Die Knospen meines Obstbaumes sind vertocknet

Ich habe eine Frage bezüglich meines Obstbaumes. Es handelt sich um einen so genannten Familienbaum, den ich in einer Baumschule erstanden habe. Er ist zweifach verdelt, also einmal mit Mirabelle und einmal mit Pflaume.
Ich habe den Baum im März gekauft und Ende März Anfang April in meinem Garten eingepflanzt.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er schöne grüne Knospen.
Seit dem Einpflanzen sind sämtliche Knospen quasi nach und nach verdorrt. Sie hängen jetzt alle wie Papier an den einzelnen Ästen und lösen sich bei Berührung ab. Die Äste selbst haben teilweise eine schwarze Färbung bekommen.
Ich habe einige Äste leicht angekratzt, konnte allerdings noch grüne Stellen darin erkennen. Teilweise sind die Äste auch von außen noch leicht grünlich gefärbt; allerdings treibt er keine neuen Knospen mehr aus.
Ich bin total verzweifelt, weil ich nicht weiß, was dem Baum fehlt bzw. was ich bei der Pfalnzung falsch gemacht haben könnte.
Beim Einpflanzen habe ich ein sehr großes Loch gebuddelt, Pflanzenerde dort eingefüllt, viel Wasser dazu gegeben und die Pflanze schließlich eingesetzt. Auch habe ich dem Baum regelmäßig Wasser an den darauf folgenden Tagen gegeben.
Kann mir einer einen guten Rat geben? Ist der Baum noch zu retten oder kann ich mich von ihm verabschieden?

Das kann nun wirklich viele Ursachen haben, da ist eine Ferndiagnose immer unsicher.
Am besten einen Gärtner aus der Nähe hinzuholen, der auch die örtlichen Bodenbeschaffenheiten kennt.
Vielfach wird geraten, eine Holzprobe in einem Gartenfachmarkt analysieren zu lassen, aber ersteres ist wirklich sicherer.

hi,
alle zweige und äste bis ins gesunde holz zurückschneiden… das könnte helfen, wenn kein erfolg, dann war´s das.
beim nächsten pflanzen.merke… das grüne nach oben…
vg
dieter

Leider kann ich Dir nicht weiter helfen. Gruß Siegfried_50

hi hab 0 ahnung

Liebe® Kazmodai,

bei deinem Baumproblem handelt es sich offensichtlich um einen Frostschaden. Man glaubte es zwar ungern, aber die Bäume stehen März/April schon so stark im Saft, dass es keine stärkeren Fröste braucht, um sie zu schädigen.
Die einzige Möglichkeit, den Baum evt. zu retten, ist ein radikaler Rückschnitt, wenn auch oft nur noch Stumpen von 5-10 cm stehen bleiben (kann hässlich aussehen), damit er so wenig Saft wie möglich braucht.
Dann kann man nur abwarten.
Zum Trost: in diesem langen Winter hat es erstaunlich viele Gehölze erwischt wie Pfirsich, eben Mirabelle usw.

Hoffe, dir geholfen zu haben und wünsche viel Glück.
E.Nitsch

Sorry, leider habe ich keine Ahnung von Obstbäumen.

Hallo Kazmodai,

das hört sich gar nicht gut an, ich bin leider kein Experte mit Mirabellen, aber ich denke, dass das Bäumchen nicht mehr zu retten ist, wenn Blätter und Knospen vertrocknet sind und die Rinde schwarz wird.

Ich würde folgende Vorgehensweise empfehlen:

  1. Fotografiere den Baum und gehe mit der Kamera zur Baumschule und zeige denen die Bilder
  2. Schneide bis ins grüne Holz zurück und hoffe auf einen Neuaustrieb - aber erst nach Rücksprache mit der Baumschule.

Leider ist eine Ferndiagnose hier meinerseits nicht möglich.

Ich wünsche Dir viel Erfolg
Anke

Danke für die hilfreichen Tipps.

Ich denke jetzt wirklich, dass es sich um einen Frostschaden handelt. Ich habe erst einmal ins grüne Holz zurück geschnitten; allerdings sieht es nicht gut aus. Was ich zudem komisch fand ist die Tatsache, dass er beim Schneiden einen wirklich eigenartigen Geruch an den Schnittstellen von sich gegeben hat. Kann den nicht beschreiben; war aber irgendwie herb/ säuerlich.

Ich denke, der Baum ist nicht zu retten. Naja, man lernt halt nie aus :o(

Hallo Kazmodai,

es tut mir sehr leid, dass ich erst heute auf deine Frage antworten kann.
Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen,ich bin gerade im Urlaub und habe nur sehr begrenzt die Möglichkeit, das Internet zu nutzen, Sorry also…

Aber nun zu deinem Problem, interessant wäre erst einmal zu wissen, ob dein Bäumchen noch Saft in der Rinde hat oder wirklich schon völlig trocken ist. Wenn du schreibst, es gibt noch grüne (frische) Stellen, wenn du an der Rinde kratzt, dann denke ich hat der Baum noch eine Chance.
Die abgefallenen Knospen und Triebe können durchaus beim Neupflanzen auftreten. Dein Baum ist dann nämlich erst einmal mit der neuen Bewurzelung beschäftigt und neue Triebe und Knospen kommen später wieder, wenn der Baum angewachsen ist.

Wenn ich deinen Artikel so lese, könnte ich mir auch vorstellen, dass der Wuzelballen des Bäumchens in der Zeit zwischem dem Kauf und der Pflanzung in deinem Garten, zu sehr ausgetrocknet ist.
Deshalb ist es auch immer wichtig, den Wurzelballen vor dem einpflanzen einige Stunden zu wässern.
Sonst denke ich, hast du beim Pflanzen alles richtig gemacht.

Eine weitere Möglichkeit der verdorrten Knospen und Triebe ist die intensive Sonneneinstrahlung im Frühjahr. Du hast deinem Baum sicher einen schönen und sonnigen Platz im Garten gegeben. Das ist richtig.
Aber durch den Standortwechsel kann es sein, dass der Baum nun mehr Sonne bekommt, als vorher und die bereits gewachsenen Triebe verbrennen regelrecht.
Das sollte aber auch kein Problem sein.
Auch das übersteht dein Bäumchen gut und treibt später wieder neu aus.

Halte das Bäumchen weiterhin schön feucht. Binde es am besten an eine Stütze und dann wünsche ich dir viel Erfolg, dass das Baümchen wieder neu austreibt und ein richtiger Familienbaum wird…

MfG, Matthias.

Vielen Dank Matthias,

das macht mir doch wieder ein wenig Mut. Das Bäumchen tut mir nämlich echt leid.

Jetzt wo ich ins grüne Holz zurück geschnitten habe, sieht er wirklich sehr kümmerlich aus. Aber vielleicht erholt er sich ja doch noch. Wäre wirklich wünschenswert. Und du hast recht, ich habe ihn tatsächlich in die volle Sonne (Südseite zum Feld hin) gestellt.

Ich lasse ihn jetzt einfach die nächsten Wochen in Frieden und hoffe auf neue Austriebe. Vielleicht wird es ja doch noch was.

Gruß

Micha