Hallo!
Seit Jahrtausenden :hat sich die alte Rollenverteilung doch sehr gut bewährt.
Was also seit Jahrtausenden prächtig funktioniert hat, soll heute so nicht mehr gehen und großer :Mist sein?
Keine Frau ist gehindert, sich einen Ernährer zu suchen, sich abhängig zu machen. Jedem Mann steht es frei, sich so eine Frau zu suchen und die alte Rollenverteilung zu leben.
In letzter Vollkommenheit klappt es allerdings mit dem Leben unserer Altvorderen heutzutage nicht mehr. Es fehlt der gesellschaftliche Druck, überhaupt zu heiraten und zusammen zu bleiben. Noch in den 70ern bekamen unverheiratete Paare nur schwer eine Wohnung und Alleinstehende oft nur irgendwas zur Untermiete. Wer sich scheiden ließ, gefährdete seinen Job und galt im politischen Amt als untragbar. So gab es damals ganz sicher mehr kaputte Ehen als heute, nur fiel es nicht auf, weil es nicht zur Scheidung kam. Nach außen herrschte heile Welt.
Statt Partnerschaft mit freiwilligem Zusammenleben gab es Abhängigkeit und Zusammenleben aufgrund von Sachzwängen. Es war die lange Zeit der Verlierer. Gewinner waren nur Kneipenwirte, an deren Tresen all die Haushaltsvorstände hockten, die zu Hause ein in ihren vier Wänden langsam verblödendes und in die Breite gehendes, abhängiges Muttchen ohne nennenswerte Ausbildung hatten, mit der niemand z. B. seine Probleme am Arbeitsplatz besprechen konnte.
Und woher kommt eigentlich die große Wohnungsnot, der letzten 15-20 Jahre?
Weil es immer mehr beziehungsunfähige Singles gibt…
Ein Leben in „wilder Ehe“, wie es früher genannt wurde, galt als suspekt. Wurde eine unverheiratete Frau schwanger, kam es einer Katastrophe gleich, war ein dauerhafter Makel. Das galt auch für uneheliche Kinder. Von Schulen und Jugendämtern wurde Übelstes veranstaltet. Wer seine Sexualität ausleben wollte, mußte heiraten. Eine mit Anfang 20 noch unverheiratete Frau mußte sich allerorten anhören, ob sie als alte Jungfer enden wolle. Lebte aber eine junge Frau ihre Sexualität aus, galt sie als „Flittchen“, während bei jungen Männern von „Hörner abstoßen“ gesprochen wurde.
Anstatt zusammen zu ziehen und sich einen Kühlschrank zu teilen. …
Wer will, zieht zusammen. Aber eben nicht mehr, weil „die Leute“ sonst reden oder weil man nur als verheiratetes Paar eine Wohnung bekommt.
Weil die junge Frau unabhängig sein möchte und ihren eigenen Karriereweg gehen will …
ass Frau sich vielfach aber eben nicht ihrer natürlichen Rolle bewusst zu sein scheint …
Am Kinderwunsch vieler Frauen und Paare hat sich nichts geändert. Nur Gebärzwang, unerwünschte Schwangerschaft und Erfüllung „ehelicher Pflichten“ in notgedrungen eingegangener Ehe sind passé.
Die Zeit des Kinderkriegens ist im Leben einer Frau eine vergleichsweise kurze Phase. Danach bestand der Lebensinhalt vieler Frauen aus Sockenstopfen, putzen und der Sorge, dem Göttergatten pünktlich die Mahlzeiten zu servieren, um anschließend wieder in der Küche zu verschwinden, den Abwasch erledigen. Das Ganze mit zugeteiltem Haushaltsgeld und zum Muttertag eine neue Kittelschürze. Solches Leben als dauerhaft abhängige Köchin und Putzfrau wollen viele Frauen nicht mehr. Der Wunsch ist gewiß nachvollziehbar, ebenso der Wunsch vieler Männer nach einer Partnerin auf Augenhöhe.
Das frühere Rollenverständnis mit sich unterordnenden, in Unmündigkeit gehaltenen Frauen zog sich durch alle gesellschaftlichen Ebenen bis in die Unternehmen. Vielerorts sind diese Zustände endlich im Wandel begriffen. In immer mehr Unternehmen gibt es die Einsicht, daß Macho-Gehabe, Geschlechterkampf und Emanzipationsgerede nicht zielführend sind. Man fährt besser mit der Nutzung von Denkweisen und Erfahrungshorizont beider Geschlechter und aller Altersgruppen. Nur Männer, nur Frauen, nur Alte oder nur junge Leute bieten nicht das Potential einer Mischung. Um nach individuellen Möglichkeiten zu fördern und dieses Potential nutzbar zu machen, muß man sich nötigenfalls von Leuten mit hartnäckig altbackenem Denken trennen, die z. B. eine fähige Ingenieurin nicht akzeptieren, weil sie eine Frau ist.
Ganze Gesellschaften in vielen Teilen der Welt werden auf keinen grünen Zweig kommen, solange sie die Hälfte ihrer Bevölkerung unterdrücken und von vielen Lebensbereichen ausschließen. Die in Abhängigkeit gehaltene, sexuell beliebig verfügbare und bei Übergriffen selbstredend schuldige Frau ist ein so tumbes wie bequemes Verhaltensmuster, das durch Geschwurbel von „natürlicher Bestimmung“, Traditionen und Religionen nicht weniger abstoßend wird.
Früher durfte sich das kleinste Licht wenigstens zu Hause als Chef fühlen, wurde wie selbstverständlich als Haushaltsvorstand angesehen und durfte über seine von ihm abhängige Frau verfügen, bis vor gar nicht langer Zeit sogar mit Gewalt. Für so gestrickte Männer wird die Luft dünner, alle anderen weinen den vergangenen Zeiten keine Träne nach.
Gruß
Wolfgang
ass Frau sich vielfach aber eben nicht ihrer natürlichen Rolle bewusst zu sein scheint …