hallo Marco
Hallo Raimund,
die Frage ist nicht, ob sie höher liquidieren können, vielmehr
ist es so, dass Hausärzte in der Regel etwas zaghafter in
Sachen Liquidation vorgehen.
Und zum Thema Zahnersatz: Es ist die Frage, ob die Ärzte
wirklich mehr verdienen, denn meiner Meinung nach ist es
günstiger, Symptome zu bekämpfen, als Wirkungen.
Und beim Zahnersatz ist es so… Zahnersatz erwirkt bei der
Mehrheit der Menschen eine sorgsame Pflege ihrer Zähne.
Das glaubst du doch nicht ernsthaft? Wer faul ist, der bleibt faul. Und wer von Kind auf an pflegt, kein Betthupferl isst, nach jeder Speisenzusichnahme putzt mit Bürste und Zahnseide — und trotzdem verrottete Zähne hat… was ist dann dein Argument? Selbst Schuld dass das Erbgut so schlecht war.
Nein, meine Befürchtung geht dahin, dass diejenigen, die finanziell so gerade über die Runden kommen (und nicht rauchen, saufen, Süßigkeiten oder Ships verdrücken) – die haben die berühmte A…karte, denn wer nur von der Hand in den Mund lebt (leben muss) wo soll der sparen? Und du glaubst doch nicht ernsthaft dass du diese Zusatzzahnversicherung für eben diese 1 % bekommst-- ja vielleicht junge Leute. Aber was macht derjenige, der vielleicht 50 ist und froh ist überhaupt Arbeit zu haben — einen zweiten Job?..
Es kommen hier die normalen amerikanischen Verhältnisse: da ist es schon seit Jahrzehnten so, dass der sogen. Mittelstand mindestens 2 Jobs hat zum Überleben und die Frau auch noch dazu.
Erstrebenswert? Wir sind auf dem besten Wege dahin.
Und ein chronisch kranker darf dann - soweit ich verstanden habe - für jede seiner Beschwerden je !Quartal nur 10 € zahlen.
Ein Rechenbeispiel könnte so sein (und das sind leider sehr viele erwerbstätige Menschen)
Arztbesuch wegen Blutdruck
Arztbesuch wegen Diabetes
Arztbesuch wegen Knochenbeschwerden
Arztbesuch wegen Grippe (nicht nur so`n bißchen Temperatur von 39 °C, sondern richtig)
Arztbesuch wegen Darmleidens
und
Zahnarzt (weil Zahnersatz ja selten richtig angepasst ist)
da sind wir bei 60 € plus die ganzen Eigenanteile bei den Medikamenten, was bei vielen Erkrankten monatlich 100 € bei verschriebenen Medikamenten ausmacht und noch 30 € für Eigenmedikation.
Sag mal, von welchem monatlichen Netto, abzüglich Miete, Strom, Wasser, Heizung, geht ihr eigentlich in der Diskussion aus?? Meint ihr, - nur einige Berufsgruppe herausgegriffen Arzthelferin, Verkäufer, Laqerist, Angestellte im Dienstleistungsgewerbe… haben mal locker 200 € so einfach übrig???
Die Folge wird doch sein, dass die Menschen nicht zum Arzt gehen, selbst wenn sie müssten - dafür umso eher total ausfallen, das ganze dann irreparabel ist… es erinnert mich so daran, dass in Groß Britannien ein/e mit 65 kein neues Hüftgelenk mehr bekommt, da nicht notwendig, wenn nicht selbst bezahlt werden kann.
Meine Güte… mir graust noch mehr vor der Zukunft…
Bin nur mal gespannt, was die Privaten daraus schustern.
kikut