Hallo Raimund!
Du hast von Gott aus die völlige Willensfreiheit erhalten und kannst deshalb glauben was Du willst und natürlich auch Gott kritisieren. Und Du selbst bist damit ein gutes Beispiel dafür, daß das Hauptziel der Schöpfung Gottes, das große Schöp-fungswerk, gelungen ist.
Was ist aber das große Schöpfungswerk? Für den allmächtigen Gott ist es kein Problem zahllos viel Sonnen, Planeten oder sonstige Geschöpfe, die in ihrem Wesen nach programmierte Roboter sind, in einem Augenblick ins Leben zu rufen. Aber Menschen zu schaffen, welche mit der völligen Willensfreiheit begabt sind, ist auch für Gott eine schwere Arbeit, die schon unendlich lange währt. Denn Gott, unsere allerliebevollster Vater im Himmel, ist in seinem Zentrum der vollkommenste, allmächtige und allwissende Urmensch aller Menschen ist, sehnt sich nach Gesellschaft, nach Kindern, mit denen er reden, handeln und die Unendlichkeit regieren kann.
Nun, die Kinder sind da und tun was sie wollen und viele davon glauben nicht einmal mehr, daß sie einen Himmlischen Vater haben. Also ist dieses eine Ziel des Vaters erreicht!
Nun zu den drei Geboten: Zum besseren Verständnis bringe ich hier das Wesentliche:
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Du sollst an einen Gott glauben und dir nie denken, es gäbe entweder keinen Gott, oder es gäbe zwei, drei oder mehrere Götter.
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Du sollst den Namen Gottes nicht bloß mit dem Munde nennen, nicht bloß den artikulierten Laut von ein paar Silben aussprechen, sondern, da Gott der Grund deines Lebens ist, so sollst du ihn auch allezeit im Grunde deines Lebens ausspre-chen, das heißt, du sollst ihn nicht mechanisch, sondern allezeit lebendig werktätig in allen deinen Handlungen aussprechen; denn was immer du tust, das tust du mit der von Gott dir verliehenen Kraft.
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Du sollst den Sabbat heiligen! Der Sabbat ist weder der Samstag, noch der Sonntag, noch der Oster- und der Pfingst-sonntag, noch irgendein anderer Tag in der Woche oder im Jahre, sondern er ist nichts anderes als der Tag des Geistes im Menschen, das göttliche Licht im menschlichen Geiste, die aufgehende Sonne des Lebens in der menschlichen Seele. Das ist der lebendige Tag des Herrn im Menschen, den er fortwährend mehr erkennen und durch alle seine Handlungen heiligen soll, die er aus Liebe zu Gott und daraus aus Liebe zu seinem Nächsten verrichten soll. Da aber der Mensch diesen heiligen Ruhetag des Herrn im Gewühle der Welt nimmer finden kann und mag, daher soll er sich von der Welt zurückziehen und diesen Tag des Lebens der heiligen Ruhe Gottes in sich suchen. Der Weg ist mit 30 cm nur kurz und führt vom Kopf zum Herzen!
Unser Vater im Himmel gab uns diese Gebote zu unserem Heil. Beachte sie tatsächlich in Deinem Leben, dann wirst Du in Dir erkennen, daß sie nicht von Religionsoberen erdacht sind, sondern von IHM selbst, der uns unendlich stark liebt. Da unser Vater aber der vollkommene Urmensch aller Menschen ist, wie kannst Du IHM dann menschliche Züge absprechen? Wie kann es ihm gleichgültig sein, wenn er sieht, daß wir die Grundlage unseres Lebens verlassen, die kostbare Zeit unserer irdischen Freiheitsprobe vergeuden und unser Leben verderben?
Vielleicht hast Du den entscheidenden Unterschied noch nicht erkannt:
Gottes Geschöpfe hängen an Seiner Macht, aber seine Kinder hängen an seiner Liebe! –
Seine Macht gebietet, und es geschieht; aber seine Liebe wünscht nur und gebietet in aller Sanftmut den freien Kindern, und die freien Kinder verstopfen ihre Ohren und wollen nicht das Angesicht ihres Vaters schauen.
Und nun die entscheidende Frage: Wollen wir IHN als Vater oder als Gott? Es liegt an uns. Unsere Handlungen geben ihm die Antwort!
Gruß Helmut