Die Mine

Hallo alle Rätsler
nachdem es ja mal den Abstig zum Inneren der Erde gab
mal noch eins auf tiefen Tiefen

In einer Kohlenmine (Untertage) ereignete sich zum Schluß der Spätschicht eine Kohlenstaubexplosion. Die Wucht der Detonation war so heftig, das die Schachtinstallationen, also Treppen, Förderanlagen, und insbesondere die Belüftungsanlagen komplett zerstört wurden. Die durch den hauptschacht nach Übertage austretende Explosionsdruckwelle war so stark, das der Förderturm einstürzte und mehrere Arbeiter übertage verletzt wurden.

Als wenige Stunden nach dem Unglück die ertsen Rettungsmannschaften, ausgerüstet mit Atemgeräten, in die Mine eindrangen, fanden Sie lauter Tote. Von den 63 Mann der Spätschicht hatte anscheined niemand überlebt.

Um die Bergung der Toten zu erleichtern, begannen die Rettungstrupps und Spezialisten des Bergamtes, eine Bohrung auf die tieften Teile des Bergwerkes durchzuführen, um über das Bohrloch Frischluft in die Grube zu pumpen. Als die Bohrung den angpeilten Stollen traf, ergab eine Messung zur allgemeinen Überraschung, das dort atembare Luft vorhanden war. Als dann auch noch Klopfzeichen am Bohrgestänge zu hören war, wurde durch das Bohrloch ein Telefon hinuntergelassen. In dem Stollen saßen 8 Überlebende, die dann von mehreren Bergungstrupps mit Atemgeräten gerettet wurden…

Und jetzt die Frage:
Warum haben ausgerechnet im tiefsten Teil der Mine die Bergleute überlebt?

Mike

hallo,
spontan wuerde ich folgendes vermuten:
Die Druckwelle hat die Luft vor sich hergeschoben und dabei vieles zum Einstuerzen gebracht. Der Weg, den die Druckwelle ging, war danach also verschlossen (Luftschaechte u.s.w.) Dort wo die Luft austreten konnte, war danach eben keine Luft mehr und wer nicht verbrannte, erstickte. Die Luft, die in den tiefen Stollen gedrueckt wurde, konnte nicht entweichen,weil auch dieser anschliessend teiweise verschuettet wurde und diente den 8 Maennern zum ueberleben.

Gruss, Marcus

Hallo Mike,
die Geschichte erinnert mich, bis auf einige abweichende Details, verdächtig an das Unglück vom 1.6.88 hier ganz in der Nähe. Falls dem so ist, werde ich mich mit der Lösung zurückhalten und anderen den Vortritt lassen.

Jörg

Hallo Marcus,
Trauriges Rätsel, wenn sowas geschieht.
Meine Vermutung ; Die Leute im Explosionsbereich sind wegen Sauerstoffmangel und giftigen Gasen gestorben. Verbrennungsgase sind in der Regel leichter und steigen nach oben.Im tieferen Bereich war vermutlich das Luft-Kohlenstaubgemisch nicht zündfähig, da sicher in diesem Bereich die Frischluft eingeblasen wird ?
Gruss
Fritz a.d.Uw.
(derzumglücknichtimbergwerkarbeitetumkohlezumachen)

Hallo Mike,
die Geschichte erinnert mich, bis auf einige abweichende
Details, verdächtig an das Unglück vom 1.6.88 hier ganz in der
Nähe. Falls dem so ist, werde ich mich mit der Lösung
zurückhalten und anderen den Vortritt lassen.

Hallo, Jörg.

War das nicht Stolzenbach?

Gruß kw

Nun denn, die Auflösung…
Hi allerseits…
War wohl entweder zu schwer oder zu leicht… *g*

Auszug aus dem Abschlußberichtes der Bergamtes:
"… Bei der Kohlenstaubexplosion entstad durch unvollständige Verbrennung eine große Menge Kohlenmonoxid (CO). Dieses Atemgift führte ursächlich zum Tod des Großteils der Belegschaft innerhalb weniger Minuten nach der Detonation…

…Da CO im Gegensatz zu CO2 ungefähr die gleiche Dichte wie Luft hat, sank es nicht nach unten in tiefere Teile der Mine ab, wo sich eine „Blase“ mit atembarer Luft erhalten hatte. Die Druckwelle der Detonation fand hier keinen Ausweg, so das kein Austausch der Luft durch Verbrennungsprodukte stattfand…

…Nachdem in den unteren Minenteilen keine sig. Luftzirkulation herrschte, konnte sich das CO nur langsam durch Diffusion in die tieferen Teile des Bergwerkes ausbreiten.Glücklicherweise erreichte die Sondierungsbohrung die luftgefüllten Teile des Bergwerkes, bevor sich das CO in diese Bereiche ausgebreitet hatte."

Solche Unglücke sind leider nicht allzu selten.
Der beschriebene „Fall“ war ein Mix aus verschiedenen, ähnlichen Fällen in den letzten Jahrzehnten, unter anderem in Borken/Stolzenfels in Hessen am 01. 06. 1988.

Gruß
Mike
*demsolcheUnglückeimmerbesondersandieNierengehen*

Hallo, Jörg.

War das nicht Stolzenbach?

genau, für interessierte hier eine Dokumentation des Unglückes:
http://home.t-online.de/home/dietzm/gsite6.htm

Jörg