Spät am Abend, früh am Morgen
muss ich wachen, muss ich sorgen
muss ich an der Wiege stehn
und nach meinem Kindlein sehn.
Keine Ruh’ an keinem Tage,
immer neue Last und Plage;
ach, wie flohst du doch so weit,
schöne, freie Jugendzeit!
Horch! was regt sich? Herzig Bübchen,
blühende Wangen, feine Grübchen,
Äuglein dunkel wie die Nacht!
Gott, wie mich das selig macht!
Dieses ist das Gedicht, das ich so sehr gesucht hatte, es stand jetzt im Internet in der „Rabe-Liste“ wurde nach meinen Suchworten dort gefunden. Es ist sehr schön, vielleicht gefällt es noch jemand anderem von den Lesern.
C. Wimmer
Noch schöner
Ich weiß auch ein Gedicht (der Trend geht zum zweiten!):
Hänschen klein, ging allein in die weite Welt hinein
Stock und Hut steht ihm gut ist gar wohlgemut,
aber Mutter weinet sehr,
hat ja nun kein Hänschen mehr
wünsch dir Glück, sagt ihr Blick, kehr nur bald zurück.
Sieben Jahr trüb und klar, Hänschen in der Fremde war.
Da besinnt sich das Kind, eilet heim geschwind.
Doch nun ist´s kein Hänschen mehr,
nein ein großer Hans ist er,
schwarz gebrannt, Stirn und Hand, wird er wohl erkannt?
Eins, zwei, drei, geh´n vorbei wissen nicht wer das wohl sei,
Schwester spricht:„Welch Gesicht“, kennt den Bruder nicht.
Kommt daher die Mutter sein
schaut ihm kaum ins Aug´ hinein,
spricht sie schon: „Hans, mein Sohn, Grüß dich Gott mein Sohn.“
Das ist schön ist das!
Hi Christiane!
Wann wurde dieses Gedicht geschrieben?
Liebe Grüße
Siân
Liebe Sian,
Im 18. - 19. Jahrhundert lebte der Dichter u. Pfarrer Julius Sturm in der Stadt Bad Köstritz. Die Stadt Bad Köstritz hat dieses Jahr auch eine Ausstellung über den Dichter.
Mit freundlichem Gruß
Christiane
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