die Heiligen
hallo datafox,
kirchen statuen gibt und in lutherischen nicht?!
von Gott ?
wo steht daß es dabei nur um gott geht? lies doch mal. jedes
gehauene bild (statue, relief, hbr. „pessel“) von IRGENDETWAS
(„im himmel oben, auf der erde, im wasser“) ist verboten: man
darf sich nicht vor ihnen „niederwerfen“, sie also verehren
oder anbeten. ganz egal ob es ein mensch ist oder ein tier -
jede statue von irgendwas ist daher problematisch.
Ich versuch mal die kath. Lehre wiederzugeben (ich bin ev. und halte nix von Heiligen etc.):
Die Heiligen werden solche, weil sie Gott besonders gedient haben, in der Frühzeit waren es häufig Martyrer, die lieber gestoerben sind als von ihrem Glauben zu lassen, spätere Heilige zeichnen sich v.a. durch Wundertätigkeit (Krankenheilungen, Visionen oder Wundmalen am eigenen Körper) aus.
Wenn man im Vatikan zu dem Schluss kommt, dass jemand besonders im Glauben gewirkt hat wird dies durch die Heiligsprechung (nach Vorheriger Seligsprechung) dem Kirchenvolk bekannt gemacht.
Nun steht dem Kirchenvolk der Weg offen, die Heiligen zu bitten, beim grossen Schöpfer ein gutes Wort für einen einzulegen.
Der Hintergedanke scheint zu sein
a) wenn der Heilige mich erhöhrt, hab ich einen mächtigen Fürsprecher bei Gott
b) ich bin so klein, dass ich mich nicht auf eine direkte Ansprache Gottes verlassen kann.
Die Verehrung von Heiligen ist definitiv nicht Bestandteil der kirchl. Lehre. Dass die kirchl. Praxis regional/personal anders aussieht, ist davon unbenommen.
man könnte zugunsten der orthodoxen kirche ins feld führen,
daß die ikonen flach sind! (sind sie DESHALB flach? - wäre
ebenfalls spannend. die antiken griechen hatten ja statuen.)
Ich hab auch schon halbreliefs (also ca. 2-3 cm hohe) gesehen
trotzdem ist die frage noch nicht beantwortet. ich dachte
immer, daß die reformierte kirche gegen diese bilder zu felde
zog (und so entstand), und daß das „neue gebot“ darauf
zurückzuführen ist.
Die Götzenverehrung war durchaus ein wichtiger Kritikpunkt Luthers an der damaligen Glaubensausübung. Die Reformatoren haben den dasdurch fehlenden Bezug auf Christus bemängelt. Die Liturgie und die Bilderwelt zeigt deutlich den gewünschten Bezug auf Jesus Christus.
Ein nicht untypisches Altarbild wird hier beschrieben:
http://www.rpi-virtuell.de/arbeitsbereiche/artothek/…
Cranach gehörte neben Melanchton und Buckenhagen zum ensten Umkreis von Luther
Wie Rolf bereits schrieb, war Luther mit der Bilderstürmerei nicht einverstanden. Er fühlte sich (wie auch von Thomas Müntzer) missverstanden.
CIao maxet.
