Grundsätzlich hab ich jetzt verstanden, was ich da machen muss.
Wann immer irgendein f’(x0) gesucht ist, musst Du limx → x0 (f(x) – f(x0)) / (x – x0) ausrechnen, denn so ist f’(x0) definiert.
Es hat mir nur verwirrt, dass die da erst beim letzten Schritt
der Umformungen auf x ungleich … schließen.
Das tun sie ja auch nicht.
dann formen die mit binomischen Formeln um und kommen auf:
-3
— für x ungleich 2.
2x
Dieses „für x ≠ 0“ versteht sich als „aber dieses Ergebnis ist nur gültig, wenn x nicht den Wert 2 hat“. Da steht nicht „und daraus folgt für x der Wert ungleich 2“ – falls Du es so interpretiert hast.
Ist X eigentlich immer ungleich der Zahl Xo ?
Nein, im letzten Schritt des Grenzübergangs, der ja erst nach der geeigneten Umformung des Bruchs überhaupt möglich ist, wird ja gerade x mit dem Wert x0 belegt.
Wär ja eigentlich logisch, oder?
Wenn man immer diese Formel verwendet, kommt man doch früher oder
später auf den Punkt, an dem man nicht mehr weiter darf, oder?
Eher an den Punkt, an dem man nicht mehr weiter weiß… (sorry, kleiner Scherz…
)
Ich erkenn da irgendwie nicht immer, wie ich den Kram umformen
muss.
Du musst ihn solange umformen, bis Du x durch x0 ersetzen darfst, ohne dass Du damit „0/0“ produzierst. Ist Dir das gelungen, hast Du den anspruchvollsten Teil der Aufgabe bewältigt.
2x² - 32
x - 4
Ich würde jetzt, allen Gesetzen zum Trotz,
2x² durch x
und
32 durch 4
teilen.
Wie Du schon sagst: Es gibt keine Rechenregel, die diese Umformung rechtfertigt. Der Rotstift Deines Lehrers würde an diese Stelle ein „f“ schreiben.
Aber ich kann da beim besten Willen keine bin. Formel finden.
Die Zahlen sind ja irgendwie … die haben was miteinander zu tun.
Das kann ich förmlich riechen.
Naheliegend ist, zunächst 2 aus dem Zähler auszuklammern; das führt auf
x² - 16
---------
x - 4
Jetzt kannst Du erkennen, dass der Zähler die Form a² – b² hat (a = x, b = 4: siehst Du es?). Also kannst Du hübsch die dritte binomische Formel a² – b² = (a + b) (a – b) darauf anwenden:
(x + 4) (x – 4)
-----------------
x - 4
Das x – 4 kürzt sich weg und übrig bleibt
x + 4
Gibt es da irgendwelche Gesetzmäßigkeiten, die immer wieder
auftauchen?
Es gibt eine allgemeine Methode, die bei gewissen Funktionen immer zum Ziel führt – die Polynomdivision (implizit findet oben bei dem (x² – 16)/(x – 4) schon genau eine solche statt). Aber plag Dich nicht damit herum. Mit ein wenig Übung wirst Du ein Gespür dafür entwickeln, mit welchen Umformungen Du das Gewünschte erreichst.
Oder muss/kann ich da einfach wild umeinander umformen?
Besser zielgerichtet… smile.
Gruß
Martin