Die neue Rente aus Sicht der Versicherer

Seit kurzem ist es amtlich. Die gesetzliche Rente, die die Bundesregierung um Arbeitsminister Walter Riester (SPD) so verfochten hat, wird ab dem Jahr 2002 durch die staatlich geförderte private Altersvorsorge ergänzt.

Jürgen Eichelmann, Vorstandsmitglied der Allianz Leben, begrüßt die Reform, betont aber den bestehenden Beratungsbedarf der Verbraucher bei der Riester-Rente.

ZDF.MSNBC-Interview mit Rentenexperte Jürgen Eichelmann zur Rentenreform

ZDF.MSNBC: Herzlichen Glückwunsch - auf die Lebensversicherer wartet laut Expertenschätzungen in den kommenden Jahren ein gigantisches Neugeschäft von bis zu 70 Milliarden Mark. Wie groß ist das Stück vom Kuchen, das sich die Allianz sichern möchte?

JÜRGEN EICHELMANN: Zuerst einmal muss man den Bürgern gratulieren. Sie haben endlich das Ende der lang anhaltenden und quälenden Diskussion über die Altersvorsorge erlebt. Es herrscht jetzt mehr Klarheit über das Ausmaß dessen, was der Einzelne privat investieren muss.

Natürlich freuen sich auch die Anbieter der Produkte, die in Frage kommen. Die Zahlen, die durch die Diskussionen geistern, gehen weit auseinander. Wir rechnen mit etwa 15 Millionen Kunden, die die Riester-Produkte in Anspruch nehmen werden. Davon wollen wir rund eine Million Verbraucher für uns gewinnen.

ZDF.MSNBC: Wie wird Ihr Unternehmen auf die künftig vom Staat geförderte Rente hinsichtlich der Versicherungsmöglichkeiten reagieren?

EICHELMANN: Wir haben unsere Rentenversicherung, also das klassische Altersvorsorge-Produkt, so ausgestaltet, dass es alle Voraussetzungen für eine Zertifizierung nach dem Altersvermögensgesetz erfüllt. Zusätzlich bieten wir ab 1. Juli dieses Jahres eine fondsgebundene Rentenversicherung an, die ebenfalls den Zertifizierungs-Voraussetzungen gerecht wird.

Schließlich werden wir einen Pensionsfonds anbieten, der primär für die betriebliche Altersvorsorge gedacht ist, aber auch von Privatkunden genutzt werden kann.

ZDF.MSNBC: Die staatliche Förderung startet Anfang 2002. Sowohl die Bundesregierung, aber vor allem die Front der Verbraucherverbände mahnen zu Bedacht und warnen vor voreiligen Vertragsunterzeichnungen. Ist es ratsam, mit dem Abschluss der “Riester-Rente” noch zu warten?

EICHELMANN: Es ist ratsam, eine Entscheidung mit Bedacht zu treffen, um so eine voreilige Vertragsunterzeichnung zu vermeiden. Generell ist es aber nicht ratsam, noch lange zu warten, da die Bürger in hohem Maße daran interessiert sind, möglichst schnell eine kompetente Beratung zu erfahren.

Wir bekommen schon jetzt eine Vielzahl von Briefen und Anrufen, die nach einer umfassenden Beratung verlangen. Ob eine Vertragsunterzeichnung jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet, muss jeder Einzelne für sich selber entscheiden.

ZDF.MSNBC: Worauf sollten die Verbraucher bei Abschluss einer Altersabsicherung, die vom Staat gefördert wird, achten?

EICHELMANN: In erster Linie muss jeder Einzelne eine ausführliche Beratung bekommen, in der die persönliche Bedarfssituation ermittelt wird. Es kommt entscheidend darauf an, welcher Versicherungsschutz aus der Sozialversicherung in der Zukunft besteht und welche Ergänzungen nötig sind.

Das Produkt der persönlichen Altersvorsorge muss also ganz individuell und genau abgestimmt werden.

ZDF.MSNBC: Viele Arbeitnehmer haben bereits die private Altersvorsorge in die Wege geleitet. Worin liegen - gerade für diese Gruppe - die Vorteile der vom Staat subventionierten Rente?
“Ob ein Vertrag jetzt oder zu einem späteren Zeitpunkt unterzeichnet wird, muss jeder Einzelne für sich entscheiden.”

JÜRGEN EICHELMANN Rentenexperte

EICHELMANN: Die Vorteile liegen insbesondere in der ab dem Jahr 2002 vorgesehenen staatlichen Zulage beziehungsweise in dem völlig neuen Sonderausgabenabzug bei der Steuer.

In der bisherigen privaten Altersvorsorge gibt es zwar auch eine Form des Sonderausgabenabzugs. Im Normalfall waren die Ausgaben jedoch durch die Beiträge an die Sozialversicherung schon ausgeschöpft.

ZDF.MSNBC: Das Rentenniveau wird in Zukunft von aktuell 70 Prozent des Netto-Einkommens auf mindestens 67 Prozent sinken. Sichert die zusätzliche Säule der steuerlich subventionierten Altersvorsorge den Rentner von morgen ausreichend ab?

EICHELMANN: Von der Bundesregierung ist eine Absenkung auf 67 Prozent vorgesehen. So ist auch die Höhe des privaten Vorsorgeproduktes dimensioniert. Wir gehen aber davon aus, dass es bei vernünftiger Durchführung zu mehr als drei Prozent führen wird.

Wir vertreten deswegen die Auffassung, dass die vorgesehene Vorsorge die Lücke in der Sozialversicherung ausfüllen wird.

ZDF.MSNBC: Aus CDU/CSU-Oppositionskreisen ertönt scharfe Kritik, Sozialexperte Horst Seehofer (CSU) spricht von einer “Mogelpackung” und einer “Reformruine”, die ein bürokratisches Monstrum sei. Wie beurteilen Sie das Altersvermögensgesetz im Ganzen?

EICHELMANN: Die Stärkung der kapitalgedeckten Altersvorsorge und der Eigenverantwortung war längst notwendig. Insofern war die Reform der richtige Schritt.

Es gibt es jedoch eine ganze Anzahl von Schönheitsfehlern, unter anderem ist das Konstrukt kompliziert aufgebaut. Wir hoffen, dass diese schnell behoben werden. Die Bundesregierung hat ja bereits angekündigt, dass noch in diesem Herbst an der Verbesserung der Schwachstellen gearbeitet werden soll.

  1. Mai 2001
    Mit Material von: ZDF

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Sieht ja gut aus, oder?

Wer hat noch Meinungen dazu?

Wer ist anderer Meinung und warum?

Gruss
jan

Hi Jan,

warum veröffentlichst du das Interview mit einem Versicherungsvertreter?
Die Versicherungen sind doch diejenigen, für die die Bundesregierung mit der privaten Altersvorsorge eine Goldgrube ohnegleichen aufgemacht hat.
Das ist das gleiche, als wenn ich einen Wolf um seine Meinung dazu bitte, dass ein Schäfer den letzten Wachhund von seiner Schafherde abgezogen hat.
In Wirklichkeit handelt es sich um einen Betrug an der arbeitenden Bevölkerung. Das ist polemisch?
Mag sein. Aber vielleicht auch wahr.
Der Lohnempfänger bezahlt heute von seinem Arbeitslohn bereits 19,1% Rentenbeitrag. Wenn auch der Arbeitgeber die Hälfte heirvon beisteuert, ist es letztlich der Arbeitnehmer, der die Zeche bezahlt. Denn er könnte von seinem Arbeitgeber mehr erhalten, wenn dieser nicht den Arbeitgeberanteil an den Sozialversicherungsbeiträgen bezahlen müßte.
Wenn der Arbeitnehmer diese 19,1% seines Lohnes in einer privaten Lebensversicherung oder in einem anderen verrentbaren Sparmodell anlegen würde, könnte er nach 45 Berufsjahren ein Vermögen erhalten, das ihm ganz locker eine monatliche Rente von 5.000 bis 8.000 DM garantiert.
Die staatliche Rente beträgt durchschnittlich 2.200 DM.
Und jetzt soll dieser schon betrogene Arbeitnehmer einen nicht unwesentlichen Teil selbst noch zusätzlich übernehmen, damit er am Ende trotz seiner hohen Rentenbeiträge nicht zum Sozialamt muß.
Mein Verständnis für das, was die Politiker (im wesentlichen keine Beitragszahler) dem Volk zumuten, ist vorbei.

Gruß,
Francesco

Hallo Francesco,

das Problem besteht aber schon seit fast hundert Jahren und ist im Generationenvertrag geregelt. Unsere Eltern *meine zumindest :smile:* und diejenigen, die zwischen ihnen und uns liegen, sind daran Schuld, dass es zu diesem höheren Ausmaß kommen musste.

Die Rentenversicherung in der heutigen Form ist einfach nicht mehr denkbar, die Beiträge in der GRV aber dennoch unverzichtbar.

Da die Politiker diesmal etwas Weitsicht bewiesen haben, sind sie zu der Auffassung gekommen, dass das privat angelegte Geld deutlich rentabler läuft, als das Geld der GRV.
Sie hätten auch ohne weiteres den Beitrag erhöhen können, was unter dem Strich am Ende aber herauskommt, wäre wohl ziemlich sicher deutlich weniger, als bei der privaten Anlage.

Weiterhin bieten eigentlich fast alle Versicherer einen Umstieg des bisherigen Vertrages auf „riesterfähig“ an. Zumindest soweit mir bekannt ist. Da heutzutage sowieso schon viele eine Eigenvorsorge betreiben, würde es künftig also dafür einen Zuschuss geben.
Dies finde ich in Ordnung. Legt der Versicherungsnehmer doch dieses Geld dann sicherer und rentabler an, als wenn die GRV es verwalten würde.

Im Übrigen sind nicht nur die Versicherungen „riesterfähig“. Es kann auch auf Wohneigentumschaffung (Immobilien) und ziemlich sicher auch Fonds werden möglich sein. Auch Banksparpläne.

Ich finde diesen Schritt mal als einen sehr sehr positiven Schritt. Sicherlich komme ich aus der Ecke der Versicherung, aber dennoch geht es mir so, dass ich am meisten von den ganzen Änderungen betroffen bin ( z.B. keine BU-Rente mehr).
Aber ich weiß auch, wenn ich heute nichts für mein Alter mache, stehe ich im Alter gaaaaaaanz schlecht dar.
Das wiederum kann nicht in meinem Bestreben liegen.

In diesem Sinne…

Marco

Hi Francesco.

vorweg: komme nicht aus der Versicherung!

Dennoch schliesse ich mich Marco vollumfaenglich an, der wie hier der Versicherungsvertreter aus dem Vorstand schluessig klarlegt, dass erheblicher Erklaerungs-Bedarf besteht- fuer ein gutes Konzept der Buerger: Die eh schon seit vielen Jahren den Eigenanteil erhoehen , und nun noch mehr beguenstigt wird.

Gruss
jan

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hallo, Franzesco,
Du darfst gleich auch auf mich schimpfen… Für mich geht die Riester-Rente am Problem vorbei.
Die einzige saubere Lösung wäre, die Rentenvorsorge vollkommen frei zu geben. Allerdings mit dem Zwang zur Vorsorge, und zwar für jeden! Auch für die Selbständigen. außerdem nicht nur auf die Versicherungen begrenzt. Nichts dagegen einzuwenden, doch es gibt noch andere schöne und sichere Kuchenstückchen.
Du wirst jetzt fragen: und was ist mit denen, die schon einbezahlt haben oder schon zu alt sind, noch etwas anzusparen?
richtig, ein Problem. Doch wenn man die Mehrwertsteuer um nur einen Prozentpunkt erhöht und diese Erhöhung zu 100% in die Rentenkasse buttert, dann ist diese gerettet.
Außerdem keine staalich finanzierten Pensionen mehr. Auch bei den Beamten das gleiche System.
Dann haben wir wieder die Situation, die wir früher hatten: jeder spart auf seine eigene Rente. Kein Generationenvertrag. Der in den Aufbaujahren der BRD ein Geniestreich war… doch aus Angst vor dem Wähler nicht gecanzelt wurde. Jetzt ist es fast zu spät! Das, was Riester gemacht hat ist nur ein Verschieben auf die nächste Generation
Grüße
Raimund

Hi Raimund,

nein, nein, ich schimpfe nicht auf dich.
Dein Gedanke geht absolut in die richtige Richtung.
Der Staat sollte sich aus der Rentengeschichte im wesentlichen raushalten. Denkbar wäre eine für alle einheitliche Grundrente, die gleichzeitig Arbeitslosengeld, Sozialhilfe und Rentenansprüche ersetzt. Das wäre eine Lösung für den Lebensunterhalt jedes Bürgers, wenn er ihn sich selbst nicht erwirtschaften kann. Es gab in der Politik vor Jahren den Vorschlag eines sog. Bürgergeldes in Höhe von DM 1.500,- für jeden Bedürftigen.
Alles andere soll sich der mündige Bürger selbst ersparen und zwar ohne staatliche Reglementierung.
Ein einfaches aber effektives System!

Gruß,
Francesco

Hier und Jetzt
Hi Raimund!

Du darfst gleich auch auf mich schimpfen… Für mich geht die
Riester-Rente am Problem vorbei.

Wie so ziemlich alle Ideen, die unsere Politiker in den letzten Jahren hatten…

Die einzige saubere Lösung wäre, die Rentenvorsorge vollkommen
frei zu geben. Allerdings mit dem Zwang zur Vorsorge, und zwar
für jeden! Auch für die Selbständigen. außerdem nicht nur auf
die Versicherungen begrenzt. Nichts dagegen einzuwenden, doch
es gibt noch andere schöne und sichere Kuchenstückchen.
Du wirst jetzt fragen: und was ist mit denen, die schon
einbezahlt haben oder schon zu alt sind, noch etwas
anzusparen?
richtig, ein Problem. Doch wenn man die Mehrwertsteuer um nur
einen Prozentpunkt erhöht und diese Erhöhung zu 100% in die
Rentenkasse buttert, dann ist diese gerettet.

Mein Problem mit dieser Idee ist: Wovon werden die JETZT gezahlten Renten finanziert?

Außerdem keine staalich finanzierten Pensionen mehr. Auch bei
den Beamten das gleiche System.

Dann würden allerdings - obgleich ich diese Meinung auch schon sehr lange vertrete - sprunghaft die Personalkosten in unseren Verwaltungen, etc. ansteigen. Langfristig wird es zwar enorm kostengünstiger, aber woher nimmt unsere Gesellschaft das Geld jetzt?

Dann haben wir wieder die Situation, die wir früher hatten:
jeder spart auf seine eigene Rente. Kein Generationenvertrag.
Der in den Aufbaujahren der BRD ein Geniestreich war… doch
aus Angst vor dem Wähler nicht gecanzelt wurde. Jetzt ist es
fast zu spät!

Ich glaube, es war schon vor 15 Jahren zu spät…

Das, was Riester gemacht hat ist nur ein
Verschieben auf die nächste Generation

Das Problem mit der „Rentenreform“ ist, dass sie den Bundesrat durchlaufen muss. Solange sich unsere Regierungsparteien nicht einigen wollen (und sei es nur aus Gründen der anscheinend notwendigen Blockade - die CSU war ja sogar gegen das NPD-Verbot), wird es wohl keine vernünftige Regelung geben, gleich von welcher Partei!

Gruß
Guido

hallo, Guido,
wie ich schon erwähnte: durch erhöhung der MwSt um 1%. Da es im Sinne der Allgemeinheit ist, dass es den alten gutgeht, ist es nur recht und billig, dass die Allgemeinheit hier für einige Jahre (20-30?) hier helfend eingreift. Bedenke, dass die Rentenbeiträge dann ja gestrichen sind!
Für die Arbeitgeber kommt auch was gutes dabei raus: die Lohnkosten sinken.
Die Gelder, die in die zugelassenen Altersrücklagen fließen, werden ja nicht wie beim Staat zum Löcher stopfen verwendet, sondern gewinnbringend angelegt. D.h., es wird investiert.
Und die Rendite der Altersvorsorge ist mindestens doppelt so hoch, wie bei der Staatsrente.
Selbst wenn dieser eine Prozentpunkt nicht reichen würde, so würde sich 2% Prozent auch noch rechnen. Denn wie oben erwähnt: die Rentenbeiträge…
Grüße
Raimund

Riester Rente
Hallo Jan und alle Interessenten,

Ich habe mir mal dieses Thema erklären lassen (also gezielt die Riester-Rente), von Leuten die damit echt was zu tun haben und die damit in Zukunft viel arbeiten werden!Namen will ich nicht nennen!Nur soviel es sind Profis!
Die Sache ist wirklich gut überlegt und stellt gerade für junge Menschen ein geeignetes Potential dar die Altervorsoge auszubauen und vorallem sich in gewisser Weise unabhängig von der „herkömmlichen“ staatl. Rente zu organisieren.
So weit ich das verstanden habe, wenn der Versicherungsmensch schon sagt das es ein komplexes Thema ist, wird der Normal- Bürger viel Denkstoff bekommen, den er nicht alleine bewältigen kann!
Es ist in der Tat notwenidig einen Berater zu finden der einem diese Sache haarklein erklären kann und der einem eine individuelle Beratung zuteil werden läßt.
Es gibt(bei dieser Rentenform) 3 Möglichkeiten seine Altervorsorge zu gestallten…
Der erste Weg ist über eine kapitalbasierende Anlage (Fonds etc.) die mit niedrigen Beiträgen einfließt und der Staat entsprechend einem Anteil seinen Prozentsatz dazu gibt!Die Wege will ich gar nicht so aufschlüsseln (kann ich auch fast nicht) aber es geht bis dahin, daß man eine hohe Belastung hat und am Ende viel herausbekommt, oder einen leichten Weg nimmt aber weniger heraus bekommt. Das muß man selbst entscheiden.
Ich weiß eines bestimmt! Familien haben viel Vorteile! Da die Kinder miteingebaut sind in die Vorsorge und daruch eine erheblich höherer Satz am Ende rausspringt!
Das Gute ist, man denkt immer wenn man arbeitlos ist ist man auch nicht in der Lage was für seine Altervorsorge zu tun -denkste,diese Riester-Rente ist sogar dafür möglich!Wenn man einmal Zahlungsunfähig ist zahlt der Staat weiter und übernimmt die Kosten des Beitragszahlers!
Und die Beiträge sind nicht so hoch das man sie sich nicht als Arbeitloser leisten könnte! Eine reale Zahl ist zb 50 DM im Jahr -als Beitrag! Ich will mich nicht festlegen da ich kein Fachmann bin, aber ich habe mit welchen zusammengearbeitet und durfte diese Thema ausführlich erläutert bekommen.
Was politisch dahinter steckt…darüber will ich mich nicht auslassen! Es ist viel zu korrigieren in diesem Staat -keine Frage! Aber es bietet sich wirklich etwas wovon unsere Generationen profitieren können! Nicht nur wir auch die in den schon reiferen Alterstufen!
Es ist aber wichtig sich zu diesem Thema richtig beraten zu lassen!!!Daher nochmal ich bin kein FACHMANN in diesem Gebiet!Es sind nur Informationsbruchstücke!Aber mich haben sie überzeugt!

MFG
Frank

MWSt - rotes Tuch ?!
Hi!

wie ich schon erwähnte: durch erhöhung der MwSt um 1%. Da es
im Sinne der Allgemeinheit ist, dass es den alten gutgeht, ist
es nur recht und billig, dass die Allgemeinheit hier für
einige Jahre (20-30?) hier helfend eingreift. Bedenke, dass
die Rentenbeiträge dann ja gestrichen sind!

Die Idee ist ja ok - aber kannst Du Dich noch an den Terror erinnern, der bei der letzten Erhöhung herrschte?

Für die Arbeitgeber kommt auch was gutes dabei raus: die
Lohnkosten sinken.

Ach so - die AG-Zuschüsse sollten wegfallen. Sorry, das habe ich dann misinterpretiert.
Wird das für den AN nicht zu teuer? Ich habe mich zum Thema private RV noch nicht großartig informiert - mein AG zahlt mir einen heftigen Zuschuss zu einer Direktversicherung…

Die Gelder, die in die zugelassenen Altersrücklagen fließen,
werden ja nicht wie beim Staat zum Löcher stopfen verwendet,
sondern gewinnbringend angelegt. D.h., es wird investiert.
Und die Rendite der Altersvorsorge ist mindestens doppelt so
hoch, wie bei der Staatsrente.

OK - das hat mir schon eingeleuchtet. Ich hatte nur die Steuererhöhung außer Acht gelassen…

Selbst wenn dieser eine Prozentpunkt nicht reichen würde, so
würde sich 2% Prozent auch noch rechnen. Denn wie oben
erwähnt: die Rentenbeiträge…

Ich weiß jetzt allerdings nicht, was sich für mich mehr rechnen würde: Die MWSt-Erhöhung, oder eine Beitragserhöhung…

Grüße
Guido

hallo, Guido,
nehmen wir mal an, Du bist ein Durchschnittsverdiener mit 5000,- DM Brutto. Dann zahlst Du fast 1000,- DM in die Rentenversicherung. Also ca. 500,- DM aus eigener Tasche. Wofür? Für eine Rente, die permanent vom Staat gekürzt wird.
Bis Du 500,- DM mit 1% verbraucht hast, hast Du 50.000,- DM Rechnungen bezahlt. Glaubst Du, dass Du mit einem Monatseinkommen von 3.500,- DM (ledig, Steuerklasse 1) oder 4.000,- (verheiratet, Steuerklasse 3/2Kinder) - beide Beträge schon um die Rentenbeiträge bereinigt - diese Summe ausgibst? Du siehst, dass sogar 2% sich für jeden rentiert.
Nur für einen nicht: dem maroden Staat. Denn diese Rentenbeiträge fehlen in den rentenfremden Verwendungen.
Ich glaube auch nicht, dass es groß Terror gibt, wenn man den Bürgern diese Rechnung aufmacht. Was wird die Folge sein? Der Einzelne hat mehr Geld in der Tasche…für ein paar Minuten. Denn es war schon immer so: das Geld schreit laut: „lass´ mich aus!“ Es wird also mehr gekauft = verkauft! Der Umsatz steigt. Die Gewinne steigen. Die Einnahmen des Staates steigen (Mehrwertzsteuer). Die Lohnkosten sind bei unserem Herrn Muster um 500,- DM gesenkt. Und der Staat hat weniger Sozialfälle. Denn ich sagte ja: jeder ist gezwungen, eine Vorsorge zu treffen.
Um den Einwurf gleich zu beantworten: „Du kannst gut reden, Du verdienst ja daran!“ Richtig, auch ich als Versicherungsvermittler (nicht -vertreter: dann würde ich die Versicherungen „vertreten“. Ich vermittle zwischen Verbraucher und Produzenten) würde daran verdienen. Warum auch nicht? Wenn jeder daran verdient, ist es doch gut, oder?
Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass es noch andere Möglichkeiten als Versicherungen gibt: Immobilien, Investment, …
Du siehst, die Vorteile dieses Systems sind enorm. Dabei habe ich noch gar nicht alle aufgezählt.
Grüße
Raimund

Hi

thanks fuer den guten Bericht.

Uberall wird sorgfaeltig darauf verwiesen, dass dieses Rister-Papier sehr detalliert erklaert werden solle/ muesse, da sehr wohl aussergewoehnliche Vorteile nicht nur fuer die Versicherer darin stecken.

Das ist ja nun seit Generationen auch der Vorteil ‚gelernter‘ Agenturen, die sorgfaeltig geschult die Vorteile dieses neuen Rentenpapiers darlegen.

Auch mir sagte ein ‚Dipl.Agent‘, ein 6 Jahre lang Versicherungen studierter Fachberater:

‚Dies Rister-Papier ist zwar kompliziert, aber es ist ja unsere Aufgabe kompetent dieses verstaendlich nahezubringen, denn die Vorteile sind in der Tat inbesondere fuer Familien und Arbeitslose, etc., aussergewoehnlich gut; zudem muesse sich jeder im klaren sein, dass man nicht zwei Jahre um eine gute Sache intensiv ringt um nur Mogelpackungen zu produzieren, das sei barer Unsinn und werde dem wirklich guten Rister in dieser so eminet wichtigen Sache ueberhaupt nicht gerecht.‘

Das sagte MEIN Fachmann; und, wie gesagt, auch ich bin kein Versicherungsagent, nur kuemmern muss man sich darum…und nicht nur labern.

Gruss
jan

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Hi Jan

Habe ich etwas von labern gesagt oder habe selbst?
Wer was haben will muß sich darum kümmern!Meine Meinung.
Natürlich könnte man einen solches Posting voll mit Detailierten Infos stopfen! Aber so genau konnte ich das auch nicht aus dem Kopf. Daher habe ich lediglich mein Wissen dargebracht un derklären wollen das diese Altervorsorge eine runde Sache ist.
Eigentlich Wertungsfrei und für Jeden eine Quelle um sich letzlich ein eigenes Urteil zu bilden.
Ich habe meine SChritte diesbezüglich schon eingeleitet.
Und wurde gut beraten. und genau das wünsche ich jedem andern auch…

MFG
Frank

hallo, Frank,
Du meintest 50,- DM monatlich. Denn mit 50,- DM jährlich erhältst Du vielleicht 2.50 DM Rente … nach 50 Jahren.
ich habe gerade vor 5 minuten mit der Nürnberger über das Thema telefoniert. Die haben tatsächlich schon ein Modell! Mit Rückzahlungsgarantie, wenns nicht so kommt, wie es Riester sich vorstellt.
Grüße
Raimund

Hi Jan

Habe ich etwas von labern gesagt oder habe selbst?

Hi Frank…nein DU nicht, andere hier und sonstwo…

Wer was haben will muß sich darum kümmern!Meine Meinung.
Natürlich könnte man einen solches Posting voll mit
Detailierten Infos stopfen! Aber so genau konnte ich das auch
nicht aus dem Kopf. Daher habe ich lediglich mein Wissen
dargebracht un derklären wollen das diese Altervorsorge eine
runde Sache ist.

So ist es…

Eigentlich Wertungsfrei und für Jeden eine Quelle um sich
letzlich ein eigenes Urteil zu bilden.

DIE nutzte ich auch bei meinem Experten, der brachte mich eigentlich darauf, WIE GUT diese neue Rente wirklich ist, da auch ich verunsichert war durch vielen Miesmacher hier und anderswo - und wie ich nun glaube zu wissen, haben die meisten Menschen diese tolle Sache ueberhaupt noch nicht kapiert…und ‚haben ganz erheblichen informativen Nachholbedarf‘, wie mein Experte es formulierte.

Ich habe meine SChritte diesbezüglich schon eingeleitet.

Aber klar doch, ICH auch.

Und wurde gut beraten. und genau das wünsche ich jedem andern
auch…

Dazu schliesse ich vollumfaenglich an, da es echte Vorteile bringt; die qualifizierte Fachberatung ist jedoch unerlaesslich; und, da praktisch alle Versicherungen sehr komplex sind - warum sollte es ausgerechnet bei einem derart grundlegendem Gesetz anders sein?

MFG
Frank

Gruss
jan

Na klar ist die Riester-Rente kompliziert. „Altersvorsorgeverträge-Zeertifizierungsgesetz“ sagt ja alles… :smile:

Im Kern wurde aber ein richtiger Schritt vollzogen, nämlich der zur Kapitaldeckung.

Das ist auch der Grund, warum dann zu Renteneintritt 2030 oder wann auch immer, insgesamt mehr Rente zur Verfügung steht, als ohne Reform. Die Privaten haben nämlich im Unterschied zur gesetzlichnen Rentenversicherung eine positive Rendite.

Andreas

Ich glaube ich habe etwas falsch dargelegt das nun eine solche Äußerung kommt. (Da sieht man mal wie schwer es ist sowas richtig zu erklären)
Ich habe mich damit beschäftigt weil ich (wenn ich weitergemacht hätte) selbst solch eine Rentenberatung hätte durchführen können und durfte dazu ein Seminar besuchen. Und ich bin davon überzeugt das das mit den 50 DM JÄHRLICH richtig ist. Es ist sicher die Summe die in der Gesamtkalkulation von jedem zu erbringen ist, aber ich weiß das es sich um eine Summe handelt die wirklich jeder (!) erbringen kann ohne dabei Schulden zu machen! Man muß das Gesammtbild sehen…es geht nicht nur den einfachen Weg über ich zahle direkt ein…,ich werfe mal mit Stichworten wie Finanzamt -denn da gibt es auch noch was im direkten Bezug zu Riester-Rente zu drehen, was jedem zum Vorteil gereicht.
Wenn ich mich noch recht erinnere fällt mir sogar noch die Bemerkung ein das jeder ca 6 DM monatlich auf jedenfall zur Verfügung hat…Aber bevor ich Mist erzähle überlasse ich es lieber den Profis das Haarklein zu erklären.

MfG
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

hallo, Frank,
ich bin morgen gerade wegen der Riester-Rente auf einer Tagung. Werde dann Bericht erstatten!
Grüße
Raimund