Hallo Ulrich,( oder exc 2?)
alles was jetzt kommt ist für meine Frage nicht gerade konstruktiv,
aber wenn ich solche Antworten bekomme schwillt mir der Kamm,
zumal hier viele Interessierte die Threads verfolgen.
Vorausgesetzt, dass die Angaben in der Vika stimmen, erkläre mir mal
folgende Äußerungen:
Eine seit 5 Jahren erfolgreich existierende Firma soll durch 2
Mitarbeiter gekauft werden.
Der Kauf soll gemäß BGB § 613a erfolgen, wodurch die übrigen 5
Mitarbeiter übernommen werden.
Dadurch bedingt gestaltet sich der Kaufpreis recht günstig, da
der Verkäufer eine enorme Summe
einspart, die durch den Sozialplanmäßigen Abbau (112 Jahre)
der Arbeitsplätze entstehen würde.
Also haben 5 Mitarbeiter im Schnitt 22 Jahre in einem Unternehmen
gearbeitet, das es seit fünf Jahren gibt.
Solche logischen Schlussfolgerungen sind typisch für Banker.
Das die Betriebszugehörigkeiten von insgesamt 112 Jahren aus
vorangegangenen Anstellungen stammen könnten und immer mitgenommen
wurden, kann kein Banker kapieren. Ich selber habe z.B 30 anerkannte
Jahre Betriebszugehörigkeit, obwohl das hier erwähnte Unternehmen
erst 5 Jahre existiert.
Der Kaufpreis „könnte“ bei gleichlaufendem Geschäft in 3
Jahren abgezahlt werden.
Die Banken (Hausbank und bb Bank NRW) verlangten eine Laufzeit
von min. 5 Jahren.
Vielleicht, weil das mit den drei Jahren doch nicht hinhaut?
Bis Dezember 2008 konnte ein Vorsteuererlös in Höhe von 30%
des Kaufpreises vorgewiesen werden.
Hm, d.h. der Kredit wäre dann in noch zwei Jahren zu tilgen?
Haut das nun hin oder nicht???
Businessplan und Liquiditätsplan liegen den Banken in
attestierter Form vom Steuerberater vor.
Vielleicht iin testierter Form?
Klugscheißermodus AN:
Ein i zuviel
Klugscheißermodus AUS.
Die wirtschaftliche Übernahme fand bereits im Juli 2008 statt.
Was soll das denn heißen?
Jemand der bei Banken im Krisenmanagement gearbeitet hat, weiss
nicht was eine wirtschaftliche Übernahme ist? Oder ist das gar
der Grund, weshalb er heute nicht mehr dort arbeitet?
Problem:
Die Firma ist noch von einem Stammkunden abhängig.
Mittelfristiges Ziel ist es, diese Abhängigkeit
zu reduzieren (im Businessplan und Liquidplan enthalten). Im
Zeitraum Juli – Dezember konnte
der Umsatzanteil vom Hauptkunden von 80% auf 55% gesenkt
werden.
Das ist Grund genug, jeden Kredit abzulehnen. Komischerweise wurde
der Kredit aber gar nicht abgelehnt.
Das ist also die Bankerweisheit.
Zulieferer allein für Opel sind also alle Privatfinanziert.
Kurierdienste wie Hermes die nur für Qelle fahren sind Privatiers.
Die Aussage:
Das ist Grund genug, jeden Kredit abzulehnen
ist absolute Bankerlogik. Besser ist es Lehmann Zertifikate zu kaufen.
Alternativen zum Kauf gibt es nicht. Wenn nicht verkauft wird,
wird das Geschäft geschlossen
und das Personal Sozialverträglich entsorgt. Andere Investoren
werden von den MA nicht akzeptiert,
da hierbei garantiert ein Tod auf Raten ohne Abfindungen
stattfinden würde.
Einerseits frage ich mich, was die Mitarbeiter für ein
Mitspracherecht haben sollten, wenn das Unternehmen verkauft wird
Also noch mal Bankerlogik: Die Mitarbeiter dürfen die Firma zwar
kaufen, aber ein Mitspracherecht über den Kauf haben sie nicht.
Bankertechnisch:" Leg 300 TEUR auf den Tisch und hau ab."
Andererseits frage ich mich, was es da groß zu überlegen gibt:
wenn das Geschäft nicht wie geplant zustandekommt, wird die Bude
doch eh abgewickelt. Dann doch lieber einen anderen Investor
riskieren.
Hier fragt sich jemand etwas, was bereits beantwortet ist.
Andere Investoren werden von den MA nicht akzeptiert,
da hierbei garantiert ein Tod auf Raten ohne Abfindungen
stattfinden würde.
Für einen Banker absolut nicht nachvollziehbar.
Umsatz 2004 – 2008 = 9,3 Mio. EUR , Vorsteuerergebnis 2004 – 2008
= 1,7 Mio. EUR
Dann sollten sich die Investoren doch die Finger danach lecken und
nicht im Traum daran denken, das Unternehmen abzuwickeln. Die Bude
ist doch fast so profitabel wie Microsoft.
Jetzt bekommt der Banker auch noch den absoluten Durchblick.
Das von den 1,7 Mio. ca. 600.000 Steuern abgehen, uupppps.
Investitionen sind tabu. Rückstellungen, was ist das denn?
Liquiditätsplanung, wasn das?
ist doch fast so profitabel wie Microsoft.
Hier ist ein Zeitraum von FÜNF Jahren dargestellt.
Langsam vertehe ich warum du bei keiner Bank mehr arbeitest.
Verkaufs bzw. Schließungsargument: der Besitzer ist in einer
total anderen Branche tätig und von daher passen wir absolut
nicht ins Portfolio.
Daran kann es sicherlich nicht liegen, wenn die Zahlen stimmen.
Genau. Wir werden verkauft, weil der Besitzer bekloppt ist.
Ich finde das Verhalten der NRW Bank einfach skandalös, zumal
die ERP-Mittel bereits bewilligt sind.
Hier reden wir also von der NRW-Bank und nicht mehr von der Bürgschaftsbank.
Du warst bei Banken beschäftigt? Die NRW Bank IST die Bürgschaftsbank!
Und wieso sollten die Mittel bewilligt sein, wenn die Kreditinstitute nicht mitspielen wollen?
Für alle Nicht-Banker:
Es besteht ein eklatanter Unterschied zwischen Bewilligung und Zuteilung.
Der Antrag muß mit positivem Votum von einem KI weitergeleitet werden, um überhaupt
genehmigt zu werden.
Gratuliere, richtig.
KI ist die Hausbank, um die es hier nicht geht.
Für alle Nicht-Banker:
ERP Mittel und öffentliche Mittel können NUR durch eine Hausbank beantragt werden.
Im Sitzungsausschuss der NRW Bank (Ministerium Wirtschaft und
Finanzen) wird dieses Vorhaben
einfach geblockt.
Was ist ein Sitzungsausschuß und wieso sind auf einmal NRW-Bank
(um die es eigentlich gar nicht geht) und Wirtschaftsministerium ein und
die selbe Person sein?
Du warst bei einer Bank? Sag mal ehrlich, du willst mich verars… oder?
Für alle Nicht-Banker:
ERP Mittel und öffentliche Mittel können nur bei einer Landesbank durch
die eigene Hausbank beantragt werden. Das Geschäftsvorhaben wird
durch die Hausbank bei der Landesbank (NRW Bank) eingereicht.
Alle 14 Tage trifft sich bei der Landesbank ein Sitzungsausschuss.
Dieser Ausschuss setzt sich aus Vertretern des Wirtschaftsministeriums
des Landes, Finazministerium des Landes, Bankenvorstände und
ausgewählten Unternehmern zusammen. All diese Leute bekommen
nun jedes einzelne Gründungsvorhaben vorgelegt und entscheiden
gemeinsam darüber ob die Landesmittel dafür ausgegeben werden.
Wie die Vetorechte verteilt sind weiss ich nicht, aber offensichtlich
reicht ein einziges aus. So wird Politik gemacht.
300.000 Euro für ein Unternehmen, daß 1,7 Mio. Gewinn macht?
Da kann was nicht stimmen und wenn doch, melde Dich bitte bei mir.
Ich steige ein.
Gott bewahre mich davor.
Alle MA erhielten im Dezember die Kündigung. Ab 01.04.2009
scheidet die Hälfte des Personals aus.
Das ergibt irgendwie keinen Sinn.
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
Was würdet Ihr als nächstes unternehmen, bzw. gibt es wie oben
erwähnt eine Beschwerdestelle?
Ja, dazu gibts einen FAQ-Eintrag in Kontoführung usw.
oder bei Geldanlage usw.
Aber ganz im Ernst: In Deinem Artikel steckt so vieles, das
so nicht stimmen kann, daß ich daran zweifle, daß
Du die tatsächliche Sachlage kennst.
Jeder der halbwegs verteht was er liest, erkennt das
ich einer der Käufer bin.
Tut mir leid wenn es etwas lang geworden ist, aber
das musste ich einfach loswerden.
Sonst glaubt noch jeder das exc Ahnung von der Materie hat.
Gruß Peter
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