Die Erdrotation

Hi all,
kann mir bitte jemand erklären, wieso die Erde sich um seine Achse rotiert ?
Vielen dank für jeden Hinweis.
Tuan.

Hi all,
kann mir bitte jemand erklären, wieso die Erde sich um seine
Achse rotiert ?
Vielen dank für jeden Hinweis.

Hallo,

das ist eine gute Frage. Es gibt die Theorie, dass eine Kollision mit einem anderen größeren Objekt die Rotation verursacht haben könnte.

Allerdings entstanden die Planeten vermutlich aus einer um die Sonne kreisenden Staubschicht, so dass die Planeten schon bei ihrer Entstehung einen gewissen Drehimpuls hatten.

Genau geklärt ist das alles aber letztlich nicht. Fest steht allerdings (seit Foucault :smile:, DAS die Erde sich dreht.

Sonne und Mond versetzen ihr auch, wie Kinder einem Kreisel mit der Peitsche, einen Schlag und verursachen so eine Nutation und Präzession.

Näher befasst man sich mit dem Phänomen in der Geodäsie. Schau doch auch einmal hier nach, wenn es Dich interessiert:

http://hpiers.obspm.fr/

Das ist der „International Earth Rotation Service“ (nein, die sind nicht dafür verantwortlich, beobachten aber sehr genau :smile:

Gruss

Jens

Sehr anschaulich beschreibt das auch Dr. Lesch:
http://www.br-online.de/alpha/centauri/

Fuer diesen Link moechte ich mich hier nochmal nachtraeglich bei MrStupid bedanken.

Gruss,
Marcus

Zur Präzession
eine kleine Anmerkung

die Präzessionsfrequenz beträgt 26000 Jahre, d.h. daß nach 13000 die Jahreszeiten gerade umgedreht sind und es im Juli schneien kann… krass, was?
dementsprechend verändert sich auch der Sternenhimmel und damit die Sternbilder (was den meisten Astrologen unbekannt ist!)

Hi all,
kann mir bitte jemand erklären, wieso die Erde sich um seine
Achse rotiert ?
Vielen dank für jeden Hinweis.
Tuan.

Weil bereits der Staub in unserem Sonnensystem, aus dem sich die Erde gebildet hat, eine bevorzugte Drehrichtung hatte. Jeder Einschlag eines Himmelskörpers auf der Erde beschert uns einen kleinen Drehimpuls. Wenn keine sehr großen Einschläge stattfinden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß sich die vielen kleinen Drehimpulse während der Entstehung der Erde zu einem großen aufaddieren, dessen Richtung mit der Drehrichtung des Sonnensystems übereinstimmt. Schließlich nuß ja der Gesamtdrehimpuls des Sonnensystems ohne äußere Einwirkung erhalten bleiben.

Jörg

Weil bereits der Staub in unserem Sonnensystem, aus dem sich
die Erde gebildet hat, eine bevorzugte Drehrichtung hatte.
Jeder Einschlag eines Himmelskörpers auf der Erde beschert uns
einen kleinen Drehimpuls. Wenn keine sehr großen Einschläge
stattfinden, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, daß sich
die vielen kleinen Drehimpulse während der Entstehung der Erde
zu einem großen aufaddieren, dessen Richtung mit der
Drehrichtung des Sonnensystems übereinstimmt. Schließlich nuß
ja der Gesamtdrehimpuls des Sonnensystems ohne äußere
Einwirkung erhalten bleiben.

Jörg

Bleibt nur die Frage, warum URANUS senkrecht zu dieser Drehrichtung rotiert. Seine Rotationsachse zeigt fast zur Sonne.
Noch verwunderlicher ist, dass seine Pole trotzdem beide kaelter sind als sein Aequator; mindestens der Pol, der zur Sonne zeigt sollte doch eigentlich waermer sein.
Marcus

Bleibt nur die Frage, warum URANUS senkrecht zu dieser
Drehrichtung rotiert. Seine Rotationsachse zeigt fast zur
Sonne.

Das kann man so nicht sagen, denn mit dem Sonnenumlauf dreht sich natürlich auch die Achse bezüglich der „Sonnenrichtung“. Das muß wohl so gewesen sein, als Uranus von Voyager 2 besucht wurde.

Es fragt sich auch, warum sich die Venus in entgegengesetzter Richtung dreht ( sehr langsam ). Denkbar wären in beiden Fällen z.B. große Brocken, die auf die Planeten eingeschlagen sind und ihnen einen Drall in die „falsche“ Richtung versetzt haben.

Noch verwunderlicher ist, dass seine Pole trotzdem beide
kaelter sind als sein Aequator; mindestens der Pol, der zur
Sonne zeigt sollte doch eigentlich waermer sein.

Die Ursache ist anscheinend noch nicht geklärt. Du mußt aber bedenken, daß bei dieser Entfernung die Sonneneinstrahlung weit weniger ausmacht als bei uns. Hier könnten rotationsbedingte Effekte überwiegen.

Jörg