Letztens kam mir eine Idee, die ich den anwesenden Wirtschaftsfachkundigen einmal vorstellen möchte.
- Täglich um 16 Uhr meldet jede Tankstelle den Preis für die Sorten Diesel, E5 und E10, der ab Mitternacht für 24 Stunden gelten wird, zudem die Öffnungszeiten.
- Es sind keine weiteren Preisänderungen zulässig.
- Für jeden Stundenabschnitt wird der Median der Gebotspreise eines Bezirks ermittelt (ein Bezirk kann zum Beispiel ein Bundestagswahlkreis sein).
- Tankstellen, deren Preise über dem Median liegen, werden mit einer Sondersteuer in Höhe des halben Differenzbetrages belegt.
Erhoffter Erfolg:
Wer die Preise nicht beliebig anpassen kann, sondern 24 Stunden an sein Angebot gebunden ist, wird normalerweise ein möglichst niedriges, wirtschaftlich vertretbares Gebot abgeben.
Zusätzlich soll die Gewinnabschöpfung dafür sorgen, dass zu hohe Gebote ein wirtschaftliches Risiko darstellen.
Würde so etwas wohl den erwünschten Erfolg haben?
Schwachstelle: Gewiefte Konzerne könnten den Median durch „Opfer“-Tankstellen mit massiv überhöhten Preisen anheben. Allerdings ist der Median als Bezugsgröße gegen solche Beeinflussugen weit robuster als zum Beispiel der arithmetische Mittelwert.