Die Macht der Lehrer!

Hallo Leute,
der Sohn (15 Jahre) meiner Freundin besucht die Oberstufe des Gymnasiums. Von Haus aus ist dieser „ein herzensguter Kerl“ ohne besonderen Auffälligkeiten, also verhaltensmäßig seinem Alter entsprechend.

Schulisch absolvierte er das letzte Semester mit lauter Sehr gut bis Befriedigend (kein einziges genügend!) - allerdings „nur“ in Englisch hatte er ein Nichtgenügend(!) -
was sicherlich für sich spricht und obendrein natürlich auch seine Versetzung gefährden kann.
Zudem bleibt anzumerken, dass er in der Unterstufe des GYM´s die ganzen Jahre über ein Gut oder Befriedigend in Englisch hatte. Über diverse Gespräche stellte sich auch heraus, dass er seinen Englisch-Professor überhaupt nicht leiden kann, was auch nach unseren Erkenntnissen auf Gegenseitigkeit beruht.
Hinzu kommt, dass seine 6 Jahre ältere Schwester ebenfalls diese Schule besuchte und sie der selbe Professor über Jahre hinweg in Englisch unterrichtete.

Als im Laufe der vergangenen 1 1/2 der Junge trotz ständigen Bemühungen und guten Willens seinerseits, seine Leistungen in Englisch trotzdem nicht verbessern konnte, wurden auch über einige Monate hinweg Nachhilfe in Anspruch genommen.
Leider zeigte sich diese Massnahme auch als vergeblich!
Darüberhinaus beurteilte seine Nachhilfelehrerin seine Englischkenntnisse als „gut durchschnittlich“ und sie meinte, sie weiß auch nicht, was mit dem Jungen im Englischunterricht los ist!
Irgendwie brachte der Junge dann in Erfahrung, dass sein Englisch-Professor den Schularbeitenstoff in den Folgejahren in Abständen immer wiederholt.
Aus seiner Not und Angst heraus vor der letzten damals bevorstehenden Englischschularbeit, eignete er sich daraufhin das ehemalige Schularbeitenheft seiner älteren Schwester an, studierte dieses eingehends und die darin enthaltenen "listening comprehensionen "lernte er sogar auswendig, weil diese (von seiner Schwester) fehlerfrei waren!

-Und-
Tatsächlich bekam er auch den selben Schularbeitenstoff wie damals vor 6 Jahren seine Schwester. Übrigens wurde diese Schularbeit damals (selbe Schularbeit/gleicher Lehrer) mit einem „Gut“ beurteilt.
Allerdings (!!!) der Junge bekam auf seine fast IDENTISCHE Schularbeit seiner Schwester gegenüber - ein NICHTGENÜGEND!
Ja - diese Schularbeit war vor lauter Korrekturen „ganz rot“ im Gegensatz derer seiner Schwester!

Ja Leute - jetzt ist es wohl auch für euch offensichtlich, dass der Junge sich anstengen kann wie er will und alldem zufolge wahrscheinlich nie von seinem Nichtgenügend bei diesem Lehrer wegkommen wird!

Wir Erwachsene sind alleine schon durch dieses Beispiel ratlos, wie man diesem Lehrer beikommern könnte, zumal man ja diesem Lehrer die Schularbeit der Schwester nicht unter die Nase halten kann…, schließlich kann der Junge nicht sagen „er hat die Schularbeit seiner Schwester abgeliefert“, denn das würde ihm bestimmt mehr schaden als nützen!

Unglücklicherweise geht dieser Professor mit ihm bis zur Matura! (bis dahin sind es noch 21/2 Jahre)!

Hat vielleicht jemand einen Tipp für uns, wie man mit diesem derartigen Problem umgehen könnte??!!

M.f.G.
Elisabeth

  1. Hast Du in Deinem Bekanntenkreis Englischprofessoren, die sich die Schularbeit ansehen können?

  2. Der Lehrer muss die Notengebung begründen. Wenn Du fragst, wo denn die Fehler waren, muss er sie doch nennen können. Was hat er denn angestrichen, wenn alles richtig war? Man muss doch beweisen können, dass die Schularbeit (fast) fehlerfrei ist! Übrigens: Kopier die Schularbeiten von dem Buben und seiner Schwester!!!

  3. Geh zum Direktor. Das ist der Instanzenweg. Wenn ein Gespräch mit dem Lehrer nichts fruchtet, ist der Direktor an der Reihe. Hilft auch das nicht, wende Dich an den Landesschulrat.

Alles Liebe

Hanna

Hallo,

  1. Hast Du in Deinem Bekanntenkreis
    Englischprofessoren, die sich die
    Schularbeit ansehen können?

Ja- es gäbe Möglichkeiten andere Lehrer zu kontaktieren und das haben wir auch schon durchgesprochen. Aber:
Offen gesagt denken wir, dass da „eine Krähe der anderen kein Auge aushacken wird“ und somit das Problem „ausufern“ könnte.

  1. Der Lehrer muss die Notengebung
    begründen. Wenn Du fragst, wo denn die
    Fehler waren, muss er sie doch nennen
    können. Was hat er denn angestrichen,
    wenn alles richtig war?

Vor allem wurde der Ausdruck bei der listening comprehension (Hauptteil der Schularbeit) ganz arg kritisiert.

Man muss doch

beweisen können, dass die Schularbeit
(fast) fehlerfrei ist! Übrigens: Kopier
die Schularbeiten von dem Buben und
seiner Schwester!!!

Beweisen könnte man das möglicherweise und für uns Erwachsene wäre so ein Konflikt auch kein Problem. Allerdings verwehrt sich der Junge dazu - und letztendlich entscheidet er - weil er rießengrosse Angst vor derartigen Konflikten hat, das sind auch sicher keine Kleinigkeiten für einen 15-jährigen.
Man muss bedenken er ist erst 15 Jahre, der Professor ist für ihn eine Respektperson und er muss mehrere Stunden in der Woche mit ihm verbringen.
Ich denke es wäre keinesfalls zielführend, wenn sich der Junge noch mehr vor dem Professor/Unterricht (dieser wird sich womöglich „mit allen Mitteln“ wehren) füchten würde - das alles ist schon hart genug für ihn - er wäre sicherlich der Unterlegene in diesem „Kampf“.

Kurz gesagt: So eine Auseinandersetzung würde der Junge nicht schaffen, weil er sehr sensibel ist.

M.f.G.
Elisabeth

Berate Dich einmal mit den Lehrern in Deinem Bekanntenkreis!

Versuche so sachlich wie möglich zu bleiben. Dann werden sie nicht das Gefühl haben, Du wollest sie vor Deinen Karren spannen. Wenn Du emotionslos mit ihnen sprichst, werden sie Dir sicher sagen, welche Chancen Du hast, mit Deiner Beschwerde durchzukommen.

Ich habe mehrere Gymnasialprofessoren in meinem Bekanntenkreis (auch eine, die Englisch unterrichtet!), und ich weiß, ich kann mich auf ein ehrliches Urteil verlassen.

Wenn Du möchtest, dann schick mir doch mal die Kopien von der Schularbeit, ich kann ja mal fragen, wenn Du möchtest!
Mail mir, dann gebe ich Dir meine Adresse!

Alles Liebe

Hanna

Hallo Hanna,
danke - das ist ein Wort!

Wenn Du möchtest, dann schick mir doch
mal die Kopien von der Schularbeit, ich
kann ja mal fragen, wenn Du möchtest!
Mail mir, dann gebe ich Dir meine
Adresse!

Ich werde meiner Freundin diesen Vorschlag unterbreiten.

mfg
Elisabeth

Hallo !

Ich stand auch mal vor dieser Situation…

Ich muss dazu sagen, das ich in Informatik ein fast absoluter Profi bin, und damals (und mit Sicherheit heute auch noch) mehr über Informatik wusste wie mein damaliger Tutor. Er konnte mich nicht leiden und ich konnte ihn nicht leiden…habe ihn immer verbessern müssen wenn er Quatsch erzählte :smile:)

Wir sollten damals im Unterricht Excell-Tabellen erstellen…und 3 meiner Studienkollegen konnten das nicht so optimal als ich. Ich habe dennen eine Kopie meiner Arbeit erstellt und sie haben diese nur grafisch geändert. Meine Studienkollegen bekammen ein „sehr gut“ und ich nur ein „gut“. Im mündlichen wollte er mir dann auch nur ein „gut“ geben…aber da stiegen sämtliche Studienkollegen auf die Barrikaden. In sämtlichen Klausuren habe ich immer ein „sehr gut“ geschafft…er konnte mir nichts nachweisen :smile:) Das Ende vom Lied war das er mir zum Schluss ein „gut“ aufdrücken wollte, was ich nachher durch unseren Direktor verbessern liess.

Ich würde an Deiner Stelle zum Direktor gehen, und /oder das schriftlich machen. Dann kann dieser Prof. sich sowas nicht mehr erlauben weil er unter Kontrolle steht. Natürlich muß dann Dein Sohn auch die Leistungen erbringen die man von ihm erwartet.

Gruß Thomas Glader