Hallo Experten,
Es wird ja viel über Kernkraft geredet in letzter Zeit,
wegen den nicht vorhanden CO2 Emissionen und der Energie(kosten)sicherheit der selben. Man könnte aus diesem Grunde in Erwägung ziehen, neue Kernkraftwerke zu bauen,
mit etwa 2000€ pro Kilowatt Leitung.
Ich wollt’ mir mal einen Reim drauf machen, ob das geht,
und in wie weit sich das lohnt, wenn es sich nicht lohnt,
dann geht das ja nur wieder mit staatlicher Hilfe. Könnt ihr mir Helfen, also mich korrigieren. Ich finde stark widersprüchliche
Expertenmeinungen im Web.
Diese Seite der Uni Heidelberg, Physik
http://www.physi.uni-heidelberg.de/~pelte/energie3/d…
zeigt eine Auffassung zweier (KKW)Enegieorganisationen,
dass ein Kilo Natururan (Uranoxyd?) (U3O8) ca 2,38 Milliarden Kwh energie hat. Zitat:
1 kg natürlichem U3O8 entsprechen 2.38 · 10^9 kWh.
Die 60% Abwärme einensKernkraftswerks(KKW) abgezogen, sollte 1 KG U3O8 für die Monatsproduktion eines KKWs mit 1,3GW elektrischer Leistung reichen, also rd 1 Mrd KWH. Das Kg U3O8 kostet im Moment ca 200€, 1 Mrd KWh Strom kann man für 50 Mio € verkaufen.
Zinsen und Abschreibung und Betrieb eins KKWs (2 Mrd € Baukosten) sollten etwa 10-20 Mio € pro Monat kosten. Traumhaft.
Über die Urankosten braucht man also nicht zu reden, demnach.
Uran muss natürlich noch aufbereitet werden.
Hiernach http://de.wikipedia.org/wiki/Urantrennarbeit
braucht man so etwa 4 KG UTA für das eine KG Uran,
also 200 Kwh, das ist so gut wie nix.
dazu kommen noch die Kapitalkosten für das alte abglöste vorzeitigt abgeschaltete Kohle/Gas/Öl Kraftwerk von 5 Nio € im Monat, da bleiben immer noch dicke 10-20 Mio € Roh-Gewinn pro Monat pro Kernkraftwerk,
also 50-100% vom Einsatz.
Nun sagt diese seite (keine KKW Gegner)
http://www.energie-fakten.de/html/uranvorraete.html
dass ein KKW mit einer Leistung von 1 Mrd. KWH pro Monat
22 Tonnen U3O8 (und nicht 1 KG) braucht.
was auf Brennstoffkosten von momentan
22.0000 * 200 € = 4,4 Mio Euro rausläuft.
Bei steigenden Uranpreisen könnt’s schon eng werden.
Dazu kommen noch 200KwH * 22.000= 4,4 Mio Kwh Aufbereitungsenergie dazu, was schon 4,4% der erzeugten elektrischen
Energiemenge sind.
Sprich ein Kg Natururan U3O8 hat ca 45.000 Kwh,also
rund 2000€ Stromwert und kostet 200€.
Die Kraftwerkskapzität dazu wäre 62 KW ( 45000/(30Tage x 24Stunden).
bei 120.000€ Baukosten, also rd so um 1000€ Anlagekosten pro Monat.
Also 2000€ Umsatz - 200€ Brennkosten - 1000€ Anlagekosten
= 800 € Gewinn pro Kilo Uran im Monat.
Bei 3fachen Uranpreis geht die Sache wohl nicht mehr auf.
Und dann haben wir ja noch die Energiekosten beim Uranabbau.
Diese nicht ganz so ergiebige Mine
http://www.rossing.com/2005performance.htm
gibt an 91 Mj Pro Tonne Erz aufgewand zu haben.
8000 Tonnen Erz hat sie abgebaut, 3500 Tonnen U3O8
daraus gewonnen, also rd. 200 Mj pro Tonne U3O8,
also 200 Millionen Wattsekunden also 55 Kwh pro Tonne U3O8.
Das ist aber anteilig sehr wenig.
Nun, eine Kwh kostet meiner rechnung nach z.Zt. 200€ / 45000 Kwh =0,004 Euro
Die obige UNI-Heidelbergseite gibt so 100 US$ *10^-9 an für 2007
auf der Graphik an. Es ist eine exorbitante des Steigerung des Uranpreises extrapolierbar, sodass es bald so weit sein wird.
dass es sich nicht mehr lohnt, falls zwar die Steigerung
richtig ist, der Uranpreis pro KWH von der Uni Heideberg
grob zu gering angesetzt ist.
Ich erklär mir das damit, das da wiederaufbreitung, schneller
Brüter etc mit eingeplant ist, vertue ich mich da?
. Ich stimme also Deiner Rechnung zu - im obigen Posting habe ich ein paar Größenordnungen durcheinander geworfen; nach der Zahlen im vorherigen Posting müßte 50MWh/kg Uran rauskommen: 300GW * 10000h / 60000t = 50GWh pro Jahr und Tonne.