Die Power aus der niedrigen Umderehungszahl

115 PS bleiben mehr Leistung als 109 PS, aber
Hi

Ich habe eine A Klasse mit 115 PS gefahren - gähn, irre lahm.

115 PS (bei ca. 6500 U/min ?)

Und eine A Klasse mit 109 Diesel PS. Ich habe gedacht, ich

109 Diesel PS (bei ca. 5000 U/min ?)

sitze in einem Rennwagen, die Beschleunigung war einfach

Also der Benziner mit 115 PS hat natürlich nachwievor eine höhere
(Maximal-) Leistung als der Diesel. (Sofern die Werksangaben tatsächlich
stimmen - es sollte aber schon so sein.)

Und in erster Näherung gilt für Benziner und Diesel beim ‚Anfahren‘, z.B.
bei 2000 U/min:
Benziner: 115 PS * (2000 U/min) / (6500 U/min) = 30,77 PS , und
Diesel : 109 PS * (2000 U/min) / (5000 U/min) = 43,6 PS !!

Also zeigt hier bei 2000 U/min der Diesel ein höhere Leistung wie der Benziner.

Klar, die Leistungs-Drehzahlkurven sind nicht ganz linear, aber so in etwa kommt
das meist trotzdem hin.

Fazit: Dass der Diesel subjektiv beurteilt - bei ner bestimmten Drehzahl - ne signifikant höhere Leistung hat, lässt sich sogar rechentechnisch zeigen. Aber der Benziner schafft diese Leistung auch - halt bei ner _höheren_ Drehzahl.

Die Frage ist dann wohl: 2000 EUR fürn Diesel mehr ausgeben um ne GLEICHE Leistung bei aber ner NIEDRIGERER Drehzahl zu bekommen ??

Ausserdem hat der Benziner NACHWIEVOR ne höhere Maximal-Leistung.

Ausserdem muss ich hier nochmal hervorheben, dass zum guten Beschleunigen die
_Leistung_ der entscheidende Punkt ist, DENN: ein Drehmoment M_a kann mittels
‚Übersetzung‘ (Zahnräder) problemlos in fast jedes andere Drehmoment M_b (bei anderer Drehzahl) umgewandelt werden, und kann (alleinstehend) keine Beschleunigungs-Kenngrösse sein.
Bei der Leistungs geht das viel besser :wink: . Wenn man nun nämlich bei dieser Dehmoment-hin-und-her-Wandelei das Drehmoment M zusammen mit der Drehzahl ‚n‘ eh schon nennen muss, dann hat man bereits die Leistung genannt: P = M * n *(pi/60 sec.) . Und: den Begriff ‚Leistung‘ zu
verwenden ist deswegen besser, weil diese UNVERÄNDERT, [[und deswegen ist es eine Kenngrösse (bis auf Reibungsverluste),]]
über mehrere Zahnräder (Antriebsstrang) an die Räder/Reifen weitergegeben wird.

Klar, man sollte trotzdem einen Blick auf das Leistungs-Drehmoment-Drehzahl-Diagramm werfen, und evtl. auch noch auf das
spezifische Motor-Verbrauchskennfeld - sofern beschaffbar… ist alles sehr interessant…

VG,
-Th

Hallo Thomas,
danke für die Auskunft.
Es hat halt mehr Spass gemacht, den Diesel zu fahren.
Aber du hast Recht, letztendlich egal - und dann 2000 teurer. Das ist und bleibt für mich eine große Summe.
Bis dann,
MFG
Henning