Hallo!
Ich möchte gerne einmal einen anderen Ansatz vorschlagen, als die Konzentration rein auf die eine spezielle Schule.
Weshalb sich nicht zunächst einmal überlegen, welches Schulsystem man für am sinnvollsten hält und dann innerhalb dieses Systems eine gute Schule suchen?
Das US-Highschool-System entspricht der deutschen Reallschule. Die Geister scheiden sich hier erst bei der Wahl des Colleges und darauffolgend der University. Hier werden dann die Unterschiede gemacht und die Ausbildung ist auf den guten Institutionen sehr teuer aber auch international höchst anerkannt und quasi ein Garant für einen guten Job.
In Großbritannien sieht es bei den Schulen ganz ähnlich aus. Ein Studium dort dauert in vielen Fächern gerade 3 Jahre, die universitäre Ausbildung ist aber auch nicht schlecht. Im Job sind die Briten uns Deutschen oft überlegen, obwohl gerade unsere Uni-Absolventen sie wegen der kurzen Studiendauer oft belächeln.
Auch in GB gilt: eine gute Uni ist teuer.
Selbst innerhalb Deutschlands gibt es hinsichtlich der Schulausbildung zwischen den einzlenen Bundesländern große Unterschiede. Abis in Rheinland-Pfalz und in Bayern an normalen staatlichen Schulen können quasi nicht verglichen werden, die Bayern sind sehr weit vorne.
Dennoch kann ein RP-Abiturient locker beruflich erfolgreich sein, denn, und jetzt kommt der Knackpunkt, die Geister scheiden sich beim Studium. Hier würde ich wirklich wert darauf legen, dass meine Kinder an eine gute Universität gehen, die eine gute Ausbildung und gleich das richtige Netzwerk bietet.
Ich gehe davon aus, dass Ihr Euch wünscht, dass Eure Kinder nach Abschluß der Schule dann auch studieren.
Der in meinen Augen optimale Weg sieht also so aus, dass die Kinder dort Abitur machen, wo die Eltern leben. Sofern dies ein entwickeltes Land ist und der Schulabschluß in allen vernünftigen Ländern an den Unis anerkannt wird, reicht das.
Ich würde keinesfall quer um die ganze Welt ziehen, nur dass meine Wichte an die allerbeste Schule (wer setzt dafür überhaupt die Maßstäbe?) gehen können.
An die Uni können sie dann sowieso alleine gehen.
Haben die Kinder dann das Abi, würde ich einen nach St.Gallen/CH zum Wirtschaftsstudium und einen nach Boston zum Medizinstudium oder an das MIT zum Naturwissenschaftsstudium schicken.
Ein Masterprogramm mit Vertiefung der Sprachkenntnisse in Japan kann man sich als Krönung dan noch überlegen, wenn schon während der Schulzeit und des Studiums auf eine multilinguale Weiterbildung geachtet wird.
Das sind m.E. die besten Voraussetzungen, die man seinem Kind ausbildungsmässig mitgeben kann, so es denn will.
Grüße,
Mathias
P.S.: die für mich beste Schule war das KFW in Pullach bei München. Fördern, fordern, faires Verhalten und beste Erinnerungen an meine Schulzeit mit einigen guten Freunden, die mir erhalten geblieben sind. Nachmittagsunterricht, moderates Schulgeld, Stipendienmöglichkeiten.
Zudem sollte man niemals vergessen, dass auch die vordergründig besten Schulen nicht 100%ig positiv für das individuelle Kind sein müssen. So kenne ich z.B. einige ehemalige Salem-Schüler, die v.a. wegen schulischer Probleme an anderen Schulen dorthin kamen und dort nur noch weiter verdorben worden. Das Abitur haben sie alle nicht geschafft. Salem ist nicht nur, aber eben auch ein „Sammelbecken der negativen Auslese“ (Zitat eines meiner Lehrer) unter den Kindern der deutschen Reichen und Schönen…