Die Frau in der christlichen Ehe

Hallo Lisa,

Zum Glück bin ich keine Christin. Das ist ja geradezu die
Aufforderung zur Sklaverei die du hier vertittst.

Letztendlich gilt heute (laut Grundgesetz und
Menschenrechten), dass jeder Mensch die Möglichkeit haben
muss, sein Leben selbstbestimmt so zu gestalten, dass er seine
Fähigkeiten entfalten und seinem Gewissen treu bleiben kann.

Das ist ja eben das Problem.
Jeder schaut nur auf sich !!

An die Frage, wie Gott über die Sache denkt, verschwenden wir heute keinen Gedanken mehr. Aber wenn Gott nichts mehr zu sagen hat, sollten wir uns auch nicht mehr Christen nennen.

Gruss Harald

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Bin keine Christin :smile:
Hallo Harald,

Das ist ja eben das Problem.
Jeder schaut nur auf sich !!

Ich denke, dass bei einer Regelung, wie ihr sie fordert, vor allem die Männer an sich denken und die Frauen darunter zu leiden haben. Ich halte es auch nicht für reife Beziehung, wenn einer glaubt, den anderen dominieren zu müssen. Frauen sind erwachsene Menschen und ich glaube nicht, dass sich jemand anmassen sollte, über ihr Leben bestimmen zu wollen (ich masse mir Gegenzug auch nicht an, für meinen Freund mitzuentscheiden) Reife bedeutet für mich, dass es gelingt unterschiedliche Meinungen etc. in eine Beziehung zu integrieren. Daran können beide Partner wachsen.

:An die Frage, wie Gott über die Sache denkt, verschwenden wir

heute keinen Gedanken mehr. Aber wenn Gott nichts mehr zu
sagen hat, sollten wir uns auch nicht mehr Christen nennen.

Ich bin keine Christin, das habe ich extra betont, damit keine Missverständnisse auftreten.

Viele Grüsse,
Lisa

ist OK :smile:
Hallo Lisa,

Das ist ja eben das Problem.
Jeder schaut nur auf sich !!

Ich denke, dass bei einer Regelung, wie ihr sie fordert, vor
allem die Männer an sich denken und die Frauen darunter zu
leiden haben.

Das ist eben der Irrtum, der dieser Diskussion zugrunde liegt.

Die christliche Ehe basiert auf der Grundlage der Bibel.
Und da hat der Mann alle Entscheidungen vor Gott zu verantworten.
Jesus erzählt dazu eine aufschlussreiche Geschichte (Matth.24,45-51)

Ich halte es auch nicht für reife Beziehung,
wenn einer glaubt, den anderen dominieren zu müssen. Frauen
sind erwachsene Menschen und ich glaube nicht, dass sich
jemand anmassen sollte, über ihr Leben bestimmen zu wollen
(ich masse mir Gegenzug auch nicht an, für meinen Freund
mitzuentscheiden) Reife bedeutet für mich, dass es gelingt
unterschiedliche Meinungen etc. in eine Beziehung zu
integrieren. Daran können beide Partner wachsen.

Es geht auch gar nicht darum, über jemandes Leben zu entscheiden, sondern Entscheidungen im Sinne der Bibel und zum Wohle der Familie zu treffen.

Diese Entscheidungen können selbstverständlich auch von den Ehefrauen getroffen werden. Aber bestimmt sie dann nicht ebenso über ihren Mann? Ist er dann auch gleichberechtigt?

Ich bin keine Christin, das habe ich extra betont, damit keine
Missverständnisse auftreten.

Dann betrifft Dich die Angelegenheit auch gar nicht.

Gruss Harald

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Hallo Harald,

Das ist eben der Irrtum, der dieser Diskussion zugrunde liegt.

Ich glaube nicht, dass ich da was falsch verstanden habe. Ich habe eher den Eindruck, dass durch etliche rhetorische Floskeln versucht wird, den Ehefrauen die Unterordnung schmackhaft zu machen :smile:). (Das gilt aber nicht für deine Beiträge).

Die christliche Ehe basiert auf der Grundlage der Bibel.
Und da hat der Mann alle Entscheidungen vor Gott zu
verantworten.
Jesus erzählt dazu eine aufschlussreiche Geschichte
(Matth.24,45-51)

Ja, dazu kann ich wirklich nichts sagen. Das betrifft mich tatsächlich nicht.

Diese Entscheidungen können selbstverständlich auch von den
Ehefrauen getroffen werden. Aber bestimmt sie dann nicht
ebenso über ihren Mann? Ist er dann auch gleichberechtigt?

Den Eindruck hab ich in der obigen Diskussion nicht gewonnen. Da ging es einseitig um die Unterordnung der Ehefrauen. Wenn die Regelung auf Gegenseitigkeit beruht, ist sie im Grunde o.k… Ich würde meinen Freund aber schon lieber fragen, bevor ich einfach für ihn mitentscheide (ausser es geht absolut nicht). Das gebietet mir einfach die Achtung, die ich vor ihm habe. Allerdings denke ich, dass ich den gleichen Respekt verdiene. Wer den anderen nicht respektiert, liebt ihn meiner Meinung nach nicht. Daher würde ich mich ansonsten ausgenutzt fühlen.

Dann betrifft Dich die Angelegenheit auch gar nicht.

Im Grunde hast du recht. Ich habe mich aus zwei Gründen eingemischt. Der erste: ich bin zwar keine Christin, bezeichne mich aber als Feministin. Und als solche habe ich natürlich das Bedürfnis mich einzumischen, wenn es mal wieder um die Unterordnung der Frauen geht :smile:. Ich habe dann kein Problem, wenn es tatsächlich nur um die Gültigkeit dieser Thesen für die eigene kleine Christengruppe geht. Mir ist allerdings klar, dass das Christentum eine wichtige Grundlage unserer Kultur bildet. Problematisch wird es daher, wenn solche Grundsätze Allgemeingültigkeit erlangen.

Zweitens hatten wir vor kurzem hier eine Diskussion in der ich argumentiert habe, dass fast keine Religion in ihren extremistischen Ausprägungen mit dem Grundgesetz vereinbar ist - auch das Christentum nicht (voher war das einseitig für den Islam postuliert worden). Das scheint mir mal wieder ein schönes Beispiel dafür zu sein, dass der Gleichheitsgrundsatz und Religion schwer vereinbar sind.

Viele Grüsse,
Lisa

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Ich glaube nicht, dass ich da was falsch verstanden habe. Ich
habe eher den Eindruck, dass durch etliche rhetorische
Floskeln versucht wird, den Ehefrauen die Unterordnung
schmackhaft zu machen :smile:).

Nun, mir persoenlich geht es um die Frage wie ist die Ehe moeglich sinnvoll zu gestalten. Es ist wahr das ich mich hierbei von der Bibel inspiriert habe.

Ja, dazu kann ich wirklich nichts sagen. Das betrifft mich
tatsächlich nicht.

Ich denke es betrifft Dich falls Du heiratest. Denn ich denke dann wirst Du bestimmt auch die Frage stellen, wie sollen wir die Ehe sinnvoll gestalten, was machen wir wenn Meinungsverschiedenheiten auftreten. Ich wuerde gerne deine Loesungen mal hoeren.

Den Eindruck hab ich in der obigen Diskussion nicht gewonnen.
Da ging es einseitig um die Unterordnung der Ehefrauen. Wenn
die Regelung auf Gegenseitigkeit beruht, ist sie im Grunde
o.k… Ich würde meinen Freund aber schon lieber fragen, bevor
ich einfach für ihn mitentscheide (ausser es geht absolut
nicht). Das gebietet mir einfach die Achtung, die ich vor ihm

Natuerlich, wie ich auch schon mehrmals sagte, sollte der Kompromiss sofern moeglich Vorrang haben!

habe. Allerdings denke ich, dass ich den gleichen Respekt
verdiene. Wer den anderen nicht respektiert, liebt ihn meiner
Meinung nach nicht. Daher würde ich mich ansonsten ausgenutzt
fühlen.

Ja denke ich auch.

Im Grunde hast du recht. Ich habe mich aus zwei Gründen
eingemischt. Der erste: ich bin zwar keine Christin, bezeichne
mich aber als Feministin. Und als solche habe ich natürlich
das Bedürfnis mich einzumischen, wenn es mal wieder um die
Unterordnung der Frauen geht :smile:. Ich habe dann kein Problem,
wenn es tatsächlich nur um die Gültigkeit dieser Thesen für
die eigene kleine Christengruppe geht. Mir ist allerdings
klar, dass das Christentum eine wichtige Grundlage unserer
Kultur bildet. Problematisch wird es daher, wenn solche
Grundsätze Allgemeingültigkeit erlangen.

Nun, ich wuerde hier mal gerne die feministischen Grundsaetze fuer die Ehe kennenlernen!

Zweitens hatten wir vor kurzem hier eine Diskussion in der ich
argumentiert habe, dass fast keine Religion in ihren
extremistischen Ausprägungen mit dem Grundgesetz vereinbar ist

  • auch das Christentum nicht (voher war das einseitig für den
    Islam postuliert worden). Das scheint mir mal wieder ein
    schönes Beispiel dafür zu sein, dass der Gleichheitsgrundsatz
    und Religion schwer vereinbar sind.

Denke ich nicht! Denn Gleichheitsgrundsatz heisst nicht automatisch dass nicht einer auch das Sagen haben kann. Z.B. sind wir auch dem Verkehrspolizisten Gehorsam schuldig, sofern es sein Aufgabenbereich betrifft. Die Frage die ich hier stelle ist: Kann eine Ehe, wo beide die gleiche Entscheidungsgewalt haben, funktionieren? Ich kann es mir nicht vorstellen, aber bitte…wenn Du glaubst dass das geht…

Gruss Abe…

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Hallo Abraham,

Ich denke es betrifft Dich falls Du heiratest. Denn ich denke
dann wirst Du bestimmt auch die Frage stellen, wie sollen wir
die Ehe sinnvoll gestalten, was machen wir wenn
Meinungsverschiedenheiten auftreten. Ich wuerde gerne deine
Loesungen mal hoeren.

Nun ja. Ich lebe seit 6 Jahren mit meinem Freund zusammen. Das ist also fast wie eine Ehe. Da kann ich in Sachen Gestaltung schon ein bisschen mitreden, denke ich :smile:).

Nun, ich wuerde hier mal gerne die feministischen Grundsaetze
fuer die Ehe kennenlernen!

Feministische Grundsätze (wie z.B. christliche) gibt es nicht. Da hat man es tatsächlich etwas schwerer, da man ja individuelle Lösungen erst finden muss (was natürlich ein wenig Aufwand erfordert). Andererseits hat es den Vorteil, dass man sich nicht in ein vorgegebenes Korsett zwängen muss, sondern die Freiheit hat, eine Ehe (oder Beziehung) zu führen, die dem eigenen Lebensgefühl und der eigenen Lebenssituation entspricht.

Ich z.B. halte die Ehe (ganz unchristlich wie ich halt bin :smile:) lediglich für eine Wirtschaftsgemeinschaft. Darüber hinaus hat sie für mich keinerlei religiöse oder sonstige Bedeutung (deshalb bin ich auch nicht verheiratet). Ob man überhaupt heiratet oder nicht, hängt also sehr davon ab, ob man die staatlichen Regelung (Steuern etc.) übernehmen will, oder lieber eigene Regelungen trifft (kann man auch vertraglich festhalten, wenn um Absicherung etc. geht).

Meine Beziehung betrachte ich im Grunde ein wenig wie ein gutes Team. Über alltäglich Dinge wurde nie viel diskutiert. Da macht jeder seinen Teil (natürlich wird die Hausarbeit geteilt :smile:) und das klappt auch. Diskussionen gibt es nur, wenn grössere Entscheidungen anstehen. Da finde ich es aber auch ganz sinnvoll erst mal zu diskutieren. Man betrachtet das Problem dann nämlich automatisch aus unterschiedlichen Perspektiven. In vielen Fällen ist es damit dann auch erledigt, weil wir am Ende sowieso zu den gleichen Schlüssen kommen und uns einig sind. Sind wir es nicht, wird nach Kompromissen gesucht, mit denen wir beide leben können (mit ein bisschen guten Willen von beiden Seiten, ist das gar nicht so schwierig). Ansonsten gilt der Grundsatz: man muss auch nicht immer alles zusammen machen! Das heisst, wir fahren z.B. auch hin und wieder einzeln in Urlaub (nicht nur, weil wir uns nicht auf ein Ziel einigen können :smile:).

Mir persönlich ist ausserdem meine wirtschaftliche Unabhängigkeit wichtig. Ich denke, dass nur so garantiert wird, dass man sich wirklich auf einer gleichberechtigten Basis gegenübersteht. Hausfrauen werden ja irgendwie zu den Angestellten ihrer Männer. Wenn du an so einen Fall denkst, kann ich deine Argumente sogar nachvollziehen (wenn du ihr ein Kündigungsrecht einräumst :smile:).

Denke ich nicht! Denn Gleichheitsgrundsatz heisst nicht
automatisch dass nicht einer auch das Sagen haben kann. Z.B.
sind wir auch dem Verkehrspolizisten Gehorsam schuldig, sofern
es sein Aufgabenbereich betrifft. Die Frage die ich hier
stelle ist: Kann eine Ehe, wo beide die gleiche
Entscheidungsgewalt haben, funktionieren? Ich kann es mir
nicht vorstellen, aber bitte…wenn Du glaubst dass das
geht…

Doch, das kann sie, wenn beide wollen und es ist noch nicht mal besonders schwer! Und eine Ehe ist schon ein bisschen was anderes, als eine Verkehrskontrolle. Wenn ich besoffen fahre etc., gefährde ich andere. Das tue ich aber nicht, wenn ich eine persönliche Entscheidung z.B. darüber treffe, wie ich mich in den nächsten Jahren beruflich orientieren möchte. Diese u. ä. Fragen sind ein wirklich sehr persönlicher Lebensbereich.

Und da gibt es Grenzen. Ausserhalb dieser Grenzen kann ich mit staatlichen Regelgungen etc. leben. Innerhalb sind die betreffenden Bereiche so persönlich, dass nur noch ich selbst darüber entscheiden kann. Das ist vielleicht ein wenig schwer verständlich zu machen. Aber das sind die Bereiche, die meine Persönlichkeit betreffen (wo entwickle ich mich hin, wenn ich das so mache? Will ich mich dahin entwickeln? Kann ich mich selber noch leiden, wenn ich mich dahin entwickle?). Und diese Bereiche sind in intimen Beziehungen sehr schnell berührt. Deshalb ist da schon Vorsicht angezeigt und man sollte unbedingt klären, inwieweit der Partner bereit ist, den eigenen Weg mitzugehen.

Ich hoffe, es ist ein wenig verständlich geworden, was ich meine.

Viele Grüsse,
Lisa