist Quatsch.

Mit dem Geld erwirtschaftet das Unternehmen Gewinne (sog.
stille Reserven), an denen ich beteiligt bin (im Gegensatz
z.B. zu Lebensverischerungen oder Fonds).

Das ist Blödsinn. Zunächst einmal stehen Stille Reserven und Gewinne an anderer Stelle des Geschäftsberichtes. Stille Reserven in der Bilanz, Gewinne in der GUV. Stille Reserven entstehen durch Bilanzierungsvorschriften, Gewinne entstehen, wenn die Einnahmen die Ausgaben übersteigen. Zudem entstehen bei Fonds keine stillen Reserven, und die Versicherer schütten ihre Gewinne zu 95% aus. Auch werden stille Reserven mal aufgelöst. Zur Zeit nämlich, um den Versicherten weiterhin 6-7% Zinsen bieten zu können. Die gibt der Kapitalmarkt derzeit bekanntlich nicht her.

Dadurch errechnet

sich der hohe Ertrag bei Renteneintritt, obwohl ich meine
Beteiligung binnen 10 Jahren zurückgezahlt bekommen habe.

Die exakte Rechnung würde ich gerne mal sehen.

kenn ich den berater gut oder ist es ein dahergelaufener?

Ich kenne ihn nicht. Ich bin angesprochen worden, nachdem ich
bei einer Umfrage Marktanalyse meine Einkommensbereiche
genannt habe.

weiterer aspekt: schau mal in die bunten prospekte: steht da
ggf. irgendwas von „atypische stille beteiligung“? wenn ja,
dann sehe ich da ein typisches geschäft a la
http://www.nordleas.de/
welche mir schon mehrmals über den weg liefen.

Ja. Das ist der Begriff, der mehrmals in dem Gespräch fiel.
Ist das was Unseriöses?

Die Göttinger Gruppe hat diese Form in den letzten Jahren massiv verkauft. Sie hat davon mittlerweile auf massiven Druck seitens der Aufsichtsämter und (glaub ich) Staatsanwaltschaft Abstand genommen. Etwas viel unseriöseres fällt mir im Moment kaum ein.

Alles in allem: Lass bloß die Finger davon.

Max

nachgedanke
hi heinrich,

noch einen: nicht nur das risiko des kredites musst du einplanen, sondern auch das deines steuersatzes. denn jeder steuerliche verlust wirkt sich nur so hoch aus, wie dein persönlicher grenzsteuersatz ist.

der kann durch viel beeinflusst werden, wenn du z.b. in die arbeitslosigkeit gehst, sparst du null, weil keine einkünfte vorhanden sind. kommt doch noch die grosse steuerreform wie von kirchhof ausgedacht, gibts einen kleineren steuersatz, der dann natuerlich die auswirkung auch benachteiligt.

etc. etc.

also, es gibt viel zu bedenken, wenn der anlageberater seriös ist, kann er damit leben, wenn du sagst, dass du ersteinmal 1-2 monate nachdenkst, berechnest etc.

gruss

vom showbee

Kleine Korrektur für Korinthenkacker

Stille Reserven in der Bilanz, Gewinne in der GUV.

Stille Reserven stehen natürlich nicht in der Bilanz, sondern verbergen sich in ihr :smile:
Ausgewiesen werden sie an gesonderter Stelle im Geschäftsbericht.

Max