Hi Enno,
Ich denke das jemand, der mit der Belastung, die die Psychatrie an sich ist, und den Probleme die er mit sich selber hat zurechtkommen muss, an sich auch mit dem Alltag zurechtkommen könnte, wenn es signifikante gesellschaftliche Veränderungen gäbe.
Welches Spektrum von
Verhaltensweisen bietet sich den Patienten der Psychiatrie im
Gegensatz zu „frei lebenden Menschen“ ? Inwieweit kann er sich
persönlich entfalten ?
Ich persönlich sehe seit kurzen die Psychatrie als Mikrokosmos. Eine Mit-Insassin unterschied immer zwischen ‚dieser‘ und der ‚realen Welt‘. Was zur Folge hatte das sie nach ihrer Entlassung lieber wieder zurückgegangen wäre, weil sie sich dort einfach ‚freier‘ entfalten konnte, da sie in dieser ‚realen‘ Welt als kreativer, emotionaler und intelligenter Mensch eher stigmatisiert wird als irgendwelche Vorteile davon zu haben (wäre es nicht logischer, das sie dafür beliebt ist?).
Wie würde sich der „Normalo“ in der
Psychiatrie verhalten ?
„Normalo“ kommt nicht mal auf die Idee das er nen Schatten hat, egal wie ausgeprägt er ist 
Evtl. ist es
einfach die „Gesellschaftsform“, die die
Verhaltensunterschiede determiniert.
Ich fordere hiermit zur Revolution auf!!!
„Normal“ zu sein - bedeutet schlicht verträglich mit den
willkürlich aufgestellten Gesellschaftsnormen zu sein und
innerhalb ihrer „gut zu funktionieren“.
Na das isses ja gerade. Ich denke wenn mehr Menschen ‚so‘ wären könnte das Leben echt erträglicher sein, weil so manche Normen die es heute gibt nicht für die Gesellschaft oder ihr Weiterbestehen förderlich sind. Da fällt mir son Spruch frei nach Adorno ein: Es gibt kein richtiges Leben im falschen. Und das heute einiges ‚falsch‘ läuft, da bin ich mir doch eigentlich ziemlich sicher.
Naja - Mad World eben
matze