Hallo,
letztens habe ich die Erzählung "Die Maikönigin. Ein Volksleben am Rhein"von Ernst Dronke gelesen. Den Anfang bildet eine geographische Beschreibung:
»Von der Höhe seines Kammes zieht sich das Gebirge in Kuppen und Tälern mehrere Meilen weit langsam abdachend hinab bis zu jenen Bergwänden, welche den Rhein einschließen. Diese Bergwände, so hoch sie auch erscheinen, bilden doch erst den Anfang des eigentlichen Gebirges. Wer vom Rhein aus, an den Schlot des Dampfbootes gelehnt, diese wilden, dunkeln Riesenhäupter betrachtet, die so trotzig gegen den Himmel emporragen, der malt sich gewiß in träumender Bewunderung das Bild aus, welches dort oben ein Blick in das weite, offene Land gewähren müsse; aber einmal auf diesen Höhen angelangt, sieht er mit Staunen die neuen, höher und höher aufsteigenden Gebirgszüge, deren grüne Eichenleiber mit den dunkeln Fichten- und Tannenkronen ihn immer weiter in die Ferne verlocken.
Leider kenne ich die verschiedenen Rheinabschnitte nicht so gut, daß ich die Beschreibung einem bestimmten zuordnen kann. Mich würde jedoch näher interessieren, welche Gegend als Handlungsort für die Erzählung angesetzt war. Daß Dronke aus Koblenz stammte, kann vielleicht auf den Mittelrhein hindeuten.
Wie genau kann man das aus der Beschreibung erschließen?
Viele Grüße,
Halblesel