Hallo Axel,
das kommt jetzt darauf an, wie die Platte arbeitet, womit du gescannt hast und wie und womit du das Backup machen willst.
Moderne Platten haben ein eigenes Defekt-Managment. d.h. sie merken, wenn irgendwo Sektoren defekt sind, und blenden dann Reserve-Sektoren, die am Ende der Platte liegen, ein. Ich persönlich halte das aufgrund der überflüssigen Kopfbewegungen für völligen Schwachfug, aber das ist ein anderes Thema.
Von diesem Defekt-Management bekommt der User bzw. normale Software i.A. nichts mit, man kann es nur über die SMART-Daten auslesen.
Die klassische Plattenüberprüfungssoftware (scandisk) erkennt solch ersetze Sektoren nicht als Defekt. Wie auch, es wird ja Ersatz eingeblendet. Aber sie findet defekte Stellen, die vom Defektmanagement aus welchen Gründen auch immer nicht erkannt werden, bzw. alle Defekte, die auftreten, wenn die Reservesektoren verbraucht sind.
Solche Sektoren (vielmehr die ganzen Cluster als kleinste Verwaltungseinheit) werden dann einfach mit einem speziellen Eintrag in der FAT bzw. den NTFS-Analogon als Defekt markiert und zukünftig vom Betriebssystem einfach übersprungen. Das klappt schon seit seeligen DOS-Zeiten absolut zuverlässig. Selbst wenn eine Platte Tausend (!!) defekte Sektoren hätte, wären das bei der gewöhnlichen Clustergröße von 4 kByte gerade mal 4 MB . . . bei aktuellen Festplattengrößen kaum messbar. Tatsächlich hab ich hier so eine Platte mit fast 800 defekten Sektoren. Läuft schon seit vielen Jahren tadellos und ohne Mucken. Defekte Sektoren sind auch kein Grund für Reklamation bzw. Austausch, in den meisten Spezifikationen wird man analog zu defekten Pixeln bei TFTs einen Grenzwert finden. Ich hab irgendwie noch 0,5% der Gesamtkapazität im Hinterkopf . . .
Wie auch immer, beim Backup kommt es jetzt darauf an, wie das Backup-Programm arbeitet. Wenn es sektorbasiert arbeitet, wird es an solch einer Partiton natürlich scheitern - weil es natürlich auch die defekten Sektoren zu sichern versucht.
Wenn es dagegen Filebasiert arbeitet (wofür es natürlich das verwendete Dateisystem kennen muss!), dann sollte es bei sauber geschriebener Software keine Probleme geben, weil solche Software ebenfalls die als defekt markierten Cluster überspringen sollte. Acronis tut das.
Solltest du dennoch Probleme haben: Dann dürfte irgendwas in deinem System grundlegend faul sein.
Mein Server hat mich Monatelang mit was ähnlichem genervt: Ich hatte bei jedem Systemstart - und nur beim Systemstart! - acht Lesefehler auf der Festplatte gemeldet (Ereignisanzeige). Das System lief dennoch absolut stabil und im laufenden Betrieb trat das auch nie auf.
Ich weiss schon nicht mehr, wieviele Programme ich hab über die Platte rudern lassen, um die defekten Sektoren aufzuspüren . . . alles ergebnislos.
Irgendwann hab ich einfach mal das SATA-Kabel ausgetauscht - Fehler ist nie wieder aufgetreten. Und frag mich jetz bloss nicht, wie ein SATA-Kabel so kaputt gehen kann, das der Fehler nur beim Booten auftritt . . .
check mal Kabel, Kontakte, Controller.
lg, mabuse