Dickes Fell

Hallo Innenleben-Experten,

ich hadere gerade mit dem Problem, dass ich mir tagsüber ein dickeres Fell zulegen sollte. Sprich: mich nicht mehr über jeden Pup ärgern sollte, weil ich natürlich merke, dass mir das auch körperlich nicht gut tut (siehe Medizinbrett: Magenkrämpfe). Letztendlich denke ich mir immer wieder, „was reg ich mich eigentlich so auf…“, ich könnte doch auch sagen „ja mei, was soll’s, dann klappt das jetzt eben nicht so…“. Aber nö, ich reg mich lieber auf, auch wenn auf der Parallel-Festplatte der klar Gedanke da ist: „du bist bescheuert, wenn du jetzt nicht einfach drüber grinst und das gar nicht an dich heran lässt…“. Fehlt die Abgrenzung?

Sicherlich kann ich da nichts von heut auf morgen tun… aber hat jemand einen Tip, wie man sich da selbst „erziehen“ kann?

DAnke für jeden Tip -
und schönen Freitag Feierabend…

Gerry

Moin Gerry,

Sicherlich kann ich da nichts von heut auf morgen tun… aber
hat jemand einen Tip, wie man sich da selbst „erziehen“ kann?

Klar.
Werd MOD in einem der Politikbretter. Entweder kann dich nach 6 Monaten kaum noch was erschüttern oder du bist in therapeutischer Behandlung :smile:

Gruß
Marion

Encounter?
Hoi Marion,

dann beiß ich doch lieber in die Tischkante :wink:

Schönen Abend
Gerry

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Moin Gerry,

Sicherlich kann ich da nichts von heut auf morgen tun… aber
hat jemand einen Tip, wie man sich da selbst „erziehen“ kann?

Klar.
Werd MOD in einem der Politikbretter. Entweder kann dich nach
6 Monaten kaum noch was erschüttern oder du bist in
therapeutischer Behandlung :smile:

…wenn du ein Problem haben solltest :smile:

Gruß
Frank (!)

Hallo Gerry,

ich bin kein Fachmann, aber spontan fällt mir folgende Vorgehensweise ein:

  1. Welche Personen existieren in Deinem sozialen Umfeld?
  2. Welche Personen existieren in Deiner Famile
  3. Wie nah sind sie Dir?
  4. Überlege Dir für jeden Einzelnen, ob er es Dir durchgehen läßt, wenn Du es einfach mal laufen läßt.

Bei jedem, der es Dir nicht durchgehen läßt, überlege Dir: Wieso übernehme ich diese Haltung, daß ich es nicht einfach mal laufen lasse?

Dann überlegst Du Dir für jeden einzeln, wie kann ich erreichen, daß mich seine Meinung nicht mehr interessiert sondern ich selber entscheide, also es laufen lasse wenn ich es eigentlich doch gar nicht kontrollieren will und mich nur dann aufrege, wenn ich persönlich etwas nicht akzeptiern kann.

Das klingt für Dich bestimmt auf den ersten Blick befremdlich aber auf die Art, könnte ich mir zumindest vorstellen, findest Du vielleicht einen Zugang zu Deiner eigenen Wut und lernst sie besser einzuschätzen.

Wenn Du das so weit im Griff hast, mußt Du „nur noch“ lernen, das zu akzeptieren, was Du nicht ändern kannst, oder zumindest solange Du es nicht ändern kannst.

Das ist in wenigen Worten das, was ich mir in mühsamen zehn Jahren selbst erarbeitet habe.

Gruß und schönes Karnevalswochenende

AndyM

Frustrationstoleranz
Hi Gerry

über „Frustrationstoleranz“ haben wir schon öfter disktuiert. Vielleicht findest du in diesem Posting von mir etwas, das dir fürs erste weiterhilft:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

Fehlt die Abgrenzung?

So kann man es nennen, ja.

Gruß

Metapher

…wenn du ein Problem haben solltest :smile:

Hi Frank,

stimmt, in puncto Üben von Frustrationstoleranz kann man sich kaum einen besseren „Helfer“ als dich wünschen :smile:

*zwinker*
Marion

Hallo, Gerry,
vielleicht solltest Du gelegentlich mal laut werden. Brüllen hilft. Es ändert zwar nichts an der Sachlage, aber man kann sich so schön dadurch erleichtern.

Seelische Gesundheit
Ein Mensch frisst viel in sich hinein:
Missachtung, Ärger, Liebespein.
Und jeder fragt mit stillem Graus:
Was kommt da wohl einmal heraus?
Doch sieh! Nur Güte und Erbauung.
Der Mensch hat prächtige Verdauung.

Leider hat die nicht jeder, aber - siehe oben - es gibt Möglichkeiten, sich zu erleichtern :smile:

Besten Gruß
Eckard.

Sicherlich kann ich da nichts von heut auf morgen tun… aber
hat jemand einen Tip, wie man sich da selbst „erziehen“ kann?

Hallo Gerry,

versuchs mal mit einer äußeren Anwendung, nämlich Sport. Du wirst feststellen, dass du in einem guten austrainierten körperlichen Zustand auch emotional belastbarer bist.

Eine andere, relativ schnell wirkende Alternative ist, das fragliche Problem mal zu Hause in einer ruhigen halben Stunde niederzuschreiben. Erst wenn du einen Gedanken oder ein Gefühl zu Papier gebracht hast (=aus dir rausgelassen hast), kannst du andere Gedanken und/oder Gefühle sehen, die dahinter versteckt waren. Dabei kommt einem so manche „Erleuchtung“.

Gruß
Michael

PS: hast du den Typ eigentlich nochmal gesehen, mit dem letztes Jahr was im Gange war? Nur so Interesse halber. Ich will aber keine alten Geschichten aufrühren. Wenn du nicht dazu sagen willst, ist es auch ok.

Hallo Ekhard wer schreit hat doch Unrecht…
…das weisst du doch… *smile*…Gruss Zitronenfalter

Sich auf das einstellen, was es eben ist.
Hallo!

versuchs mal mit einer äußeren Anwendung, nämlich Sport. Du
wirst feststellen, dass du in einem guten austrainierten
körperlichen Zustand auch emotional belastbarer bist.

Eine andere, relativ schnell wirkende Alternative ist, das
fragliche Problem mal zu Hause in einer ruhigen halben Stunde
niederzuschreiben. Erst wenn du einen Gedanken oder ein Gefühl
zu Papier gebracht hast (=aus dir rausgelassen hast), kannst
du andere Gedanken und/oder Gefühle sehen, die dahinter
versteckt waren. Dabei kommt einem so manche „Erleuchtung“.

(Das was ich dazu gefunden habe, läuft ziemlich parallel zu dem was hier oben steht.)
Folgendes ist aus einem Buch zitiert:
Ärgern Sie sich fast jeden Tag mehrmals?
Kränkt es Sie, dass Ihre Anstrengungen oft nicht zu dem angemessenen Erfolg führen?
Stehen Sie häufig unter Stress?
Gibt es fast jeden Tag Situationen, die Sie aufregen?
Wenn Sie diese Fragen insgeheim bejahen, dann heißt das, dass Sie sich überfordern und Ihrem Selbstvertrauen zuviel zumuten.
Wenn es Sie ärgert, dass Ihre Absicht und die aufgewendete Mühe nicht die erwünschte Wirkung haben, oder wenn es Sie entmutigt und kränkt, dass Sie daran gehindert werden, das erhoffte Ziel zu erreichen, dann ist es wichtig, dass Sie vor allem eine innere und, wenn nötig, auch eine äußere Distanz zu der ganzen Angelegenheit schaffen.
Stellen Sie sich vor allem richtig und angemessen auf die gegebene Situation ein. Ändern Sie entweder Ihre Absicht oder wenigstens Ihr Vorgehen.
Damit Sie Ihre eigene Kraft und Fähigkeit spüren, sollten Sie sich erreichbare Ziele setzen. Es ist nützlich, wenn Sie sich fordern und Sport treiben.
Jedesmal wenn eine solche Situation auftaucht halten Sie sich folgenden Leitsatz vor Augen:
„Ich muss mich darüber nicht ärgern, sondern mich auf das einstellen, was es eben ist.“

Mir hat das schon öfters geholfen. Man gewinnt den Abstand der nötig ist.

Wenn die Kollegen der Grund für den Ärger sind: Darüber habe ich folgendes gefunden:
Alltagsszenen im Büro, die einem den letzten Nerv rauben und die kein Mensch braucht, gehören doch zum Tagesgeschäft. Doch wie kann man auf solche vermeintlichen Kleinigkeiten angemessen reagieren? Seinem Ärger wutentbrannt Luft zu machen ist ebenso falsch wie zu warten, bis das Fass überläuft. Ziel muss es vielmehr sein, den Kollegen so anzusprechen, dass er sich zwar nicht persönlich beleidigt, aber doch angespornt fühlt, seine Verhaltensweisen zu ändern. „Gelassenheit siegt!“
Grundsätzlich hat man drei Möglichkeiten:
„Change it, love it or leave it“.
Die erste Möglichkeit, also das Verhalten komplizierter Kollegen zu ändern, ist allerdings schwierig.
Leichter ist es die eigenen Einstellungen zu ändern. Schließlich zwinge uns niemand, uns über den pedantischen, cholerischen oder chaotischen Kollegen zu ärgern. Stattdessen sollten Erwachsene lieber die Sache nicht so eng sehen.
Solange die Ärgerhormone im Gehirn aktiv sind ist an eine vernünftige Argumentation überhaupt nicht zu denken. Versuchen Sie Zeit zu gewinnen und sei es indem Sie auf zwanzig zählen.
Um Zeit zu gewinne hilft auch mit folgender Formel zu reagieren: „Moment mal, Herr XY!“
Ob und wie es den lieben Kollegen gelingt, einen auf die Palme zu bringen, ist in erster Linie eine Frage des jeweiligen Kommunikationstyps. Es sind dies der Emphatiker, der Logiker, der Beharrer, der Macher, der Rebell, der Träumer…
Dabei steht der Buchtip:
Gudrun Fey: Gelassenheit siegt! Walhalla Verlag.

Gruß
Forrest

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Hallo Michael,

versuchs mal mit einer äußeren Anwendung, nämlich Sport. Du
wirst feststellen, dass du in einem guten austrainierten
körperlichen Zustand auch emotional belastbarer bist.

das hab ich bisher noch nicht feststellen können, dass das eine Besserung bringt… zumindest nicht auf dem verminten Gebiet…

Eine andere, relativ schnell wirkende Alternative ist, das
fragliche Problem mal zu Hause in einer ruhigen halben Stunde
niederzuschreiben.

das werde ich auf jeden Fall mal probieren. Vielleicht ergibt sich ein Unterschied im ERgebnis zu den Gesprächen, die ich inzwischen am Wochenende mit Freunden geführt habe (tolle Wochenendbeschäftigung… zum Glück gepaart mit Blaubeer-Crepes…:smile:).

PS: hast du den Typ eigentlich nochmal gesehen, mit dem
letztes Jahr was im Gange war? Nur so Interesse halber. Ich
will aber keine alten Geschichten aufrühren. Wenn du nicht
dazu sagen willst, ist es auch ok.

nein - nie wieder was von ihm gehört oder gesehen.

Danke dir und viele Grüße
Gerry

Hallo Forrest,

allem eine innere und, wenn nötig, auch eine äußere Distanz zu
der ganzen Angelegenheit schaffen.

yes - das hatte ich versucht, mit dem ERfolg, dass man mich für übel gelaunt und destruktiv hielt… scheint also nicht ganz so neutral rüber gekommen zu sein… allerdings frag ich mich da manchmal, wer den Knick in der Optik hat. Ich räume durchaus ein, dass es so wirken könnte, als ob ich schlechte Laune habe, wenn ich versuche mich auch nach außen zu distanzieren - andererseits wird diese Einschätzung meiner Wirkung, die ich nur von einer - maßgeblichen - Person so entgegen gebracht bekomme durchaus auch den Touch der „Schuldabwälzung“…

Stellen Sie sich vor allem richtig und angemessen auf die
gegebene Situation ein. Ändern Sie entweder Ihre Absicht oder
wenigstens Ihr Vorgehen.

tja - da liegt wohl der Hase begraben…

Jedesmal wenn eine solche Situation auftaucht halten Sie sich

folgenden Leitsatz vor Augen:
„Ich muss mich darüber nicht ärgern, sondern mich auf das
einstellen, was es eben ist.“

das ist mir rational völlig klar… trotzdem könnt ich kochen und anderes…

fühlt, seine Verhaltensweisen zu ändern. „Gelassenheit siegt!“

das glaube ich gern…

Gudrun Fey: Gelassenheit siegt! Walhalla Verlag.

Danke dir!!!

Gruß
Gerry

VErhaftung im Wald?
Hallo Eckard,

vielleicht solltest Du gelegentlich mal laut werden. Brüllen
hilft.

das hab ich auch schon überlegt… dazu müsste ich wohl irgendwo in den Wald gehen… - ich hatte bisher nur die Befürchtung, dass irritierte Anwohner die Polizei rufen könnten, wenn sie mich hören…

Gruß
Gerry

Hi Metapher,

das muss ich ausgedruckt in Ruhe heute Abend lesen…

Danke dir erst einmal!
Gerry

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Hallo Andy,

meinst du damit, dass ich versuchen sollte, nicht immer die Kontrolle über alles zu behalten? DAs ist sicherlich eine Angelegenheit, an der ich arbeite… Allerdings fällt einem das im privaten Umfeld leichter als im Job - mir zumindest…

Danke dir
Gerry

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Hallo Andy,

meinst du damit, dass ich versuchen sollte, nicht immer die
Kontrolle über alles zu behalten? DAs ist sicherlich eine
Angelegenheit, an der ich arbeite… Allerdings fällt einem
das im privaten Umfeld leichter als im Job - mir zumindest…

Hallo Gerry,

nein ich meine daß Du immer dann losläßt wenn es Dich gar nicht betrifft, aber festhälst wenn es Dich wirklich betrifft. Ich bin kein Fachmann, ich erlebe nur oft, wie schnell sich Menschen anderer Meinungen anschließen, wenn es darum geht, einen Mißstand anzukreiden. Wie schnell übernimmt man die Klage eines anderen und macht sie sich zu eigen? Ich gehe mal ganz radikal da ran: Jedesmal, wenn Dich etwas beginnt aufzuregen, redest Du Dir selber ein, daß das doch alles nicht so schlimm ist. Und dann schau mal, was übrig bleibst, wo Du Dir selber nicht gewährst es laufen zu lassen. Für eine Übergangsphase ist das vielleicht eine Methode, herauszufinden, was aus Dir kommt und was fremdbeeinflußt ist.

Wenn Du was nicht verstanden hast frag nochmal, ich bin mir nicht sicher ob ich am Rosenmontag so hundertprozentig bei der Sache bin :wink:

Gruß, AndyM

Hallo Gerry,

PMFJI,

vielleicht solltest Du gelegentlich mal laut werden. Brüllen
hilft.

das hab ich auch schon überlegt… dazu müsste ich wohl
irgendwo in den Wald gehen… - ich hatte bisher nur die
Befürchtung, dass irritierte Anwohner die Polizei rufen
könnten, wenn sie mich hören…

Du kannst im Auto brüllen bei geschlossenen Fenstern. Auf der Autobahn ist das gar kein Problem, in Ortschaften drehst Du zusätzlich die Musik laut. Das schnallt sowieso keiner bis Du vorbeigefahren bist. Es merkt auch keiner, wenn Du immer nur um den Block fährst, auch wenn man sich selber ziemlich blöd vorkommt.

Nur *bitte* keinen Unfall bauen weil Du Dich so rein steigerst, versprochen?

Gruß, AndyM

vielleicht solltest Du gelegentlich mal laut werden. Brüllen
hilft.

das hab ich auch schon überlegt… dazu müsste ich wohl
irgendwo in den Wald gehen… - ich hatte bisher nur die
Befürchtung, dass irritierte Anwohner die Polizei rufen
könnten, wenn sie mich hören…

Hallo Gerry,

ich habe das früher immer unter einer Eisenbahnbrücke gemacht. Wenn da ein Zug drüberfährt, ist es so laut, dass dich beim Schreien niemand hört.

Gruß
Michael

Danke
für den Hinweis:wink:

ich habe das früher immer unter einer Eisenbahnbrücke gemacht.
Wenn da ein Zug drüberfährt, ist es so laut, dass dich beim
Schreien niemand hört.

im Moment muss ich doch eher Tassen an die Wand werfen, da dicke Erkältung im Anmarsch (und mit Halsweh und ohne Stimme schreien, bringt nicht wirklich was…).

Grüße
Gerry