Die purpurnen Flüsse

Hallo alle zusammen,

ich habe mir letzte Woche den Film „Die purpurnen Flüsse“ angeguckt. Ich muß ja sagen, daß ich schon lange nicht mehr so enttäuscht war.

Der Film war zwar recht spannend, aber wenn man vorher das Buch gelesen hat, ist das Ende wirklich grottenschlecht.

Auch die Charaktere waren nicht so klar gezeichnet, wie ich es erwartet hätte. Jean Reno ist zwar - wie immer - göttlich, aber es ist auch ihm leider nicht gelungen aus dem schwachen Film das Beste rauszuholen.

Es fehlte die Hälfte (was ja eigentlich üblich ist) die haben aber auch Sachen weglassen, die für das Verständnis absolut unverzichtbar sind.

So, ich wollte mich nur mal ein bißchen darüber aufregen. Und damit verabschiede ich mich schon wieder.

Gruß
Tanja

Hallo alle zusammen,

Der Film war zwar recht spannend, aber wenn man vorher das
Buch gelesen hat, ist das Ende wirklich grottenschlecht.

Wer das Buch „Hannibal“ gelesen hat und sich dann ein paar Tage später den Film angesehen hat, denkt vielleicht genauso wie du über „DpF“ (ich auf jeden Fall).

Auch die Charaktere waren nicht so klar gezeichnet, wie ich es
erwartet hätte.

Ja, bei Hannibal haben auch Figuren ganz gefehlt und die Spannung zwischen Lector und Starling kam auch nicht so gut rüber wie im Buch.

Es fehlte die Hälfte (was ja eigentlich üblich ist) die haben
aber auch Sachen weglassen, die für das Verständnis absolut
unverzichtbar sind.

GENAU!

So, ich wollte mich nur mal ein bißchen darüber aufregen. Und
damit verabschiede ich mich schon wieder.

Hab mich zwar nicht direkt auf deinen Film bezogen, aber naja.
Dann verabschied ich mich auch mal!

Gruß
Tanja

Gruß
anke

Noch’n Buch
Moin,

Der Film war zwar recht spannend, aber wenn man vorher das
Buch gelesen hat, ist das Ende wirklich grottenschlecht.

Wer das Buch „Hannibal“ gelesen hat und sich dann ein paar
Tage später den Film angesehen hat, denkt vielleicht genauso
wie du über „DpF“ (ich auf jeden Fall).

Ich habe L.A. Confidential erst gelesen, dann gesehen. Jederman (und ich meine wirklich jeder) war von dem Film begeistert, ich an sich auch. Es taten sich aber gewaltige Lücken auf, weil nicht nur einzelne Personen, sondern einer der beiden zentralen Handlungsfäden fehlte (im Buch gibt es noch einen Serienmörder).

Besser ist das auch bei LAC, der Film ist gut so, wie er ist, und gegen Ellroys Schreibstil kann man eh nicht anfilmen. Noch genialer und kompakter ist der in White Jazz.

genuch geplaudert
Thorsten

Hallihallo!

Also ich kann Deine Enttäuschung kein bißchen verstehen. Ich fand den Film absolut genial. Die Kameraführung war einfach exzellent, die Schauspieler, der Soundtrack und die Atmosphäre ebenso. Bemängeln kann man meiner Meinung nach höchstens das konstruiert wirkende Ende.
Also ich habe seit „Sieben“ keine Thriller dieser Güte mehr gesehen!

Ciao, Stephan

Einspruch!
Ich habe das Buch nun nicht gelesen (in dem Fall findet man den Film ja fast immer schlechter) und fand den Film… nun ja… sehr mittelmäßig.

Die Kameraführung war einfach exzellent,

fand ich gar nicht. Es gab einie Handvoll sehr schöner Ideen in der Kameraführung. Andererseits gab es einzelne Bilder, die ich noch nicht mal bei einem stinknormalen Boulevardbeitrag so abgeliefert hätte. Beispiel: Sie fahren zur Uni. Ein Schwenk endet auf der Plakette der Universität, auf die die Kamera dann auch noch zoomt. Schwenk-Zoom??? Pfui! Und von der Idee her ein stinknormaler Establisher, wie ich ihn meinem Chef nicht hätte abliefern dürfen.

die Schauspieler,

keine Diskussion über Jean Reno - der Mann ist großartig. Cassel war nicht schlecht. Aber die Schauspielerin, die Fanny gespielt hat, war MMN nicht gut… eher sogar richtig schlecht. Das merkt man am Ende, als sie ihre eigenen, „böse“ Schwester spielt… das war grottoid.

der Soundtrack

Da stimme ich Dir zu: Der war nicht übel.

und die Atmosphäre ebenso.

Jein. Im großen und ganzen wußte der Film nicht, was er sein wollte. Thriller? Kumpelfilm? Karatefilm? Komödie? Horrorfilm? Es gibt Filme, die diese Elemente nahtlos verbinden… dieser konnte es nicht. Die beiden Untergebenen des jungen Inspektors waren purer Slapstick. Die Kampfszenen waren wirklich schlecht gemacht. Am Ende, als Reno mit Fanny diskutiert, während der Junge mit Judith kämpft, lag das halbe Kino vor Lachen in den Stühlen, weil die Bildeinstellung so grotesk war - und da war Lachen sicher nicht beabsichtigt!

Bemängeln kann man meiner Meinung nach höchstens das
konstruiert wirkende Ende.

Das mal ohnehin. 1000 Fragen bleiben offen: Wer war Judiths Vater? Was genau hatte der Augenarzt verbrochen? (Bei den anderen Opfern ist’s ja klar, warum sie sterben mußten, aber der?) Hatte die Mutter das nun geplant oder war sie das Opfer (da gab es Widersprüche in sich)

Außerdem: Anschlußfehler! In einer Szene ist schönstes Herbstwetter, in der gleichen, nach einem Schnitt, liegt Schnee.
Als sie den Augenarzt finden und Fanny verfolgen, regnet es in Strömen. Trotzdem liegt auf dem Sportplatz unberührter Schnee, obwohl es seit mindestens einer Stunde wie aus Kübeln gießt. Und so weiter.

Schnittfehler. Logische Fehler. Achssprünge, teilweise gravierende Schwächen in der Maske… ich könnte seitenweise weiterschreiben.

Insgesamt hatte der Film das typisch europäische Mano: Unentschlossen, teilweise durchaus mit großen Ideen und Bildern, aber generell einfach zu unprofessionell.
Ich fand ihn nicht schlecht, und auch nicht mittelmäßig im Sinne von „durchgehend mittelmäßig“… eher mittelmäßig im Sinne von „manchmal geil, dafür manchmal richtig grottig“…

Naja. Soviel zu meinem Senf. :smile:

Liebe Grüße, Nike

Hallo,

ich könnte Dir jetzt alles erklären, da ich das Buch ja gelesen habe, aber dafür würde ich ca. 2 Stunden brauchen und dazu fehlt mir irgendwie die Zeit und auch die Lust.

Der Vater von Judith und Fanny taucht auch in dem Buch nur am Rande auf. Er wurde überfahren (von den Bösen!!!).

Der Augenarzt ist Drahtzieher der ganzen Verschwörung, zusammen mit Sertys und Callois hat er den perfiden Plan geschmiedet um den „Übermenschen“ zu schaffen.

Am allerbesten liest Du das Buch :c)

Das ist das einzige, was ich dazu sagen kann.

Ach ja, und das Ende ist ganz anders.

Grüße

von einer immer noch völlig enttäuschten
Tanja