Dem EU ihre seine Verordnungen - auweia!
Hallo Mike!
Das die vermutlich die Hauptschuld für diese Schweinerei (oder
sagt man jetzt „Rinderei“) bei der leicht irrsinnigen
EU-Agrarpolitik zu suchen ist, darüber sind wir uns doch mal
einig *g*. Aber auch der Verbraucher hat aus den früheren
Lebensmittelskandalen nichts gelernt.
Aber was kann der Verbraucher selbst tun? Ebenso muss ich mich auf meinen Arzt verlassen können, wenn er meint, ich hätte diese oder jene Krankheit, denn schliesslich ist er der Experte und wurde dafür ausgebildet, während ich der Laie bin. Renne ich nun zu einem anderen Arzt, kann es passieren, dass der etwas anderes meint. Das hat sicherlich schon jeder erlebt.
Die Alternative wäre, dem ganzen System zu misstrauen, aber merkwürdiger wird dies nicht in Betracht gezogen, sondern nur partiell betrachtet. Wie kann der Verbraucher feststellen, welche Lebensmittel er noch sorglos verzehren kann, wenn er in die Entscheidungen nicht mit eingezogen wird! Wahrscheinlich, weil er sich kritisch gegen solche Dinge wie „5% nicht deklarierten Fremdzusatz in Fleischkonserven“ und ähnlichen Dinge aussprechen würde?
Wir leben ja - leider - nach wie vor in der Zustimm- statt der Mitbestimmungs-Demokratie…
bei der
leicht irrsinnigen EU-Agrarpolitik zu suchen ist, darüber sind :wir uns doch mal einig
Als kleines „Schmankerl“ hier einmal ein kleiner Ausriss:
**Mit der Verordnung (EG) Nr. 198/94 der Kommission (Abl.Nr. L106 vom 27.4.94, S. 5), zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 2728/95 (Abl.Nr. L284 vom 28.11.95, S. 4), wurde von der Verordnung (EWG) Nr. 1657/92 (Abl.Nr. L172 vom 27.6.92, S. 53) abgewichen, damit Tomaten/Paradeiser (österreichischer Ausdruck gemäss Protokoll Nr. 10 zur Beitrittsakte 1994) während eines Versuchszeitraums im Wirtschaftsjahr 1994 vermarktet werden dürfen. Dieser Zeitraum wurde mit der Verordnung (EG) Nr. 2728/95 um das Wirtschaftsjahr 1996 verlängert. Für Tomaten/Paradeiser reicht das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember.
EU-Verordnung Nr. 2250/96 (Abl.Nr. L302 vom 26.11.98)**
Gefunden in: „Lügen, Lobbies, Lebensmittel - Wer bestimmt, was Sie essen müssen“
Ingrid Reinecke, Petra Thorbrietz
1997, Rowohlt Taschenbuchverlag
Wie man sieht, hat man bei der EU nicht nur Tomaten/Paradeiser auf den Augen, sondern BSE scheint laut EU-Richtlinieng täglich in konzentrierter Form verordnet zu werden. Wen wundert’s, dass da keiner mehr durchblicken will und nur noch sein Parlamentariergehalt einstreicht.
Marco