Aus dem Munde mehrere Franken, habe ich hin und wieder gehört, daß sie sich nicht als Bayern fühlen, sondern eben als Franke. Vielleicht habt Ihr das auch beobachtet/gehört?.
Mir kommt es so vor, als ob sie irgendwann in der Geschichte das „Frankenland“ an Bayern eben „anexioniert“ wurde. Ist dem so?
Gibt es eine geschichtlich fundierte Begründung dafür? Gab es irgendwann einmal ein Erlebnis, die dazu führte, daß Franken sich eben nicht als Bayern verstehen bzw fühlen?
Gibt es eine geschichtlich fundierte Begründung dafür? Gab es irgendwann einmal ein Erlebnis, die dazu führte, daß Franke sich eben nicht als Bayern verstehen bzw fühlen?
warum muss es ein „Erlebnis“ geben? Deutschland ist heute in 16 Bundesländer eingeteilt, eins davon ist Bayern, und in Bayern liegt Franken.
Wenn jede Volksgruppe ein eigenes Bundesland bekäme, hätten wir weit mehr als hundert Bundesländer, und das wäre doch wohl unpraktisch. Ständig irgendwo Wahlkampf!
Und so fühlt sich ein Franke ebensowenig als Bayer wie sich ein Rheinländer als Nordrhein-Westfale bezeichnen würde, auch wenn beide in einem Bundesland des betreffenden Namens leben.
historisch gesehen sind Bayern und Franken zwei verschiedene Volksstämme. http://www.bayern.de/HDBG/pgkap01.htm
Welche Relevanz diese Tatsache heute noch hat, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Hier könnte man sicher eine lange Diskussion anschließen.
Ich beschränke mich hier kurz auf zwei Fakten:
Als „Altbayern“ bezeichnet man allgemein die Ausdehnung des Kurfürstentums Bayern gegen Ende des 30-jährigen Kriegs (1628), das entspricht den heutigen Regierungsbezirken Oberbayern, Niederbayern und Oberpfalz. http://www.bayern.de/HDBG/pgkap04.htm
Sprachgeographisch wird der gesamte oberdeutsche Sprachraum in drei Dialektgruppen unterteilt: Bairisch-Österreichisch, Fränkisch und Schwäbisch-Alemannisch. Damit ergibt sich zwischen Altbayern und Franken eine relativ deutliche Sprachgrenze. http://www.genealogienetz.de/misc/dialect-d.html http://www.uni-marburg.de/dsa/ („Die deutschen Dialekte“ anklicken)
das hat Napoleon verbrochen, der das Umschwenken des Bayernherzogs auf seine Seite und den Treubruch an Österreich und Preußen mit dem Gebiet Franken belohnte.
Bei der Gelegenheit wurde Bayern auch ein Königtum.
Stimmt, nicht einmal Sachsen ist ethnisch rein *g - Hier gibt es neben Genannten Vogtländer, Erzgebirger, Lausitzer und Schlesier, jeweils mit eigenen Überdialekten. Hinzu kommen noch die Sorben, eine slawische Volksgruppe mit eigener sorbischer Sprache in 2 Hauptdialekten.
HM
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