Die Frage

Religion als Phänomen

Warum üben trotz wissenschaftlicher Bildung, trotz technischem Zeitalter, trotz medialem Einfluß relativ viele Menschen heute noch Rel. aus?

Wer hat eine Idee?

Hello Dirk,

weil nix , aber auch gar nichts mehr sicher ist heutzutage: ausser dem festen Glauben an Gott, da weiss man was man hat und kann sich drauf verlassen, 100 %ig.

Tschau
Tom

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Religion, oder besser, der Glaube gibt den Menschen Halt im Leben.
Viel Menschen glauben ,ohne aber ihre Religion zu praktizieren ( Kichgang ect.)

Gruss Anja

Moinmoin,

das ist ganz einfach zu verstehen.
GOTT LEBT UND OFFENBART SICH.
Ob nun Religionen das Ziel Gottes sind, daß bezweifel ich sehr stark. Sie exestieren nur deshalb, weil Gott bei seiner Offenbarung auf etwas zurückgreift, damit er nicht immer nochmal bei Adam und Eva anfangen muß. Und das sind halt die Geschichten über ihm, wo er bereits hier auf der Erde sich durch Werke und Taten offenbarte.
Nicht der Mensch kann Gott glauben oder finden - allein Gott bestimmt wer an was glauben darf.
Der Berg muß immer zum Propheten kommen - sonst funktioniert der „Trick“ (mit Verlauch) nicht.
Friedrich

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Menschen kompensieren damit Unwissenheit und Unverständnis auf allen Ebenen ihrer Existenz. Religion basiert auf Selbstbetrug. Auf der Unfähigkeit, die Beschränkungen zu akzeptieren, die verhindern, daß wir mehr werden. Religion ist ein Ventil, mehr nicht.
Es ist so simpel!
Tino

Hallo Dirk,
ich denke, gerade weil den Menschen durch die Technik (wir können Lichtjahr weit ins All gucken und sehen: NIX) ihre Winzigkeit und ihre na ja, mangelnde Bedeutung für das Universum vor Augen geführt wird, wird die Frage nach dem WARUM immer wichtiger. Die Möglichkeit zu akzeptieren, das die Entstehung des Menschen oder des Lebens auf der Erde nur ein Dummer? Zufall war und das von uns nicht übrig bleibt, als ein Häufchen Erde, macht ja auch nicht gerade glücklich, oder? Da muß doch ein Sinn dahinterstehen, bitte, sag mir, daß da ein Sinn dahinter ist, dann kann ich es leichter aushalten, wenn ich weiß, das ich Teil eines größeren Planes bin…
und an dieser Stelle setzt die Religion ein und bietet einen Platz.
Gruß
Jutta

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Hallo Dirk,
Wissenschaft steht in keinem Widerspruch zur Religion. Im Gegenteil: angesichts der atemberaubenden Erkenntnisse der Wissenschaft, wird die Erfurcht vor dem, der dies alles erschaffen hat, doch größer. Oder eben nicht, wenn man alles für einen Zufall hält. (Was aber immer unwahrscheinlicher wird). Ich verstehe Dein Problem nicht ganz. Wo siehst Du den Widerspruch?
Cordula

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Naja, weil´s einfach klasse ist, eine Religion auszuüben und an Gott zu glauben. Da ändern nun auch mal die Technik und die Wissenschaft und am allerwenigsten die Medien etwas dran.

Ciao
Claus

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Na ja, weil der Mensch halt nicht vom Brot alleine lebt…

Gerd

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Religion hat erst mal nicht mit Technik zu tun. Du könntest genausogut fragen, warum pfeift ein Mensch, wenn er nachts alleine durch den Wald geht. Er hat Angst, fühlt sich zumindestens unwohl, genauso wie viele Menschen, die mit der Welt überfordert sind. Dann kommt da ein Gott (was auch immer für einer) und hilft Dir aus der Patsche (im übertragenen Sinne gesprochen). Es ist doch so furchtbar einfach alle Fragen, Sehnsüchte und Probleme auf einen Gott zu projezieren, der wird es schon richten. Menschen mit einigermaßen Selbstbewußtsein brauchen keine Religion.

Gandalf

PS

Wer mir jetzt sagen will „Der hat noch nichts in seinem Leben durchgemacht“, dem kann ich antworten: „Doch habe ich“ Aber bei allem hab ich keinen Gott vermißt!

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Hallo,
ich Melde mich noch einmal, weil mir eingefallen ist, daß es eine sehr interesante URL gibt.

Hier ein Auszug aus;

http://www.evangelium.de/x-tours/sem07.htm

"Die Bibel beschreibt Wissenschaft und Technik
als einen Teil des menschlichen Wesens,
als einen Teil der Schöpfung Gottes.
Im ersten Buch Mose heißt es im Schöpfungsbericht:

„Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen:
Seid fruchtbar und mehret euch,
und füllet die Erde,
und machet sie euch dienstbar,
und herrscht über die Fische im Meer
und über die Vögel unter dem Himmel
und über das Vieh
und über alles Getier,
das auf Erden kriecht.“ (1.Mose 1,28)
Der Mensch entdeckt und beeinflußt Gottes Welt -
so hat Gott es beabsichtigt.
Der Mensch hat Verstand und Kreativität,
er ist neugierig und wissbegierig,
und er hat Macht. "

Friedrich

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Hallo Gandalf,

sicherlich will keiner Deine Einstellung angreifen. Daher verstehe ich Deinen „PS-Einwurf“ auch nicht ganz…

Was Du aber zum Wesen der Religion sagst, trifft den Kern nicht. Sicherlich ist es immer beobachtbar, daß sich gerade Menschen in Not an Gott wenden, um von ihm Hilfe zu erbitten. Das hat aber keine Verbindung zum Wesen der Religion, sondern läßt nur Schlüsse über unser Bild von Gott als Wunschmaschine zu.
Wenn man von großen Staatsphilosophien spricht, so spricht man von Werken wie Utopia, oder -etwas aktueller- Marx’ Vision des Kommunismus. Allen Werken ist gemeinsam, daß sie das zwischenmenschliche Leben optimieren möchten, aber an den Prämissen des optimierungswilligen Menschen scheitern. Nun ist die Bibel nicht viel anders. Auch sie beinhaltet die Vision eines Zusammenlebens. Stell Dir nur mal vor, alle Menschen verhielten sich so, wie es die Botschaft verheißt. Von einem solchen Zustand könnten wir alle doch nur träumen. Aber dieser Zustand ist eine Utopie. Und genau deswegen spielt Religion eben doch eine große Rolle. Sie setzt Wertemaßstäbe fest, an denen auch Du Dich orientierst (als mitteleuropäer bist auch DU von der Geschichte in all Deinen Einstellungen und Werten geprägt, die historisch entscheidend von der Kirche beeinflußt worden ist). Sicherlich kann man sein Leben auch anders organisieren als streng betende Mönche, das ist auch nicht mein Ding. Aber im wesentlichen denke ich schon, daß eine regelmäßige Beschäftigung mit Religion ein Forum für diese Fragen schafft, und somit mehr ist als nur eine Psychose oder ähnliches.
Nun muß, entgegen meines anfänglichen Vorsatzes eben doch noch sagen, daß sich die Entscheidung, an Gott zu glauben sehr einfach darstellt; denn wenn man erkennt, daß es besser ist, an Gott zu glauben, dann sollte man es halt tun. Auch in der Gefahr, daß es ihn nicht gibt, denn dann hat man wenigstens ein retardierendes, mahnendes, ordnendes Element in seinem Leben gehabt, von dem man unterm Strich wahrscheinlich unglaublich profitiert…

mfg
Thomas

Hallo Dirk,

Ich hätte da eine Idee. Der Mensch hat von Natur aus ein mystisches Bedürfnis und das ruft nach Befriedigung. Im weiteren hat der Mensch Freude an strukturierten Ritualen und diese findet er in Religionen jede Menge. Er hat auch die Tendenz die Verantwortung zu delegieren (an den hlg.Geist, an den Papst etc.), ist sehr bequem. Dann wäre da noch die Angst. Durch sie entstehen Religionen wie von selbst ! Wer könnte Blitz und Donner, Vulkanausbrüche und Erdbeben verursachen wenn nicht ein srafender Gott. Und das passt genau ins Bild der menschlichen Seele.

Mit Gruss : Engelhard

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Hallo Dirk,

die Antwort ist fürchterlich einfach.
Weil es einen Schöpfer und „übernatürliche“ Mächte gibt. Die logische Konsequenz ist die Ausübung von Religion.

Gruß
Carlos

Na, das ist ja wirklich oberlogisch. Man „beweist“ eine These mit ihren eigenen Schlußfolgerungen. Ist zwar ein netter Ansatz, aber leider weder logisch noch wissenschaftlich.
Kubi

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Hallo Kubi,

die Antwort ist fürchterlich einfach.
Weil es einen Schöpfer und
„übernatürliche“ Mächte gibt. Die
logische Konsequenz ist die Ausübung von
Religion.

Na, das ist ja wirklich oberlogisch. Man
„beweist“ eine These mit ihren eigenen
Schlußfolgerungen. Ist zwar ein netter
Ansatz, aber leider weder logisch noch
wissenschaftlich.
Kubi

Du hast recht, meine Aussage ist nicht vollständig. Was hier fehlt ist der Nachweis, daß es einen Gott und übernatürliche Mächte gibt. Diesen Nachweis kann ich hier nicht führen, so daß jeder überzeugt werden könnte.

Es ging ja aber bei der ursprünglichen Frage darum, eine Vielzahl von Meinungen zu erhalten. Und dies war meine Meinung.

Gruß
Carlos

Hi Dirk!
Habe unter Re:smiley:ie Frage nach Gott geantwortet.
Liebn Gruß Ina

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Keine Antwort

Ich hätte da eine Idee. Der Mensch hat
von Natur aus ein mystisches Bedürfnis
und das ruft nach Befriedigung.

Und wo kommt dieses Bedürfnis her? Wie definierst Du das? Nenne das Naturgesetz, das dieses Bedürfnis hervorbringt.

Gruß
Thomas

Religion als Phänomen

lieber Gandalf,
bin zum Teil mit deinen Ansichten zum Thema +Gott+ einverstanden.
Du brauchst ja auch keine Krankenkasse wenn Du gesund bist.
Du bist nach meiner Einschätzung ein gut gebildeter eigenständiger
Einzelgänger, du brauchst vorläufig keinen Gott von aussen, weil Du
selbst viel Gottheit in Dir hast. Du bist ein Helfer, auch sehr befähigt
zu helfen, d.h ein Glückspilz. Eine Gemeinschaft , und wenn sie noch so
klein ist, ist äusserst wertvoll. Solche Gemeinschaften müssen irgendwie
geführt werden. Führen kann nur wer eigenständig, gesund und stark in Geist ist.
Wenn Du diese Eigenschaften in Dir hast, bist Du verpflichtet, wenn Du kein
Egoist sein willst, diese Gaben irgend einer Gemeinschaft weiter zugeben.
(hoffentlich nicht nur wer-weiss-was).
Auch im Tierreich gibt es verschiedeneFormen zum Zusammenleben.
Vergleiche: Schnecke, Wurm- Wolf, Löwe. Menschen leben besser in Gemeinschaften.
Seit Urzeiten haben sich die Menschen immer wieder und überall in autonomen
Vereinigungen zusammengerafft. Die besten , fähigsten Leute übernehmen automatisch
die Führung. ( Dorfzauberer)
Mit irgendwelchen Ritualen, sei es Singen ,Tanzen, Rauchen ,Essen ,Trinken etc etc muss der
Führer das untergeordnete Volk bei Stange halten. Solche „Führer", sind in der Regel auch
befähigt zu heilen. Aus diesem Verhalten sind in der Vergangenheit ,tausende verschiedene
Religionen entstanden. So auch vor 2000 Jahren das Christentum durch Jesus als „Führer"
und Heiler. Verwerflich war und ist , wenn irgend eine Religion missioniert und andere
Ansichten bekämpft und verdrängt. Über „Gott" muss man sich nicht streiten.
Gott ist für mich in erster Linie alles was Leben bewirkt und verbindet : Sauerstoff, Wasser , Sonne
Religion ist die Zusammenfassung (Verpackung) verschiedener Rituale (auch esotere)
Nur eine Religionsgemeinschaft die armen , kranken und hilfsbedürftigen Menschen ,
Tiere und Pflanzen beisteht ist für diese trostlose, egoistische Welt nützlich.

Du brauchst ja auch keine Krankenkasse
wenn Du gesund bist.
Du bist nach meiner Einschätzung ein gut
gebildeter eigenständiger
Einzelgänger,

Familievater, verheitatet mit zwei Kindern, auch sonst eine recht große Familie. Meines Erachtens ein recht großer Freundeskreis.

Wenn Du diese Eigenschaften in Dir hast,
bist Du verpflichtet, wenn Du kein
Egoist sein willst, diese Gaben irgend
einer Gemeinschaft weiter zugeben.
(hoffentlich nicht nur wer-weiss-was).

Bin Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, mache dort Ausbildung und bin dort auch aktiv.

Gandalf