Die beste Fonds-LV ?

Hallo,
ich informiere mich seit einiger Zeit über Fondsgebundene LV
und würde gerne wissen, welche Kriterien ihr für die entscheidenden haltet.
Ist es z.B. wirklich noch ein Vorteil von aspecta, dass die darin
am meisten Erfahrung haben oder kann das eine kleine
Gesellschaft, etwa die Stuttgarter, heute genau so gut.
Ist es ein großer NAchteil ,wenn z.B. der Dt. Herold nur DWS-Fonds
anbietet?

Viele Grüße, trobi

Moin trobi,

da stellst Du eine Frage. Kriterien, die man ansetzen könnte (zunächst mal ohne besondere Reihenfolge):

  1. Bonität der anbietenden Versicherungsgesellschaft. Der Markt ist am wackeln, und mit der wegfallenden Steuerfreiheit wird wohl auch das Neugeschäft der Versicherer bröckeln. Im Zweifelsfall lieber einen Anbieter wählen, der finanzstark ist und wenn möglich keine zu großen Bestände an „kapitalbildenden“ Lebensversicherungen hält - das mag in Zukunft auch Ärger bereiten.

  2. Mal ganz schematisch betrachtet ist ein Kriterium wichtig, hinter dem sich alle anderen anstellen müssen: Welche Rendite Du Dir erwarten darfst. Die stellst Du sicher durch eine entsprechend umfangreiche und hochqualitative Fondsauswahl, mit der Du auf verschiedenste Umstände reagieren und mittels Streuung Dein Verlustrisiko eingrenzen kannst.
    Gut ist, mehrere Fonds gleichzeitig besparen zu können. Auch, Switch und Shift (also Neuanlage und bestehende Anteile) unabhängig verwalten zu können ist schlau - es soll ja nicht langweilig werden, und man weiß nie, was in einigen Jahrzehnten alles kommt.
    Ich würde keine Fondspolice abschließen, die mir nur Fonds einer Gesellschaft zur Wahl stellt. Keiner allein ist so gut, und selbst wenn dem so wäre, wer garantiert Dir, daß es die nächsten dreißig Jahre so bleibt? Bedenke, wenn ein Fonds ausfällt, sollte Ersatz dafür angeboten werden. Stammt alles aus der Kooperation mit einer Fondsgesellschaft, ist das vielleicht nicht möglich.

  3. Kosten schmälern Rendite - wer allerdings was in Rechnung stellt, das kann ich Dir auch nur für einige Gesellschaften sagen. Niemand gibt gern seine Interna preis. Eins dazu: 60% Todesfallsumme. Wirst Du sicher schon recherchiert haben, ich sag’s nur zur Sicherheit nochmal dazu. Manche machen da mal eben 500% draus, das kostet dann richtig - kann man anders günstiger haben.

  4. Flexibilität, in der Fondsauswahl wie im Zugriff auf Dein Geld. Manche wollen Gebühren oder Strafzinsen und ähnliches, wenn Du vorzeitig Summen entnehmen möchtest - das sollte nicht zu teuer für Dich sein.

  5. Beitragsfreistellung, dito. Nur für den Fall, daß es eben mal gar nicht geht…

Ich denke fast, das war’s - ist natürlich leichter zu pauschalisieren als konkret am Angebot herauszufinden.

Ciao,

~c.~

Hallo trobi,

warum willste denn eine Fond-LV??

Wäre eine Todesfallsicherung über eine Risikoleben und dann seperat freie Fonds erwerben nicht sinnvoller??

Gruß
Martin

Hallo Martin,

er will keine Todesfallleistung (Fonds LV 60% der Beitragssumme) - er will Steuerfreiheit der Erträge und Flexibilität!

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Cynric,

da ist einiges falsch und muss leider korrigiert werden!

  1. Bonität der anbietenden Versicherungsgesellschaft. Der
    Markt ist am wackeln, und mit der wegfallenden Steuerfreiheit
    wird wohl auch das Neugeschäft der Versicherer bröckeln. Im
    Zweifelsfall lieber einen Anbieter wählen, der finanzstark ist
    und wenn möglich keine zu großen Bestände an
    „kapitalbildenden“ Lebensversicherungen hält - das mag in
    Zukunft auch Ärger bereiten.

Die Bonität des Unternehmens spielt bei Fondspolicen keine Rolle, weil der Sparanteil in Fonds fließt, also aus dem Unternehmen ab.

Der Anteil an Kapital LV hat auf die Auswahl einer Gesellschaft bei kapitalbildenden Versicherungen auch keine Auswirkung.

  1. Mal ganz schematisch betrachtet ist ein Kriterium wichtig,
    hinter dem sich alle anderen anstellen müssen: Welche Rendite
    Du Dir erwarten darfst. Die stellst Du sicher durch eine
    entsprechend umfangreiche und hochqualitative Fondsauswahl,
    mit der Du auf verschiedenste Umstände reagieren und mittels
    Streuung Dein Verlustrisiko eingrenzen kannst.
    Gut ist, mehrere Fonds gleichzeitig besparen zu können. Auch,
    Switch und Shift (also Neuanlage und bestehende Anteile)
    unabhängig verwalten zu können ist schlau - es soll ja nicht
    langweilig werden, und man weiß nie, was in einigen
    Jahrzehnten alles kommt.
    Ich würde keine Fondspolice abschließen, die mir nur Fonds
    einer Gesellschaft zur Wahl stellt. Keiner allein ist so gut,
    und selbst wenn dem so wäre, wer garantiert Dir, daß es die
    nächsten dreißig Jahre so bleibt? Bedenke, wenn ein Fonds
    ausfällt, sollte Ersatz dafür angeboten werden. Stammt alles
    aus der Kooperation mit einer Fondsgesellschaft, ist das
    vielleicht nicht möglich.

Das ist richtig!

  1. Kosten schmälern Rendite - wer allerdings was in Rechnung
    stellt, das kann ich Dir auch nur für einige Gesellschaften
    sagen. Niemand gibt gern seine Interna preis. Eins dazu: 60%
    Todesfallsumme. Wirst Du sicher schon recherchiert haben, ich
    sag’s nur zur Sicherheit nochmal dazu. Manche machen da mal
    eben 500% draus, das kostet dann richtig - kann man anders
    günstiger haben.

Betrachte es anders - Du musst Dir eine Hochrechnung mit 0% Wertentwicklung machen lassen und hast dann ein klares Bild über die Kostenstruktur durch den Abgleich mit der Beitragssumme!

  1. Flexibilität, in der Fondsauswahl wie im Zugriff auf Dein
    Geld. Manche wollen Gebühren oder Strafzinsen und ähnliches,
    wenn Du vorzeitig Summen entnehmen möchtest - das sollte nicht
    zu teuer für Dich sein.

Richtig!

  1. Beitragsfreistellung, dito. Nur für den Fall, daß es eben
    mal gar nicht geht…

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Trobi,

lass Dir eine Hochrechnung erstellen mit 0% Wertentwicklung auf der Basis Deines Beitrages, dann erkennst Du die Kosten, die der Versicherer hinterlegt.

Eine Fondsgesellschaft wäre schlecht - eine möglichst hohe Auswahl verschiedener Fonds verschiedener Gesellschaften.

Shiften und Switchen - also der Wechsel der Anlagestrategi des Mittelzuflusses und das umsetzen der Fondsvermögen ohne Gebühren - zumindest 2-3 mal pro Jahr. oder öfter.

Einschluss von BU-Beitragsbefreiung!

Beitragsgarantie - ist aber ab 4-5% Wertentwicklung kontraproduktiv - frist Rendite!

Gut sind Condor und neue Leben

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Haaaaallo Thorulf,

er will keine Todesfallleistung (Fonds LV 60% der
Beitragssumme) - er will Steuerfreiheit der Erträge und
Flexibilität!

Dann nehme er einen Aktienfond und fertig. Da ist doch alles drin. Jaja ich weiß schon das in Aktienfonds Anteile zu versteuern sind, nur sind die MM so gering das nach Ablauf der Spekulationsfrist der gleiche Effekt erziehlt wird.

Gruß
Martin

Hallo erstmal,

ich habe hier ja eine Menge unterschiedliche Meinungen gehört. Zu allererst bleibt zu fragen warum möchtest du eine Fonds-LV? Häufig macht es mehr Sinn eine Fondsgebundene Rentenversicherung auszuwählen und dann den Todesfallschutz flexibel separat zu regulieren.

Es macht durchaus Sinn entgegen manch anderer Meinung eine Versicherung - egal ob Rente oder LV - abzuschließen, hier sind nur drei Argumente zu nennen:

  • Steuerfreiheit aller Kapitalerträge unabhängig von Art des Investmentfonds (Rentenfonds & Immo-Fonds sind voll zu versteuern). Wenn man schon Wert auf switchen legt dann sollte man auch bedenkenlos in Rentenfonds oder Immo-Fonds wechseln können.

  • Switchgebühren fallen grundsätzlich an, bei einer direkten Fondsanlage, es sei denn man kauft Fonds ohne Ausgabeaufschlag.

  • Eine Fondsgebundene Versicherung ist die einzige Möglichkeit seine Sparrate gegen BU abzusichern (ließe sich aber bei Berücksichtigung in der BU-Rente mit einrechnen und somit relativieren).

Grundsätzlich ist zu der Frage in Bezug auf den Deutschen Herold zu sagen, dass die DWS eine erstklassige Kapitalanlagegesellschaft ist bei der man auch in der breiten Masse gute Fonds hat. Es gibt allerdings auch Fondsgebundene Versicherungen bei denen man die sogenannten Klassiker einfach mit drin hat, wie Templeton und Pioneer. Die Gerling Versicherung hat eine solche Fondsgebundene Rente.

Allgemein halte ich es für überflüssig 2-3 mal im Jahr swithcen zu können, ich weiß nicht was Du für Hobbys hast aber bei derartig langen Verträgen sollte man mit einem Switch einmal jährlich prima auskommen. Versicherungen sind keine Spekulationsprodukte.

Du kannst Dir selbstverständlich die Mühe machen und alle möglichen Angebote „zu Fuß“ vergleichen, aber suche Dir lieber einen Makler deines Vertrauens der zum Beispiel mit Morgen & Morgen-Software arbeitet und dir die Unterschiede aus einer Hand aufzeigen lassen kann.

Das sind alles nur Anregungen, um eine geeignete Versicherung zu finden. Ich wünsche dir viel Erfolg bei einer geeigneten Auswahl.

Fedaykin
-Versicherungsmakler -

Hi Thorulf!

Danke für Deine Hinweise.

Habe den Eindruck, ich habe vielleicht einige Gedankensprüunge gemacht, die nicht direkt verständlich ausgedrückt waren. Korrigier mich gerne, vielleicht habe ich ja tatsächlich was übersehen.

Die Bonität des Unternehmens spielt bei Fondspolicen keine
Rolle, weil der Sparanteil in Fonds fließt, also aus dem
Unternehmen ab.

Ist zunächst richtig, meine Rendite ist davon nicht abhängig. Auf Sicht von dreißig Jahren aber ist mir wichtig, ob die „verwaltende“ Versicherungsgesellschaft finanzstark genug ist - klar, im Konkursfall bekäme ich meine Fondsanteile, auf die hätte das keinen Einfluß, aber die weiteren Vorteile des Modells gingen mir flöten.

Der Anteil an Kapital LV hat auf die Auswahl einer
Gesellschaft bei kapitalbildenden Versicherungen auch keine
Auswirkung.

Ebenfalls Langfristüberlegung: Gesellschaft mit hohem KLV-Bestand mag in der Zukunft aufgrund der schlechten Anlagepolitik des Modells und der getroffenen Zinszusagen in Schwierigkeiten kommen, wenn das Neugeschäft wegbricht. Andererseits hat sie bis dahin schon Massen an Geld für sich eingesammelt, daher magst Du durchaus recht haben.

Betrachte es anders - Du musst Dir eine Hochrechnung mit 0%
Wertentwicklung machen lassen und hast dann ein klares Bild
über die Kostenstruktur durch den Abgleich mit der
Beitragssumme!

Stimmt. Wobei einige Versicherer die „nicht verbrauchten“ Beiträge für den Risikoschutz (Überschüsse) direkt in die Hochrechnung zurückfließen lassen und andere sie außen vorhalten, und das mitunter auch in verschiedener veranschlagter Höhe, je nach gerechneter Risikofallhäufigkeitserwartung. Fand ich immer sehr verwirrend und auch wenig nachvollziehbar, aber wer wundert sich noch über Versicherungsmathematiker.

Aber genug der Fachidiotie. Letzten Endes hast Du recht, die Kernkriterien sind klar.

cheers,

~c.~

Die Sache mit der 0% Wertentwicklung leuchtet mir sehr ein und habe diese Zahl auch von meiner Bank bekommen. Was aber gilt denn als fair oder guenstig? Waere dankbar fuer Erfahrungswerte.

Hallo Nicola,

der Wert sollte möglichst hoch sein in Relation zu Deinen eingezahlten Beiträgen = Beitragssumme.

Wobei ich kaum glaube, dass eine Bank bei einer Fondspolice gut berät, weil sie ja nur das Produkt Ihres Versicherungspartners haben und verkaufen.

Viele Grüße
Thorulf Müller

Hallo Fedaykin,

Allgemein halte ich es für überflüssig 2-3 mal im Jahr
swithcen zu können, ich weiß nicht was Du für Hobbys hast aber
bei derartig langen Verträgen sollte man mit einem Switch
einmal jährlich prima auskommen. Versicherungen sind keine
Spekulationsprodukte.

Es ist nicht notwendig - schadet aber auch nicht!

Du kannst Dir selbstverständlich die Mühe machen und alle
möglichen Angebote „zu Fuß“ vergleichen, aber suche Dir lieber
einen Makler deines Vertrauens der zum Beispiel mit Morgen &
Morgen-Software arbeitet und dir die Unterschiede aus einer
Hand aufzeigen lassen kann.

Seit wann ist die Nutzung von morgen&morgen ein Qualitätskriterium. Bei der Auswahl von Fondspolicen in keinster Weise! Dabei kann dieses Programm eigentlich nichts vergleichen!

Viele Grüße
Thorulf Müller
Versicherungsmakler

Vielen Dank fuer Deine Antwort. Die Quote, die ich bekam war 92000fuer einen Einsatz von 100000, also 8% Kostenquote. Ist das nun hoch oder niedrig im Vergleich?