Die ersten Tage nach der Geburt. Was tun?

In ein paar Wochen ist es soweit.
Was fällt Euch ein, was liegt so in den ersten Tagen an,
woran sollte man unbedingt denken, was ist zu veranlassen,
worüber muß ich mir keine Sorgen machen usw.

Für alles was Euch da so einfällt bin ich dankbar!!!

Grüße

Caro

in den ersten tagen und wochen ist frau ziemlich durch den wind.
du bist müde und erschöpft, mehr oder weniger von der wochenbett-depression geplagt (in der regel am 3.-5. tag nach der entbindung, wenn der endorphinspiegel sinkt), dann ist einfach alles stressiger, nerviger, bis zu unerträglich - oder auch nicht.
gut ist, wenn du ein bisschen unterstützung hast, jemanden, den du fragen oder die ohren vollquatschen kannst.
du hast wochenfluss (6 wochen blutschwall) und schmerzen beim sitzen. milcheinschuss, heiße, schmerzende brüste, von den schmerzen der ersten stillaktionen ganz zu schweigen.
du bist total damit beschäftigt, zu wickeln, zu stillen, zu waschen, dein tolles baby beim schlafen zu bewundern, selbst zu schlafen, verzweifelt zu sein, wenn es einfach nicht aufhört zu weinen und du wirst zu nichts kommen und zerstreut sein.
es ist eine schöne, verwirrende, aufregende zeit, in der nicht nur ein kind, sondern auch eine mutter geboren wurde.
über den umgang mit dem kind kann ich nur aller wärmstens das buch: friedliche babies/kinder - zufriedene mütter von emmi pikler empfehlen.
dass am besten ist, schon vor der geburt das kinderzimmer/-bettchen, alle kleider, windeln, tücher, öl, usw usf bereit zu haben, ist natürlich auch klar, weil danach die große verwirrung kommt :smile:
alles gute!!
cordula

Hallo Caro,
halte Dir jeden Stress vom Hals,
sprech mit Verwandschaft/Bekanntschaft das Thema Besuche durch
lass Dich nicht erdrücken von der „Neugier“
Entbindest Du ambulant, oder bleibst Du auf Station?
Brauchst Du eine Haushaltshilfe? ( f. d. Geschwister?)
Hast Du Dich über’s Wickeln informiert? (Stoff musst Du mitbringen „Plastik“ gibt’s auf Station)
Denk an den Auto-Kindersitz!?
Wir waren auf ambulante Entbindung: Zu zweit hin, zu dritt zurück!
Der Papierkrieg ist einfach: Der Name ist klar(?!) (schreib ihn lieber auf), bei nicht-ehelichen Geburten: Vaterschaft vorher anerkennen, geht einfacher. Den Rest machen andere.

Bereite Dich wie auf einen Urlaub vor! :smile:

Ich wünsch Dir alles Gute und drück Dir die Daumen!

Bis bald,

Lina

Hallo Caro,

halte Dir jeden Stress vom Hals,
sprech mit Verwandschaft/Bekanntschaft das Thema Besuche durch
lass Dich nicht erdrücken von der „Neugier“

Oder alle am ersten Tag kommen lassen, da bist Du noch voll „aufgeputscht“.

Entbindest Du ambulant, oder bleibst Du auf Station?

Oder zu hause?

Für das Stillen vielleicht Stilltee und milchbildende Rezepte besorgen.

Grüße, Kubi

Hi, Caro,
Hast Du auch sowas gelesen, wie „Babybuch“ ? Ich dachte damals, oh, je, wie soll ich mir das alles merken, war nur verunsichert durch die Flutwelle an Infos. Und lass dich auch nicht durch Berichte anderer,„so und so war´s bei mir, bla“ beeinflussen.
Du wirst genau wissen, was dein Baby braucht. es läuft automatisch. Du musst dich entscheiden, welche Wickelmethode Du wählst. wegwerfwindeln sind praktischer, bequemer fürs Kind, schneiden besser in der Ökobilanz ab. nicht zum Stillen überreden lassen, wenn Du nicht 100% dahinterstehst.
Ich denk mal, Kindersitz, Trage, Wanne, Klamotten, ist alles da, Badethermometer vergisst man gern. Puder lieber nicht verwenden.
Neugeborene können ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regeln. Raum sollte so 22° schon haben. Nach Klinik könnte durch
Wasserveränderung beim Baby u.U. Blähungen auftreten, wenn es im
Schlaf wild zuckt, sind das die elektrischen Impulse, die sich im Hirn zusammenschliesen.
Alles Liebe und Gute, trau deinem Instinkt.
Christin.

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Und lass dich auch
nicht durch Berichte anderer,„so und so war´s bei mir, bla“
beeinflussen.

Genau:

wegwerfwindeln sind praktischer, bequemer fürs
Kind, schneiden besser in der Ökobilanz ab.

„Bequemer“ ist rein subjektiv, frag mal das Baby! Falls Stoffwindeln überhaupt zur Debatte stehen, fang damit an. Auf Plastik kannst Du leichter umsteigen, als umgekehrt. Das mit der Ökobillanz ist auch so eine Klatsch-Geschichte (schließlich werden ja sogar für Autos Ökobillanzen aufgestellt, so ein Schmarrn).

nicht zum Stillen
überreden lassen, wenn Du nicht 100% dahinterstehst.

Meistens ist es umgekehrt, die Krankenschwestern sagen oft „das geht nicht bei Ihnen“, obwohl das einige Tage dauern kann, bis es funktioniert. Das Baby wird nicht verhungern, wenn es am ersten Tag noch nichts bekommt. Auf jeden Fall Brustwarzen trainieren (Zitrone, Rotwein zum gerben, Bürste). Es gibt kaum Frauen, die nicht stillen können. Für das Kind gibt es jedenfalls nichts besseres.

Ganz wichtig: besorg Dir jemanden für den Haushalt und zum Abwimmeln von Besuch und Telefon. Mit Schlafen und Stillen hast Du im Wochenbett genug zu tun.

Liebe Caro!

Alles auf dich zukommen lassen. Den Tagesrhythmus wird dann die nächste Zeit erst mal euer Kind bestimmen.
Aber du solltest dich nicht scheuen Besucher, die anfangen dich anzustrengen, herauszubitten. Auch im Krankenhaus! Deine und die von Bettnachbarn! Das kann nämlich manchmal ziemlich nerven.
Alles Gute und eine schöne Geburt wünscht Croeti!

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…wegwerfwindeln sind praktischer, bequemer fürs
Kind, schneiden besser in der Ökobilanz ab.

Alles Liebe und Gute, trau deinem Instinkt.
Christin.

Die Bilanz würde ich gerne einmal einsehen. Ganz zu schweigen von der Ammoniak-Kultur die sich in der Treibhauswindel entwickelt.
Plastik-Windel-Kinder sind immer angenehm trocken, so dass sie erst mit 2 „trocken werden“. Pampers bringt bald die Super-Größe heraus (wie in Amerika) damit das obere Ende( bis 3 Jahre??) offen bleibt.
Mit dem Kunststoff in der Windel (ja, diese kleinen Perlen!) schaffen die vielleicht noch das Schulkind („Trainers“)

Nicht persönlich nehmen,

Lina

Hallo Carolin
Es wurde schon einiges geschrieben aber zwei Punkte hätte ich noch:
Lass Dich auf jeden Fall nach der Geburt/Entlassung aus Krankenhaus von einer Hebamme betreuen. Die kümmert sich nicht nur um das Stillen sondern versorgt auch einen evtl. nötig gewordenen Dammschnitt. Auserdem sieht sie nach dem Kind und es ist wirklich eine große Beruhigung wenn man jemanden hat „der sich damit auskennt“. JEDE Frau hat ein Recht auf Hebammenbetreuung nach der Entbindung! Die Krankenkasse zahlt es immer.
Tipp Nr. 2: Entweder vorkochen und einfrieren oder Fertiggerichte einkaufen. Nach der Entbindung ist es wichtig daß frau sich gut ernährt und ein warmes Essen das ohne viel Aufwand auf dem Tisch steht ist schon eine feine Sache. Oder lass dich bekochen!!
Ach ja - noch was zum Stillen. Das etwas weiter unter empfohlene „Gerben“ der Brustwarzen kann ich nicht empfehlen. Aber über die Stillvorbereitung (soweit sowas überhaupt möglich ist) kannst du dich bei Stillgruppen/Beraterinnen informieren. Mit dem Stillen machst Du es am besten so wie Du es für richtig hältst. Ich habe 2 Kinder, beim ersten konnte ich nicht stillen beim zweiten hat es dann gut geklappt. Am besten gehst Du ganz nach Deinem Gefühl!
Ich wünsche Dir eine leichte Geburt und viel Freude mit dem Baby!
SUE (:smile:))

Liebe Caro,
nun ist schon viel geschrieben worden, trotzdem möchte ich meinen Senf auch noch dazugeben.
Meiner Meinung nach ist es, außer den nötigsten Dingen wie Windeln etc im Haus zu haben, am allerwichtigsten Menschen um sich herum zu organisieren, die für Ruhe, Ordnung und eine gute Versorgung für dich und dein Kind sorgen können. Wenn es sein muß auch die Verwandschaft freundlich zu entfernen. Die erste Zeit ist so besonders, daß ihr sie in aller Ruhe geniessen solltet und außerdem haben alle Beteiligten Erholung und Ruhe sehr nötig.
Ich wünsche dir viele ruhige Tage nach einer glücklichen Geburt!
Marit

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