Die Bibel, das älteste Märchenbuch?

HAllo Jutta

es ist sehr interessant,daß du dich damit beschäftigst, und ich muß dir sagen, einige Punkte von dir kann man nicht leugnen.
Du hast dich in deinem Artikel auf die Christliche Einstellung zu JEsus beruht
meine Frage an dich ist: Kennst du denn die Sichtweise aus islamischer Sicht?
Muslime beruhen sich darauf, daß Jesus, wie du erwähnt hast, kein Gott war, sondern, ein Mensch, wie jeder anders Sterbliche auch, nur mit einer Speziellen Sache, er war ein Auserwählter Gottes, ein Prophet, wie schon viele vor Ihm da gewesen sind, wie z.B.Adam, Moses, Abraham, Yosef, Yonas, Isaak,Ibrahim
Salomon, David u.s.w(Frieden auf Ihnen).
Jesus hat auch wie du erwähnt hast, die Ursprüngliche Wahrheit versucht zu bringen, nämlich, „Es gibt keinen Gott außer dem EINZIGEN Gott“.Doch die Menschen haben ihn unberechtigter weise zu einem Gott gemacht.
Jesus war Prophet und seine Mutter eine der gläubigsten Frauen aller Welten.
Nie hat Jesus gesagt: Betet mich an, ohne Jesus hat nie irgendetwas über die Trinität erklärt, bzw. den Menschen vordefiniert.
Alleine , es gibt nur ein Gott, ist das ,was alle Propheten verkündet haben, so auch das Siegel aller Propheten und der Abschluß des Prophetentums durch Muhammad(Frieden und Segen auf Ihm).
Im übrigen besteht die Bibel aus 2 göttlichen Offenbarungen die Thora und das Evangelium. wobei man bis heute für die Öffentlichkeit kein komplettes Original-Skripte vorweisen kann, indem jeder normale Bürger, sich mit der Wahrheit dieser Bücher auseinander setzen kann. Fakt ist
es wurde im Judentum und Christentum genug gespielt und geändert nach Belieben…

siehe 1. 2. u.s.w KOnzil von Nizäa etc…

Gott weiß was wir tun, und derjenige, der die Wahrheit erkennt und sie nicht annimmt,
ist weit abgekommen vom rechten Weg.
Gott (Allah) braucht uns nicht, aber wir brauchen ihn…

Grüße
Rafato

Nach Juttas Definition

sind alle Anhänger des Islam Christen,
weil der Islam Jesus als Menschen
durchaus anerkennt.

Was für ein Unsinn!
Die Tatsache, daß ich Jesus lediglich als „Reformator“ bezeichne und nicht als Gottes Sohn erzwingt in meinen Augen keinen Wechsel der Religion. Wie viele (erfreulicherweise) gepostet haben, reicht es schon völlig aus, die Geschichte eines einzigen mutigen Menschen zu haben, um sich an ihm zu orientieren. Viele der AUssagen, die Jesus zugesprochen werden (und die eigentlich im geschichtlichen Kontext zu sehen sind) haben auch heute ihren Sinn nicht verloren. Ich bin allerdings nicht der Ansicht, das „weise“ gleichbedeutend mit „göttlich“ ist. Daß die auf den Lehren von Jesus basierende Religion „Christentum“ genannt wird, ist eine Entwicklung, die mir persönlich nicht so schmeckt. Anstatt nach Unterschieden (unsere Religion ist ja besser als eure, ätsch) zu suchen, sollten sich die „Hüter der Wahrheit“ aller Weltreligionen auf die Gemeinsamkeiten besinnen, denn derer gibt es eine ganze Menge. Ich halte nichts von unterschiedlicher Etikettierung. Damit will ich nicht sagen, daß es eine einzige große Religion geben kann und soll, dazu sind/ und müssen zu viele regionale und kulturelle Eigenheiten befriedigt werden, aber die Suche nach den gemeinsamen Wurzeln wäre ein Weg aus der Krise und der AUseinandersetzung, oder? Könntet Ihr Euch vorstellen wie toll es wäre, wenn (jetzt noch) islamische, jüdische, buddhistische und christliche Forscher sich gegenseitig unterstützen würden? Wenn sie sich gegenseitig ihre Unterlagen und Dokumente zur Verfügung stellen würden? Was für eine tolle Vorstellung! Und da möchte ich nicht an so kleinlichen Dingen wie dem „Label“ einer Religion festhalten. Nennt mich wie ihr wollt, ich glaube an Jesus, an Mohammed, an Buddha und an wen sonst noch, jeder, der mich dem Sinn des Lebens näherbringt, jeder, der meiner Idee von friedlicher Koexistenz vorschub geleistet hat, hat ein Recht darauf, von mir gelesen oder gehört zu werden.
Amen.

Grüße
Jutta

Hallo Jutta

Nennt mich wie ihr wollt, ich
glaube an Jesus, an Mohammed, an Buddha
und an wen sonst noch, jeder, der mich
dem Sinn des Lebens näherbringt, jeder,
der meiner Idee von friedlicher
Koexistenz vorschub geleistet hat, hat
ein Recht darauf, von mir gelesen oder
gehört zu werden.

Ganz meiner Meinung und glaub ja nicht, ich würde nicht sehr viel von all den guten Menschen halten, an denen man sich orientieren kann (mein Favorit ist Mahatma Ghandi).
Aber mir ging es um die Frage, wie Du Dich selbst siehst. Behauptest Du von Dir, Du seist ein Christ?

Anstatt nach Unterschieden
(unsere Religion ist ja besser als eure,
ätsch) zu suchen, sollten sich die „Hüter
der Wahrheit“ aller Weltreligionen auf
die Gemeinsamkeiten besinnen, denn derer
gibt es eine ganze Menge.

Und die Unterschiede leugnen?

Gruß
Thomas

Hallo Thomas, hatte ein bißchen zu lernen, deswegen meine Antwort erst jetzt.

Dein Konter mit der Behauptung Jesus IST Gottes Sohn, war ja zu erwarten, aber eine ernsthafte Beweisführung ist für beide Seiten nicht möglich und aus diesem Grund brauch/kann ich über diesen Punkt auch nicht mit dir diskutieren. Aus objektiver Sicht ist die Frage nicht zu klären, und subjektiv behaupte ICH, Gott ist mindestens seit der Entstehung unseres Universums tot, falls es ihn überhaupt je gegeben haben sollte (hierin begründet sich mein Hang zum Agnostiker, aus bewußter, subjektiver Nicht-Wahrnehmung einer göttlichen Person kann man dessen Existenz nicht negieren. Also muß ich Ihm einen minimalen Platz in meinem Gedankenmodell geben.)
Somit sind wir entweder ALLE Gottes Töchter/Söhne oder keine/keiner.

Was den Anspruch auf alleiniges Definitionsrecht des Erscheinungsbildes der Kirche betrifft, so ist das Problem, daß es kein demokratischer Prozeß ist an dem alle Kirchenanhänger partizipieren. Dieses Definitionsrecht liegt doch wohl eindeutig bei wenigen im „Machtapparat Kirche“.
Handelte es sich bei der Kirche jetzt um einen kleinen „Verein“, so könnte man darüber lächeln und zur Tagesordnung übergehen, aber die Kirche bestimmte und bestimmt auch heute noch, wenn auch nicht mehr direkt und in dem Maße wie früher, unser aller Leben (z.B. Abtreibungsdiskussion, Eheführung,etc), auch das der Nichtgläubigen/Nichtchristen!. Somit muß ich mich hin und wieder mit dem Thema auseinandersetzen.

Und Jutta(Hi) nimmt nach meinem Verständnis in keinster Weise eine „aggresive“ Gegenposition ein. Sie stellt einfach kritische Fragen die jedem nachdenkenden Menschen einmal einfallen, und sie fördert somit ihren persönlichen als auch den Erkenntnisstand anderer Menschen. Und du mußt zugeben, es gibt mehr als einen Punkt an dem die Zweifel Nahrung finden.

Je statischer außerdem ein System ist, desto schneller wird es von der veränderten Umgebung aufgesogen und verwischt.

Grüße René

Hallo Rene

und subjektiv behaupte ICH, Gott
ist mindestens seit der Entstehung
unseres Universums tot, falls es ihn
überhaupt je gegeben haben sollte

Damit kann ich gut leben

Was den Anspruch auf alleiniges
Definitionsrecht des Erscheinungsbildes
der Kirche betrifft, so ist das Problem,
daß es kein demokratischer Prozeß ist an
dem alle Kirchenanhänger partizipieren.
Dieses Definitionsrecht liegt doch wohl
eindeutig bei wenigen im „Machtapparat
Kirche“.

Das ist nicht global richtig. Richtig ist diese Aussage für die katholische Kirche, bei der evangelischen Kirche ist die Definition eh egal, weil alles zugelassen ist (wenngleich mit regionalen Einschränkungen).
Bei den Baptisten z.B. kann jede Gemeinde für sich die Ausgestaltung ihrer Glaubensaussagen entscheiden, wenn auch mit der Einschränkung, daß es ein paar Grundaussagen gibt, die sie überhaupt erst zu einer Baptistengemeinde macht

aber die Kirche bestimmte und
bestimmt auch heute noch, wenn auch nicht
mehr direkt und in dem Maße wie früher,
unser aller Leben (z.B.
Abtreibungsdiskussion, Eheführung,etc),
auch das der
Nichtgläubigen/Nichtchristen!.

Diese Einflußnahme (die ich auch sehe), geschieht aber im Rahmen unseres demokratisch, freiheitlichen Systems, das heißt die Wirkrichtung ist anders herum, als Du oder Jutta es dargestellt haben:

Es gibt auch in Deutschland viele Menschen, die mit den Glaubensaussagen der Kirche übereinstimmen und daraus ähnliche Konsequenzen ziehen. Da dies eine zahlenmäßig große Gruppe in unserer Gesellschaft ist, hat dies Auswirkungen auf die politischen Entscheidungen. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Leute, die nicht mit den Glaubensgrundsätzen übereinstimmen.

Dieselben Mechanismen greifen auch bei Gewerkschaften, Industrieverbänden, politischen Parteien usw. usw. Ich sehe nicht, warum dies ein Grund ist, die Kirche besonders an den Pranger zu stellen.

Ich denke, Jutta hat ihren ersten Beitrag nicht glücklich formuliert. Wenn dies eine Frage war, dann war das für mich nicht erkennbar. Ich habe den Beitrag so verstanden, daß Jutta sich gefragt hat, warum Christen sauer reagieren, wenn sie ihnen ihre Gegenposition in der Form „Ihr müsst ja doof sein, wenn ihr an so etwas glaubt“ entgegenschleudert. Und das nenne ich aggressiv.

Gruß
Thomas